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Zeit für Begegnung am „Treffpunkt Offline“

„Treffpunkt Offline“

Sabine Stier, Leiterin der Familienbildungsstätte, Stadtbüchereileiterin Gaby Janssen, Ulrike Leptien, Leiterin des Sozialen Dienstleistungszentrums, die Plöner Gleichstellungsbeauftragte Marianne Terstiege-Lambers und Ilona von Buddenbrock, Initiatorin der Büchereiprojekte „Wollzeit“ und „Krabbe 17 liest“, (v.l.) werben für Gespräch und Begegnung am bundesweiten Tag der Offenen Gesellschaft.

Bild: L. Schneider

Plön (los). Austausch, Klönen, Diskutieren: Zeit für Begegnung ist die DNA des bundesweiten Tags der Offenen Gesellschaft 2026. Als „Treffpunkt Offline“ öffnen Sonnabend, 20. Juni, die Stadtbücherei Plön, Krabbe 17, und das benachbarte Alte E-Werk am Vierschillingsberg 21 ihre Türen. An verschiedenen Stationen erhält das Zusammen- und Ins-Gespräch-Kommen ein paar Spritzer Treibstoff extra. Dafür sorgen Ulrike Leptien, Leiterin des Sozialen Dienstleistungszentrums (SDLZ), Sabine Stier, Leiterin der Familienbildungsstätte und die Gleichstellungsbeauftragte Marianne Terstiege-Lambers sowie Stadtbüchereileiterin Gaby Janssen und Ilona von Buddenbrock, Initiatorin der Büchereiprojekte „Wollzeit“ und „Krabbe 17 liest“. Sie haben ihre Programmdetails vorgestellt und hoffen insbesondere auch auf männliche Besucher, die sich bewußt auf einen offenen Austausch einlassen mögen. Es gibt Aktionen für Groß und Klein und viele Themen an diesem Begegnungsnachmittags von 14 bis 17 Uhr. Die Parkplätze bleiben von der Veranstaltung unberührt, so dass jeder sie anfahren kann.

Obwohl für Plön eine Premiere, ist der Tag der Offenen Gesellschaft eigentlich nicht neu. „Den gibt es schon seit zehn Jahren“, sagt Gaby Janssen, „immer am dritten Sonnabend im Juni“. Für diesen Tag gilt „Treffpunkt Offline“. Diese Regel sei aus der Erkenntnis entstanden, dass „offline“ zu sein die Grundvoraussetzung ist, um miteinander überhaupt richtig ins Gespräch zu kommen. Handys bleiben also aus und in der Tasche.

Im Familienzentrum im Alten E-Werk gibt es Kaffee und frische Waffeln und zugleich die Gelegenheit zu klönen und sich kennenzulernen. Bei Sonnenschein wird das Außengelände hier zum gemütlichen Café, das übrigens abgesehen von dieser Veranstaltung bis September an jedem ersten Mittwoch im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr geöffnet ist. Nächster Termin ist der 1. Juli, so dass die nächste nette Klönrunde hier bald wieder zusammentreffen könnte. Sabine Stier bietet am Tag der Offenen Gesellschaft zudem lustige Aktionen wie Glitzertattoos für die Kinder an. Dazu ist der hintere Saal des Familienzentrums für sie geöffnet. Ulrike Leptien hat den Kinder- und Jugendbeirat mit ins Boot geholt, der aus sieben gewählten Vertretern besteht. Diese Kontaktmöglichkeit zu den Jüngeren, so ihre Idee, könne die ältere Generation gut nutzen, um über die Smartphones zu reden und die Tücken der Technik zu thematisieren – auch wenn dies das „Offline“-Thema auf den ersten Blick zu konterkarieren scheint.  Aber vielleicht könnte gerade diese schöne Gelegenheit dazu beitragen, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzten und sich zu trauen, seine Fragen zu stellen. Und aufeinander einzugehen.

Ulrike Leptien will auch eine Station mit „Dialogbox“ ausstatten. Eine Art Würfelspiel. Nur, dass die Würfel keine Punkte, sondern Fragen und Themen aufwerfen. Wer damit spielerisch einsteigt, mag zügig ins Gespräch kommen, zumal durchaus provozierende Fragekärtchen das Spielspektrum für ein fröhliches Reflektieren noch erheblich erweitern. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Plön Marianne Terstiege-Lambers steht für Gespräch und Austausch zur Verfügung und freut sich ausdrücklich, wenn männliche Gesprächspartner sich ebenfalls darauf einlassen. Denn „Demokratie braucht Gleichstellung“, unterstreicht sie, „und da müssen wir alle mit ins Boot holen.“ Ihre Themen am Tag der Offenen Gesellschaft: vielfältig. Wie etwa ist die Beziehung zwischen den Themen Erziehung und Demokratischem Gedankengut? „Wir haben ja politische Strömungen, die das Rad zurückdrehen wollen“, gibt sie zu bedenken und freut sich auf Gespräche auch zu diesem gesellschaftlichen Thema.

Ilona von Buddenbrock will den roten Faden des „Offline“-Nachmittags in einer kreativen „Wollzeit“ in oder vor der Stadtbücherei aufnehmen. Hier steht das Häkeln von Lesezeichen im Mittelpunkt und zugleich Gespräch und Austausch zum handwerklichen Knowhow und was den Teilnehmern sonst noch so einfällt. Man kann auch filzen oder stricken, sagt sie. Wer mag, ist eingeladen seine eigenen Häkelprojekte mitzubringen. Für Kinder bietet Gaby Janssen das Bemalen vorgefertigter Mandalas an, die je nach Wetter draußen auf einer Picknickdecke ausgemalt werden dürfen. Der Bücher- und DVD-flohmarkt der Stadtbücherei (im Keller) ist geöffnet, so dass hier nach noch unbekannten Buchtiteln geforscht werden kann. Auch die Büchereiräume stehen allen offen, so dass neue Buchtitel oder Gelesenes als Tipps und Themen zum Gesprächsgegenstand werden können. Jeder darf seine Chance nutzen und im Familienzentrum gegenüber einmal am Glücksrad drehen. Hier könnte etwas zu gewinnen sein: Zum Beispiel ein Gutschein der Eisdiele Cini, des Restaurants Eisenpfanne, von Rossmann, dem Reformhaus Benthien oder vom Räderwerk. Oder einen Preis aus dem Souveniershop der Plöner Tourist Info. Oder einen Buchpreis der Buchhandlung Schneider...

Aber auch ohne Preis besteht für jeden die Chance, mit dem guten Gefühl eines gewinnbringenden Austauschs nach Hause zu kommen. In diesem Sinne dürften alle zu den Gewinnern zählen.


 


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