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VR Bank zwischen den Meeren spendete an sportliche, kulturelle und soziale Einrichtungen der Region

Für die VR Bank zwischen den Meeren überreichten die Leiterin für Marketing / Kommunikation Anna Wiatrok (li) und Vorstandsmitglied Lars Nissen (r) die Sommerspenden in Ostholstein an die 10 Spendenempfänger.

Für die VR Bank zwischen den Meeren überreichten die Leiterin für Marketing / Kommunikation Anna Wiatrok (li) und Vorstandsmitglied Lars Nissen (r) die Sommerspenden in Ostholstein an die 10 Spendenempfänger.

Bild: E. Baldamus

Lensahn. (eb) Am 30. Juni begrüßten Anna Wiatrok, bei der VR Bank zwischen den Meeren als Leiterin für Marketing und Kommunikation zuständig sowie Lars Nissen, der Co Vorstandssprecher der VR Bank zwischen den Meeren, zahlreiche Akteure aus der Region sehr herzlich zur Spendenübergabe in Höhe von 30.000 Euro im Verwaltungsgebäude der Bank in Lensahn. „Für uns beide sind solche Termine immer besondere Ereignisse, geben sie uns doch die Gelegenheit persönlich Danke zu sagen für das ehrenamtliche Engagement, Anerkennung für den nicht selbst­­verständlichen Einsatz für die Gesellschaft zu zeigen und mit der Spende ein wenig zu helfen dass etwas bewegt und verschiedene Projekte angegangen werden können“, betonte Frau Wiatrok gut gelaunt. Um dies zu verwirklichen stellte die VR Bank zwischen den Meeren in diesem Sommer einen großen Spendentopf in Höhe von insgesamt 60.000 Euro für die gesamte Region von Ostholstein und Plön über Bad Segeberg bis in den Raum Neumünster zur Verfügung - die Hälfte davon wurde am Freitag symbolisch für unsere Region überreicht. „Wir wirtschaften für und in der Region“, erläuterte Lars Nissen die jahrzehntelange Förderung von sportlichen, kulturellen und sozialen Einrichtungen im Umland durch die VR Bank zwischen den Meeren. Begeistert zeigten sich auch die 10 Spendenempfänger, die sich über je 3000 Euro freuten und in gemütlicher Runde einen kurzen Einblick in ihre ehrenamtliche Tätigkeit gaben. So war von Rettungsmann Martin Dethleff beispielsweise zu erfahren, dass sich die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ausschließlich über Spenden finanziert und der in Grömitz beheimatete DGzRS Rettungskreuzer „Felix Sand“ seit in Dienststellung vor 2 Jahren schon etliche Einsätze hat ableisten müssen. Die Spende soll nun dazu verwendet werden, das Schiff einsatzbereit zu halten (im Schnitt sind die Rettungskreuzer 30 Jahre im Dienst) und einen weiteren Kälteschutzanzug anzuschaffen. Ebenfalls im Bereich Rettung tätig ist Karsten Jacobs, Schatzmeister und Pilot bei der Wildtierrettung Wildenhorst.

Der eingetragene Verein ist derzeit mit 6 Drohnen und und 14 Drohnenpiloten mit steigender Tendenz ein nachgefragter Partner zur Lokalisierung von Wild per Wärmebildkamera und Drohne beispielsweise zur Erntezeit. „Haben wir die Tiere dann aufgespürt, werden sie gemeinsam mit der Jägerschaft aus dem jeweiligen Gefährdungsbereich gerettet und in ungefährdeten Bereichen wieder freigesetzt. „Wir haben dabei eine Erfolgsquote von 100 Prozent“, freute sich der passionierte Jäger, der mit den 3000 Euro eine weitere Drohne samt Wärmebildkamera anschaffen möchte. Einen Einkauf zur aktuellen Nutzung ermöglicht die Spende auch den Gemeinde Pfadfindern Heiligenhafen. Für das jetzt im Juli bevorstehende Sommerlager können damit noch 2 neue Kohten für Übernachtungen angeschafft werden“, freute sich die Leiterin Antje Langbehn und bedankte sich auch im Namen der fast 70 Kinder und Jugendlichen, die im Alter zwischen 6 und 17 Jahren als Pfadfinder organisiert sind. Mitmachen kann man bei den Gemeinde Pfadfindern Heiligenhafen, die bei der Kirchengemeinde angesiedelt sind, übrigens kostenlos ab 6 Jahren - nur Sonderaktionen wie Fahrten und Lageraufenthalte werden extra berechnet. Ein entspanntes Miteinander wird auch im LandFrauen Verein Lensahn gepflegt. Hier gibt es derzeit eine Neuaufstellung mit den „Jungen LandFrauen“, zu deren Gründung und Aktivitäten die Spende einen willkommenen Puffer bildet. „Wir haben uns keine Altersbegrenzung gesetzt, allerdings ist eine Zugehörigkeit in einem Ortsverein Voraussetzung, um bei uns mitzumachen“, lädt Vorstandsmitglied Nele Zietz alle interessierten Frauen herzlich zur Kontaktaufnahme ein. Derzeit bringen sich die „Jungen LandFrauen“ in einer Kooperation mit dem Museumshof Lensahn ein, wollen demnächst ein Grillfest organisieren und tüchtig weiterbilden.

