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Frauenhaus wird neu gebaut

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von links: Silke Meints, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Ostholstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Gleichstellungsministerin Schleswig Holstein, Dipl.-Ing. Christian Bielke, Architekt, Lena Oeverdiek, Frauenhaus Ostholstein e.V., Gerhard Peterman, IB.SH Kiel, Landrat Reinhard Sager, Fabian Weist, WoBau OH

von links: Silke Meints, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Ostholstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Gleichstellungsministerin Schleswig Holstein, Dipl.-Ing. Christian Bielke, Architekt, Lena Oeverdiek, Frauenhaus Ostholstein e.V., Gerhard Peterman, IB.SH Kiel, Landrat Reinhard Sager, Fabian Weist, WoBau OH

Eutin. (cl) Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack hat heute (3. Juni) einen Förderbescheid für den Bau eines Frauenhauses in Eutin übergeben. Aus dem IMPULS-Programm zur Sanierung von Frauenhäusern werden 285.472 Euro bereitgestellt. „Damit geben wir den Startschuss für dieses große Projekt. Dieser Neubau in Eutin ist das erste förderfähige Bauvorhaben. Aber es werden noch viele weitere Sanierungen und Bauten folgen, schließlich hat dieses IMPULS-Programm ein Volumen von 6,8 Millionen Euro“, erklärte die Ministerin. „Frauenhäuser sind ein unverzichtbarer und wichtiger Bestandteil, um von Gewalt bedrohten Frauen zu helfen. Dabei müssen wir auch darauf achten, dass den schutzsuchenden Frauen Plätze in den Frauenhäusern zur Verfügung gestellt werden können, die sich in einem guten baulichen Zustand befinden. Und solche schaffen wir jetzt in Eutin.“ Geplant ist dort ein Neubau mit insgesamt 15 Plätzen, den Betrieb wird der Frauenhaus Ostholstein e.V. übernehmen. Die Investitionskosten für das Projekt sind mit insgesamt rund 1.269.000 Euro veranschlagt. Der Bauherr, die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein mbH, erhält zudem eine Förderung von 856.500 € aus Mitteln der Sozialen Wohnraumförderung. Davon werden 64.100 Euro als Zuschüsse und 792.400 € als zinsverbilligte Darlehen ausbezahlt. Mit der Begleitung des Programms hat das Land die Investitionsbank Schleswig-Holstein betraut.
Räumliche Enge, eine abgängige Gebäudesubstanz des jetzigen Frauenhauses und die daraus resultierenden schwierigen Arbeitsbedingungen erforderten Überlegungen hin-sichtlich eines Neubaus. „Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass alle Akteure zielgerichtet an der Umsetzung des Projektes mitgewirkt haben und wir innerhalb dieser - doch kurzen - Zeit ein Konzept und eine Fördersystematik realisieren konnten“, fasste Ostholsteins Landrat Reinhard Sager den Umsetzungsprozess zusammen. „Hinsichtlich der Größe des Objektes, der Flächenverteilung, Zimmergrößen sowie der Barrierefreiheit und infrastrukturellen Anbindung stellt der Neubau einen zeitgemäßen Ersatz für das derzeit genutzte Frauenhaus Ostholstein dar. Es wird eine deutliche Verbesserung der jetzigen Wohn- und Arbeitssituation geschaffen.“
Für die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein, als Bauherrin hob Geschäftsführer Fabian Weist hervor „Die Stärke eines kommunalen Wohnungsbauunternehmens besteht nicht nur darin, den Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten im Blick zu haben, sondern auch zusätzliche, soziale Wohnformen zu realisieren, respektive sozialverantwortlich zu handeln. Wir sehen Wohnen nicht nur als Wirtschafts- sondern auch als Sozialgut.“ An dem kommunalen Wohnungsbauunternehmen mit Sitz in Eutin sind der Kreis Ostholstein und die Sparkasse Holstein wesentlich beteiligt. Zu den weiteren Gesellschaftern gehören 28 Gemeinden aus dem Kreis Ostholstein. Die Gesellschaft, deren Zweck vorrangig eine sichere und sozial verantwortliche Wohnraumversorgung für breite Bevölkerungsschichten ist, bewirtschaftet etwa 1.850 Wohnungen.
Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ostholstein, Silke Meints, und die Vertreterin des Vereins Frauenhaus Ostholstein e.V., Lena Oeverdiek, waren sich einig „Der Neubau ist eine super Sache. Er ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit und zu angemessenem Schutz vor Gewalt.“ Der Verein Frauenhaus Ostholstein e.V. bietet seit 1992 Schutzräume für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder an. Die Mitarbeiterinnen bemühen sich im Haus Strukturen für einen gewaltfreien, nicht-hierarchischen Raum zu schaffen, in dem Frauen und Kinder unterschiedlicher Nationalität, Kultur, Religion usw. ohne Diskriminierung miteinander leben können.



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