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Die häufigsten Krebsarten bei Frauen: Zahlen, Formen, Vorsorge

Bild: HFR

Krebserkrankungen bei Frauen zählen zu den häufigsten schweren Erkrankungen. Viele Formen sind jedoch durch Vorsorge gut behandelbar oder sogar vermeidbar.

Die wichtigsten Krebsarten im Überblick:

1. Brustkrebs (Mammakarzinom)

• Häufigste Krebserkrankung bei Frauen

• Vor allem ab dem 50. Lebensjahr, aber auch deutlich jünger

• Symptome: Knoten, Hautveränderungen, Einziehungen der Brustwarze

• Früherkennung: Mammographie-Screening

• Gute Heilungschancen bei früher Diagnose

2. Darmkrebs (Kolorektales Karzinom)

• Zweithäufigste Krebserkrankung

• Entsteht oft aus gutartigen Polypen

• Symptome: Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten

• Vorsorge: Stuhltest und Darmspiegelung


3. Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

• Häufigkeit bei Frauen steigend

• Hauptursache: Rauchen

• Symptome: anhaltender Husten, Atemnot, Gewichtsverlust

• Oft späte Diagnose


4. Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)

• Betrifft vor allem Frauen nach den Wechseljahren

• Warnsignal: Blutungen nach der Menopause

• Gute Prognose bei früher Erkennung


5. Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

• Wird häufig spät erkannt

• Unspezifische Beschwerden wie Blähungen oder Druckgefühl

• Kein flächendeckendes Screening


6. Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

• Meist Folge einer HPV-Infektion

• Vorsorge durch Pap- und HPV-Test

• Prävention durch HPV-Impfung möglich

Wichtig zu wissen: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollen bis zum 17. Geburtstag nachgeholt werden. Ziel ist es, vor HPV-bedingten Krebserkrankungen – darunter Gebärmutterhalskrebs sowie Krebsarten im Mund-Rachen-Bereich, am After und am Penis – zu schützen.

Die Empfehlung gilt geschlechtsneutral seit 2018 und wird vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht. Jungen können selbst an HPV-bedingten Erkrankungen erkranken und tragen zudem zur Weiterverbreitung der Viren bei. Durch die Impfung beider Geschlechter wird daher auch der Gemeinschaftsschutz gestärkt und die Viruszirkulation langfristig reduziert. (red/gm)


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