Marlies Henke
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20 Jahre „Beistand am Lebensende“

Vorsitzende Annette Schmitz.

Vorsitzende Annette Schmitz.

Bild: Hfr

Neustadt in Holstein. 2005 von 20 Mitgliedern gegründet, zählt der Verein „Beistand am Lebensende“ heute fast 150 Mitglieder. Seitdem engagiert er sich dafür, dass schwerkranke und sterbende Menschen ihre letzte Lebenszeit in vertrauter Umgebung verbringen können, zu Hause oder im Pflegeheim. Der ambulante Hospizdienst arbeitet dabei eng mit Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Ärzten und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung zusammen. Im Mittelpunkt steht die psychosoziale Begleitung der Patientinnen und Patienten sowie ihrer Angehörigen - von Unterstützung im Umgang mit der Krankheit bis hin zur liebevollen Beschäftigung der Betroffenen. Die Wünsche der Sterbenden stehen stets im Vordergrund, gleichzeitig werden Angehörige entlastet.

Knapp 50 Ehrenamtliche engagieren sich aktuell. Sie bringen Zeit, Offenheit und Empathie mit, verstehen sich aber nicht als Therapeuten. Für ihren Einsatz absolvieren sie einen umfassenden Vorbereitungskurs mit Themen wie Lebensqualität, Biografiearbeit, Kommunikation, Spiritualität, Schmerztherapie und dem Umgang mit Trauer. Praktische Einblicke erhalten die Teilnehmenden bei einem Praktikum auf einer Palliativstation.
Darüber hinaus macht sich der Verein dafür stark, das Thema Sterben und Tod in die Öffentlichkeit zu bringen. Auch Kinder und Jugendliche werden behutsam einbezogen: Ehrenamtliche besuchen Kindergartengruppen, Schulklassen oder Konfirmandengruppen mit altersgerechtem Material. Für Trauernde gibt es Einzelgespräche, ein monatliches Trauercafé und zertifizierte Letzte-Hilfe-Kurse. Die Arbeit ist nur durch das Engagement von Freiwilligen und Spenden möglich, denn die Sterbebegleitung wird lediglich anteilig von den Krankenkassen finanziert. Jede Form der Unterstützung ist willkommen. (red)


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