Zwischen Rapsduft und Ostseeluft
Zu Pfingsten zeigt sich Ostholstein wieder von seiner besonders schönen Seite. Entlang der Straßen und Feldwege leuchten die Rapsfelder derzeit kräftig gelb und verwandeln die Landschaft in ein echtes Frühlingspanorama. Gerade jetzt zieht es viele Menschen hinaus aufs Fahrrad, um die Region zwischen Küste, kleinen Dörfern und weiten Feldern ganz entspannt zu entdecken. Besonders an warmen Tagen liegt dabei vielerorts auch der typische Duft der Rapsblüte in der Luft. Manche empfinden ihn als angenehm süßlich und fast sommerlich, andere eher als intensiv oder ungewohnt.
Ist Raps gefährlich oder ist das nur ein Gerücht?
Rund um den Raps halten sich seit Jahren verschiedene Gerüchte, etwa dass die Pflanze giftig oder gesundheitsschädlich sei. Tatsächlich geht von blühendem Raps jedoch keine Gefahr aus. Der intensive Geruch kann zwar empfindlichen Menschen gelegentlich Kopfschmerzen bereiten oder als unangenehm wahrgenommen werden, gesundheitsschädlich ist die Pflanze deshalb aber nicht. Für viele gehört der Duft inzwischen genauso zum Frühling in Ostholstein wie die Ostseebrise oder das erste Fischbrötchen des Jahres.
Ausflug durch den Raps mit Einkehr
Wer jetzt mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet entlang der Strecke zahlreiche Möglichkeiten für eine entspannte Pause. Cafés, Restaurants und Hofläden laden dazu ein, die Feiertage bei gutem Essen, Kaffee und Kuchen oder regionalen Spezialitäten zu genießen.
Bei uns blüht der Raps besonders gerne
Im Norden Deutschlands gibt es besonders viele Rapsfelder, weil hier mehrere Bedingungen zusammenkommen, die für den Anbau ideal sind. Schleswig-Holstein zählt deshalb seit vielen Jahren zu den wichtigsten Rapsregionen Deutschlands.
Ein großer Vorteil sind die weiten, offenen Agrarflächen und die fruchtbaren Böden. Vor allem die vergleichsweise schweren und nährstoffreichen Böden in vielen Teilen Ostholsteins eignen sich sehr gut für den Rapsanbau. Dazu kommt das eher maritime Klima mit ausreichend Niederschlägen und meist gemäßigten Temperaturen. Raps benötigt vor allem im Frühjahr viel Feuchtigkeit und kommt mit dem Klima im Norden deshalb gut zurecht.
Dafür wird Raps verwendet
Außerdem spielt Raps in der Landwirtschaft wirtschaftlich eine wichtige Rolle. Die Pflanze wird unter anderem für Speiseöl, Tierfutter und Biodiesel genutzt. Gleichzeitig ist Raps für viele Betriebe eine wichtige sogenannte Fruchtfolgepflanze. Das bedeutet: Er wird bewusst zwischen anderen Feldfrüchten angebaut, weil er den Boden auflockert und sich positiv auf nachfolgende Kulturen wie Weizen auswirken kann.
Blühende Rapsfelder bringen den Frühling
Dass die Felder im Norden besonders auffallen, liegt aber auch an der Landschaft selbst. Die großen offenen Flächen, die sanften Hügel Ostholsteins und der weite Blick sorgen dafür, dass die gelben Felder gerade im Frühjahr das Landschaftsbild prägen wie kaum anderswo in Deutschland. (gm)


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