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Deutsch-Dänisches Theaterprojekt „Tunnelblick“ startet durch

Deutsch-Dänisches Theaterprojekt

Deutsch-Dänisches Theaterprojekt

Bild: hfr

Oldenburg – Nyköping (tw). Interreg Deutschland-Danmark und die Europäische Union fördern das Deutsch-Dänische Theaterprojekt „Tunnelblick“. Interreg-Projekte zeigen, dass staatenübergreifende Lösungen nationale Ansätze oft sinnvoll ergänzen oder erweitern. Diese interregionalen Bemühungen werden aus EU-Mitteln gefördert. Im Rahmen eines Interreg-Projektes beantragten Mirko Franck und Heike Müller (Kultour gGmbH) nach Vorarbeit der Regisseurin, Franziska Schütz, das deutsch-dänische Theaterprojekt „Tunnelblick“, das durch den Bau des Fehmarnbelttunnels eine besondere Relevanz erhält. Nach ersten Sondierungen Mitte des letzten Jahres und erfolgreicher Antragstellung des Theaterprojektes wurde am 18.12.2025 durch die KulTour Oldenburg in Holstein gGmbH ein Casting zur Sichtung von interessierten Schauspielern initiiert. Aus einem Pool von mehreren Teilnehmern konnten von den beiden Regisseurinnen, Anne Wittmiß und Clara Bungaard, vier deutsche Akteure gefunden werden, die den besonderen Anforderungen des Theaterstückes an Schauspielerischem Können, an Charakter- und Typ, aber auch an Verfügbarkeit und an Englischkenntnissen entsprechen. Eine ähnliche Veranstaltung findet in Dänemark statt. Schließlich geht es darum, nicht nur hier in Oldenburg in Holstein zu proben und aufzuführen, sondern das Erlernte auch mit den dänischen Schauspielern in Nykøbing/Falster abzugleichen. Hierzu sind Proben hier vor Ort, aber auch auf dänischer Seite vorgesehen. Aufgeführt wird das Gemeinschaftsprojekt „Tunnelblick“ dann am 30.10./ 1.11. 2026 in Nykøbing und am 7.11./ 8.11.2026 in Oldenburg in Holstein. Zum Auftakt des Deutsch- Dänischen Theaterprojektes traf sich das Führungsteam aus Oldenburg in Holstein und Nykøbing am 9.1. und 10.1.26 zu einem ersten Team-Meeting in dem Stadttheater Oldenburg in Holstein. Für die dänischen Techniker, Martin Holst und Anders Plovdahl, galt es Raumaufteilung und technische Möglichkeiten der Oldenburger Bühne kennenzulernen. Hierbei leistete der Veranstaltungstechniker des Stadttheaters, Dirk Rastig, große Hilfe.  Neben dem technischen Austausch standen das eigentliche Theaterstück und der Gruppenaustausch im Fokus. Durch eine intensive Workshop-Arbeit wurden aus den sprudelnden Ideen der Teilnehmer erste dramaturgische Strukturen sichtbar. Bühnenbildner Anders Plovdahl und Musiker Philipp Broda nahmen schon hier die Inszenierungsideen auf, um das dramaturgisch wachsende Konzept visuell und musikalisch umzusetzen. Zum Gemeinschaftsgeist des ersten Meetings trugen neben den aktiven Beteiligten besonders die beiden Oldies, Jette Malmskov, Teatret Sprojtehus-Nykoping und Thomas Wroblewski, Kulturbund Wagrien e.V., bei. Der atmosphärische Gleichklang tat den Teilnehmern des Workshops gut. Alle Beteiligten waren sich sicher, dass der „hyggelige“ Geist Grundlage für dieses gemeinschaftliche und grenzüberschreitende Theaterprojekt der besonderen Art werden wird.

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