

Hohenstein (pp). Der charmanten Kirche zu Hohenstein steht eine optische Veränderung bevor, die ganz im Sinne der Lokalgeschichte steht. Im Eingangsbereich soll bald ein neu verbleites Kirchenfenster gezeigt werden, das die Kirche seit den 1880er Jahren zierte. Das Fenster gehört zu einem Ensemble zweier Fenster, die Julius und Emmy von Levetzow aus Ehlerstorf anlässlich ihres 25. Hochzeitstages der Kirche vermachten.
Aufgrund ungünstiger Windverhältnisse im Turm waren die Fenster vor rund 40 Jahren in die Brüche gegangen und im Pastoratskeller eingelagert worden. Doch Jürgen Gradert, der lange im Kirchengemeinderat mitwirkte, hat die historischen Fenster nie vergessen. Nachdem die Kirchengemeinde im Dezember um Spenden warb, konnte noch Ende 2025 ein Sanierungsauftrag für zunächst ein Fenster an eine Oldenburger Glaserei vergeben werden. Sichtlich erfreut zeigen sich darüber vor allem die Chef-Puzzler Sandra Kulling und Jürgen Gradert. Sie haben seit September 2024 die unzähligen Glasfragmente der zerbrochenen Fenster gesichtet, gereinigt und wie ein Riesenpuzzle zusammengefügt. Über Monate hinweg steckten sie viel Freizeit in dieses Projekt und mussten in Graderts Privatwerkstatt in Grammdorf immer wieder erfinderisch sein, um mit den Dimensionen der Fenster zurechtzukommen.
„Was mich daran so fasziniert, ist, dass wir Teil der Geschichte sind und die Geschichte vor Ort wiederherstellen“, sagt Sandra Kulling, Projektbeauftragte des Kirchengemeinderats. Pastor Patrick Pulsfort ergänzt: „Ausgerechnet aus Ehlerstorf haben wir dankenswerter Weise eine Großspende erhalten. Die Wiederherstellung der Fenster wird maßgeblich dort ermöglicht, wo sie einst herkamen. Das ist eine runde Sache!“.



