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Vorbeugen statt heilen

Ab April/Mai beginnen viele Insekten mit der Eiablage. Junge Pflanzen sind dann besonders gefährdet.

Ab April/Mai beginnen viele Insekten mit der Eiablage. Junge Pflanzen sind dann besonders gefährdet.

Bild: pexels.com/Birchmeier/akz-o

Wer im eigenen Garten Gemüse anbaut, weiß: Kaum zeigen sich die ersten zarten Blätter, sind Schädlinge nicht weit. Damit aus knackigem Gemüse keine durchlöcherten Sorgenkinder werden, lohnt sich ein durchdachtes, biologisches Schutzkonzept - von der Vorbeugung bis zur gezielten Behandlung.

 

Wie schützt man zartes Gemüse?

Die wichtigste Maßnahme beginnt bereits bei der Planung. Mischkultur wirkt oft Wunder: Kohl zwischen Sellerie oder Tomaten gepflanzt, wird seltener von der Kohlweißlingsraupe befallen. Zwiebeln neben Möhren irritieren die Möhrenfliege. Auch die Fruchtfolge ist entscheidend - Kohlarten sollten frühestens nach drei bis vier Jahren wieder ins gleiche Beet. Ein feinmaschiges Kulturschutznetz wehrt zuverlässig Kohlfliegen, Erdflöhe oder Möhrenfliegen ab. Wichtig ist, es direkt nach der Aussaat oder Pflanzung auszubringen und rundum dicht zu schließen, damit keine Eiablage möglich ist.

 

Biologisch spritzen - aber gezielt

Kommt es dennoch zum Befall, helfen biologische Mittel. Gegen Raupen - etwa vom Kohlweißling - wirkt Bacillus thuringiensis, ein natürliches Bakterium, das selektiv Schmetterlingslarven schädigt. Gegen Blattläuse helfen Kaliseifenlösungen oder Neem-Präparate. Wichtig ist eine gründliche Benetzung, auch der Blattunterseiten.

Für kleinere Gärten und Hochbeete sind handliche Sprühgeräte sinnvoll, wie zum Beispiel der akkubetriebene Birchmeier Accu Star 1.5. Auf Knopfdruck sprüht das Gerät aus allen Positionen, auch über Kopf, mit einem gleichmäßigen Sprühbild. Biologische Präparate lassen sich über einen längeren Zeitraum bequem ausbringen. Dabei schont die verstellbare Düse durch gezielte Ausbringung die Nützlinge.

 

Frühzeitig und regelmäßig kontrollieren

Besonderes Augenmerk gilt dem Frühjahr: Ab April/Mai beginnen viele Insekten mit der Eiablage. Junge Pflanzen sind dann besonders gefährdet. Im Hochsommer folgt oft eine zweite Generation von Kohlweißlingen oder Blattläusen. Regelmäßige Kontrollen - mindestens zweimal pro Woche - helfen, frühzeitig einzugreifen.

 

Nützlinge fördern

Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen sind wertvolle Helfer gegen Blattläuse und Raupen. Blühstreifen mit Dill, Fenchel oder Ringelblumen locken sie an. Auch ein vielfältiger Garten mit Rückzugsorten wie Totholz oder Kräuterecken stabilisiert das ökologische Gleichgewicht. (akz-o)


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