In Aus- und Weiterbildung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer investieren möchte auch der Hospizverein Lütjenburg e. V., dessen 1. Vorsitzende Ute Dittmer über die Vereinsarbeit informierte. „Unser Verein ist 2006 gegründet worden und hat derzeit 120 Mitglieder, davon 20 aktive. Unser Durchschnittsalter beträgt 65 Jahre und während der letzten 10 bis 15 Jahre hat sich unser Aufgabenspektrum sehr erweitert, wir sind damit neben der Sterbebegleitung auch in der psychologischen Begleitung von Angehörigen tätig, betreuen Kinder und stehen mit dem Kieler Hospiz in Verbindung oder bringen uns in Altenheimen ein“, fasste Frau Dittmer zusammen. Für ihre Mitmenschen da sind auch die Ostholsteiner, deren Mitarbeiterin im sozialen Dienst, Nina Hamm, die 3000 Euro freudestrahlend symbolisch in Empfang nahm. Gedacht ist das Geld für die Oldenburger Werkstätten, die 160 Personen mit Beeinträchtigung beschäftigen, beispielsweise im Talente Haus oder im Bereich Recycling in der Göhler Straße. „Wir veranstalten ja regelmäßig auch ein Sommerfest, da möchten wir gerne etwas Geld für besondere Attraktionen ausgeben“, verriet Frau Hamm. Ebenfalls für beeinträchtigte Menschen tätig ist der Verein Selbsthilfe medizinische Bewegung e.V., dessen Schriftführerin Silke Stoltenberg-Huhs vor Ort war und als Verwendungszweck für ihre 3000 Euro die Unterstützung des Reha-Sports für beeinträchtigte Menschen angab. Durch Fortbildungen von Trainerinnen und Trainern sowie die Neuanschaffung von Sportgeräten möchte der Verein sein Angebot erweitern und sicherstellen, so dass Menschen denen die Teilnahme an den Breitensportangeboten der normalen Vereine aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht möglich ist, sich auch an vielerlei Angeboten erfreuen können. Über die Anerkennung ihrer Arbeit im Landesverband für Legasthenie und Dyskalkulie Schleswig-Holstein freute sich als Vorsitzende Stefanie Johansen. Gerade die Feststellung und offizielle Anerkennung dieser Schwächen, die in unterschiedlichsten Ausprägungen vorkommen, ist für die Betroffenen wichtig. „Es ist bedauerlich, dass viele gute Förderansätze der 60ér Jahre Anfang der 70ér Jahre vom Gesetzgeber gestrichen wurden und Betroffene als faul oder unwillig diffamiert wurden. Somit kam es 1974 zur Gründung des Landes- und kurz darauf des Bundesverbandes“, informierte Frau Johannsen. „Unsere Aufgabe besteht mittlerweile darin, zu versuchen Einfluss auf die Gesetzgebung auszuüben, Eltern zu beraten und Betroffene in Seminaren zu betreuen“, fuhr sie fort und möchte mit der Spende Eltern und Betroffene bei den Kosten für die Testate entlasten. Entlastung bei der Lebensführung bietet auch Monika Knoepfle, Vorsitzende der Heiligenhafener Tafel mit ihrem Team. Auch für sie kommen die 3000 Euro gerade zur rechten Zeit, denn zwei altersschwache Kühltruhen können nun durch die Anschaffung eines neuen Gefrierschranks ersetzt und so die Kühlkette auch für die Zukunft sicher aufrecht erhalten werden. Wie alle Tafeln leidet auch die Tafel Heiligenhafen unter steigender Nachfrage unter anderen von Flüchtlingen aus der Ukraine und zugleich schwankendem Spendenaufkommen. „Bei uns geht bislang trotzdem niemand leer aus“, resümierte Frau Knoepfle über ihre ehrenamtliche Tätigkeit mit ihren 38 Mitstreiterinnen und Mitstreitern.

Als besonderen Service bieten sie sogar einen Lieferservice für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aufgrund persönlicher Beeinträchtigungen die Räumlichkeiten der Tafel nicht persönlich aufsuchen können und unterstützen ihre Kundinnen und Kunden bei der Wohnungssuche oder bei Ämterbesuchen. Unterstützung bietet auch der Verein Beistand am Lebensende e.V. für den Kassenwartin Margret Berner die Spende entgegennahm. Eingesetzt werden sollen die 3000 Euro für „Letzte Hilfe“- Kurse und Trauerarbeit sowie Trauergespräche. „Wir gehen beispielsweise in Kindergärten und Schulen, wo wir mit den Kindern und Jugendlichen über Leid und Verlust sprechen, was in den Familien oftmals nicht stattfindet“, informierte Frau Berner über ihre bei den Kindern und Jugendlichen sehr offen angenommene Arbeit. Denn schließlich gehört der Tod zum Leben und der Umgang mit Verlusten begegnet einem beispielsweise schon wenn das geliebte Haustier verstirbt. „Außerdem bieten wir in unserem Trauercafé Raum zur Trauerbewältigung und in unseren Kursen „Letzte Hilfe“ vermitteln wir interessierten Angehörigen, wie den Betroffenen das Sterben erleichtert werden kann indem versucht wird, den Interessen der Sterbenden / des Sterbenden gerecht zu werden“.

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