Reporter Eutin

Kindergartenleiterin Anne-Katrin John geht in den Ruhestand

Lensahn. Als Anne-Katrin John mit 29 Jahren mit ihrem Mann nach Lensahn zog, gab sie sich nach einem Gottesdienst bei den Pastoren als Neubürgerin zu erkennen. „Sie schickt der Himmel, unsere Kindergartenleiterin hat gekündigt und wir sind auf der Suche nach einer guten Leiterin.“
Und so kam es dann, dass sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde.
In Bad Segeberg geboren, hatte Anne-Katrin John Erzieherin gelernt und schon in mehreren Einrichtungen Erfahrungen gesammelt. Zusätzlich hat sie auch eine Ausbildung als Industriekauffrau abgeschlossen. Eine tolle Kombination für eine Leitungsstelle. Das befand auch der Kirchenvorstand, und seither leitete sie unseren St. Katharinen Kindergarten, der jetzt zum Kindertagesstättenwerk des Kirchenkreises gehört.
Anne-Katrin John hatte mit ihrem Team so manchen Wandel zu gestalten: Von Anfang an war der Kindergarten dreigruppig und eng mit der Arbeit der Kirchengemeinde verbunden. Ein Schulbus holte die Kinder von den umliegenden Dörfern. Als einer der ersten Einrichtungen im Kreis erarbeitete das Team eine Konzeption, die inzwischen in der 8. Auflage weiterentwickelt wurde. Pädagogisch stand immer der situationsorientierte Ansatz im Mittelpunkt. Auf eine Verbindung zum Kirchenjahreslauf wurde immer viel Wert gelegt, unter dem Motto „Mit Gott groß werden“. In den 90er Jahren, als in der Nachbarschaft beim Bau des Storchengrundes Bauaushub günstig zur Verfügung stand, nutzte sie die Gelegenheit und begeisterte das Team und die Eltern, um mit den Erdhaufen einen naturnahen Erlebnisraum auf dem Kindergartengelände zu schaffen. Sie erkannte schon früh, dass die Öffnungszeiten verlängert werden mussten, weil sich die Bedürfnisse der Familien änderten. Es wurde ein Bewegungsraum konzipiert, weil psychomotorische Förderung ein Schwerpunkt wurde. Jede Neuerung war immer mit Kosten verbunden, was der Leiterin und den Partnern in der Kirchengemeinde und der Kommune jede Menge schlaflose Nächte bereitete und sogar einmal zu einer Demonstration von Eltern und Kindern mit Plakaten vor einer Sitzung des Amtsausschusses führte. Zuletzt wurden dem Gesetz entsprechend Krippenplätze für die Kleinsten geschaffen. Aber Kinder unter drei Jahren brauchen nun mal einen ruhigen Schlafraum, so dass wiederum angebaut werden musste. Alle neuen Anforderungen im Team miteinander hinzubekommen ist nie leicht, aber Anne-Katrin John ist sehr glücklich, dass es ihr doch immer wieder gelungen ist, sich und das Team weiterzuentwickeln. Natürlich muss eine Leiterin auch mal unbequem sein. Aber es spricht ja wirklich für sie und ihre Arbeit, dass die Mehrzahl der Mitarbeiterinnen bereits über 20 Jahre in der Einrichtung sind. Alle durften selber Dinge ausprobieren und auch mal aus Fehlern und Niederlagen lernen, um dann durch die Leiterin und das Team gestärkt weiterzuarbeiten. Und wenn jemand gerade anderweitig belastet war, forderte sie vom Team Unterstützung, bzw. Entlastung ein. So setzte Frau John ihr christliches Menschenbild auch am Arbeitsplatz um. Persönlich findet sie, besonders in Zeiten von Umbrüchen, immer die Kraft und Stärke für Arbeit und Leben in ihrem Glauben.
Und gefragt, ob ihr nicht im Ruhestand langweilig wird antwortet sie: „Oh ja, die Kinder und Eltern und das Team werden mir schon sehr fehlen. Aber die beiden Enkelinnen fragen schon, wann denn der Ruhestand beginnt und Oma mehr Zeit hat. Und auf mehr Zeit für Reisen, Konzerte und Kultur, darauf freue ich mich auch.“ Und dann ist da noch ein ganz großes Projekt in Bad Segeberg. Die Wollspinnerei der Eltern ist inzwischen nicht mehr im Betrieb, aber mit ihrem Bruder und einem Förderverein zusammen arbeitet sie daran, dass es ein Museum zum Anfassen wird, ein riesiges Projekt von dem natürlich am meisten Kinder profitieren werden.
Der Kirchengemeinderat dankt Anne-Katrin John für jahrelange treue Arbeit und die gute Zusammenarbeit.
Im Gottesdienst am 24.3 um 10.15 Uhr wird Anne-Katrin John von Propst Süssenbach verabschiedet. Über ihre Tätigkeit für den Kindergarten hinaus war sie vier Perioden Mitglied der Kirchenkreissynode und viele Jahre in der Mitarbeitervertretung des Kirchenkreises, zuletzt als Vorsitzende tätig.
Im Anschluss an den Gottesdienst lädt das Kindertagesstättenwerk und der Kirchengemeinderat zu einem Empfang in den Kindergarten ein.
Pastor Jörg Reimann



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