Reporter Eutin

Eine Puppe fliegt lachend in den Tod

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Lachend sitzt die Puppe auf ihrem Sitz. Gleich wird sie einen Verkehrsunfall erleben, der in der Realität für ein Kind vermutlich mit schwersten Verletzungen oder dem Tod enden würde. Bürgermeisterin Hildegard Mersmann und Hans-Dieter Schwarz eröffneten auf dem Mönkeberger Marktplatz den Verkehrssicherheitstag.

Lachend sitzt die Puppe auf ihrem Sitz. Gleich wird sie einen Verkehrsunfall erleben, der in der Realität für ein Kind vermutlich mit schwersten Verletzungen oder dem Tod enden würde. Bürgermeisterin Hildegard Mersmann und Hans-Dieter Schwarz eröffneten auf dem Mönkeberger Marktplatz den Verkehrssicherheitstag.

Mönkeberg (kud). Die Babypuppe aus Plastik ruht fröhlich lachend unangeschnallt auf ihrem Sitz. Gleich wird sie rasant damit in die Tiefe stürzen und auf dem harten Boden landen. Barmherzige Helfer haben noch schnell ein weiches Kissen auf die Landefläche gelegt. Die Landung erfolgt weiterhin lachend. Einige Kinder heben die unversehrte Puppe auf und fordern eine Wiederholung der Darbietung. Das war lustig. Verkehrssicherheitstag in Mönkeberg, organisiert von der Kreisverkehrswacht und dem ACE Autoclub. Rund 40 Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Mönkeberg sind mit ihren Erzieherinnen zum Dorfplatz gekommen. Hans-Dieter Schwarz von der Kreisverkehrswacht: „Wir möchten Kinder so früh wie möglich für das Thema Sicherheit im Straßenverkehr sensibilisieren“. Der Hintergrund: Nach wie vor werden Kinder im Auto nicht oder falsch gesichert. Das Ergebnis, so Schwarz: „ 38 Prozent aller Kinder, die im Straßenverkehr Verletzungen erleiden, sind Mitfahrkinder. Mit unseren Aktionen, die wir auch schon für Kindergarten anbieten, möchten wir erreichen, dass die Kinder ihren Eltern zu Hause davon berichten oder die Eltern darauf aufmerksam machen, dass sie anders gesichert werden müssen“.
Auch das Thema „Fahrradhelm“ spielte bei der Aktion in Mönkeberg eine große Rolle. Hans-Dieter Schwarz: „ Ein Fahrradhelm schützt nur, wenn er die richtige Größe hat und fest auf dem Kopf sitzt. Eltern sollten sich vor dem Kauf gut beraten lassen, denn nicht alle Fabrikate bieten die notwendigen Sicherheitsstandards“. Eigene motorische Grenzen erkennen – auch das gehörte zu den Lernzielen des Vormittags. Der kleine Fahrradparcours, auf dem sich die Kinder ausprobieren konnten, wurde zur Herausforderung. Erzieherin Gunda Denmark: „Leider bietet der kleine Dorfplatz nicht genügend Raum, um einen Parcours so aufzubauen, dass er den motorischen der Kinder gerecht wird. So stießen viele Kinder an ihre Grenzen. Da sie in diesem Alter aber auf keinen Fall ohne Begleitung ihrer Eltern im Straßenverkehr unterwegs sein sollten, bleibt noch genügend Zeit zum Üben“.
Fünf Gruppen waren unterwegs auf dem Dorfplatz. Einige Themen waren trotz engagierter Präsentation der Mitarbeiter Verkehrswacht aber doch nicht so spannend wie die fliegende lachende Puppe, die an diesem Vormittag einige Tode gestorben ist, sehr zur Freude der Kinder, die bei dieser Darbietung eher an vergnügliche Rutschpartien von der Rutsche ihres Kindergartens gedacht haben. Hildegard Mersmann, Mönkebergs Bürgermeisterin, war mit von der Partie an diesem Vormittag. „Ich finde es sehr wichtig, schon die Kleinen dafür zu sensibilisieren, dass Straßenverkehr viel Aufmerksamkeit erfordert“, erklärte sie zu Beginn der Veranstaltung.


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