reporter Neustadt

Sicher in die Segelsaison

Wer seine Ausrüstung regelmäßig kontrolliert und mögliche Schwachstellen frühzeitig erkennt, schafft die besten Voraussetzungen für entspannte und sichere Törns.

Wer seine Ausrüstung regelmäßig kontrolliert und mögliche Schwachstellen frühzeitig erkennt, schafft die besten Voraussetzungen für entspannte und sichere Törns.

Bild: Adobe Stock

Die Segelsaison auf der Ostsee läuft auf Hochtouren. Während viele Skipper bereits die ersten Törns zwischen Neustadt, Grömitz, Heiligenhafen und Fehmarn hinter sich haben, lohnt sich auch mitten in der Saison ein kritischer Blick auf die Sicherheitsausrüstung an Bord. Denn technische Defekte, plötzliche Wetterumschwünge oder medizinische Notfälle gehören zu den häufigsten Gründen für Hilfeleistungen auf See.

• Besonders wichtig ist die Kontrolle der Rettungswesten. Automatikwesten sollten regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Dazu gehören die CO2-Patrone, die Auslösetablette sowie der allgemeine Zustand der Weste. Experten empfehlen, die Westen mindestens einmal jährlich einer gründlichen Kontrolle zu unterziehen. Beschädigte Gurte oder korrodierte Metallteile können im Ernstfall lebensgefährlich werden.

• Auch die Seenotsignalmittel verdienen Aufmerksamkeit. Falls an Bord Signalraketen, Handfackeln oder Rauchsignale mitgeführt werden, sollte das Ablaufdatum kontrolliert werden. Abgelaufene Signalmittel dürfen nicht mehr verwendet und müssen fachgerecht entsorgt werden. Viele Wassersportvereine und Fachhändler bieten hierfür regelmäßig Sammelaktionen an.

• Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kommunikation. Wer ein UKW-Seefunkgerät an Bord hat, sollte vor jedem längeren Törn dessen Funktion testen. Gerade in der Lübecker Bucht und entlang der Küste Ostholsteins ermöglicht der Seefunk im Notfall schnelle Hilfe. Gleichzeitig sollte überprüft werden, ob aktuelle Seekarten und wichtige Notrufnummern verfügbar sind.

• Nicht unterschätzt werden sollte die medizinische Ausrüstung. Verbandsmaterial, Pflaster und Desinfektionsmittel verlieren mit der Zeit ihre Haltbarkeit. Ein Blick in den Bordverbandskasten gehört deshalb ebenso zur Saisonvorbereitung wie die Kontrolle von Taschenlampen und Ersatzbatterien.

• Besondere Aufmerksamkeit verdient das Wetter. Die Ostsee gilt zwar als vergleichsweise geschütztes Revier, dennoch können Gewitterzellen und plötzlich auffrischende Winde innerhalb kurzer Zeit für anspruchsvolle Bedingungen sorgen. Moderne Wetter-Apps und aktuelle Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes gehören daher für viele erfahrene Skipper inzwischen zur Standardausrüstung.

• Auch die Technik des Bootes selbst sollte regelmäßig überprüft werden. Dazu zählen die Funktion der Navigationslichter, der Ladezustand der Batterien, Bilgenpumpe, Motor sowie die gesamte stehende und laufende Takelage. Kleine Schäden, die im Hafen noch harmlos erscheinen, können auf See schnell größere Probleme verursachen.

Sicherheits-Check für Skipper

* Rettungswesten auf Funktion prüfen

* Ablaufdaten der Seenotsignalmittel kontrollieren

* UKW-Funkgerät testen

* Verbandkasten überprüfen

* Batterien und Navigationslichter kontrollieren

* Bilgenpumpe und Motor testen

* Wetterbericht vor jedem Törn einholen

* Aktuelle Seekarten an Bord haben

So steht einem sicheren Segelsommer auf der Ostsee nichts im Wege. (red)


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