Reporter Eutin

Der Klenzauer See - 25 Jahre nach seiner Wiederherstellung

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Klenzau (t). Im Mai dieses Jahres jährt sich zum 25. Mal der 31. Mai, an dem der wiederhergestellte Klenzauer See im Zusammenhang mit einem vereinfachten Flurbereinigungsverfahren der Öffentlichkeit übergeben wurde. Ermöglicht wurde die Wiederherstellung des ungefähr neun bis zehn Hektar großen, kreisstadt-nahen Gewässers durch die Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern, dem Wasser- und Bodenverband Ostholstein, der Gemeinde Bosau sowie mit dem Amt für Land- und Wasserwirtschaft in Lübeck ( ALW ).
Bis in die 1930-er Jahre bereits als kleines Gewässer vorhanden, ist der heutige Klenzauer See danach als Grünland genutzt worden; ab 1995 wurde das Areal in eine agrarstrukturelle Maßnahme einbezogen, mit dem Ziel der Entrohrung der Liensfelder Au sowie dem Bau eines Überlaufwerkes durch den Wasser- und Bodenverband Schwartau, so dass eine geplante Renaturierung einsetzte und das Wasser aufgestaut werden konnte. Einherging eine Dorferneuerung sowie der Bau eines Geh- und Radweges.
Da sich wegen fehlenden ausreichenden Niederschlages der See sich erst Mitte Februar 1996 langsam füllte, erfolgte der Abschluss des Gesamtvorhabens und seine Übergabe in der “freundlicheren” Jahreszeit Ende Mai.
Vom ALW mit der vogelkundlichen Begleitung freundlich beauftragt, hatte die Vogelschutzgruppe Eutin-Bad Malente ( VSG ) während der Brutsaison Beobachtungen und Zählungen vorgenommen, die die Entwicklung dieses Naturschutzprojektes dokumentieren sollten, war doch zu erwarten, dass sich Flora und Fauna durch den Wasserstand stark verändern würden. Das zurückweichende Schilf “verführte” bereits im ersten Jahr ein Paar Rohrweihen, in Erwartung einsetzender, dichter Begrünung dort zu brüten; auf den Führungen der VSG war es daher mit Hilfe eines Spektivs möglich, vom Fußweg direkt in die Kinderstube der Greife zu schauen - sie konnten drei Junge großziehen.
Besonders auffallend im ersten Jahr der Wiedergeburt des Sees war die Besiedelung zum Teil spektakulärer Vogelarten, unter denen sich drei Paare Rothalstaucher befanden, die vier Nachkommen aufzogen. Vor allen Dingen im Mai und Juni waren ihre mehr an das Quieken von Schweinen als an Balzlaute erinnernde Laute bis in das Dorf Klenzau zu hören.
Im Spätsommer, als erwartungsgemäß der Durchzug der Limikolen ( Watvögel ) einsetzte, zeigte der Klenzauer See seine Anziehungskraft auf Waldwasserläufer, Rotschenkel, Alpenstrandläufer und Kampfläufer, die auf ihrem Weg aus der skandinavischen Brutheimat in den Süden oder Südwesten rasteten.
Ab 1997 war bereits zu erkennen, dass sich der Pflanzenbestand des gesamten Areals verändert hatte. Das Schilf inmitten des Sees war durch die Erhöhung des Wasserstandes verschwunden, es siedelten sich im Uferbereich Rohrkolben und
Rohrglanzgras an sowie in den Flachwasserzonen blühende Wasserkräuter, die einem Höckerschwanpaar die Gelegenheit gab, auf einer hohen Vegetationsschicht aus vier Eier drei Junge zu erbrüten. Die Rothalstaucherpaare hatten sich auf sieben erhöht, und es konnte die erste Brut der Beutelmeise nachgewiesen werden. Die Veränderung am und im See zeigte sich im Verlaufe der folgenden Jahre besonders durch die peu a peu eingehenden Weiden, da für die am ( ! ) Wasser lebende Baumart nun im ( ! ) Wasser zu stehen, das Weiterleben nicht möglich war.
Der Klenzauer See hat die Erwartungen der Freunde der Natur während seines nunmehr 25-jährigen Bestehens voll erfüllt. Und das meint auch der Seeadler, der regelmäßig seine Besuche dort absolviert; es ist immer wieder faszinierend, ihn bei der Jagd zu beobachten, wenn sämtliche Flügel “ehrfurchtsvoll” das Weite oder Unterschlupf am Ufer suchen.


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