Reporter Eutin

Ein Zeichen für den Frieden setzen

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Eutin (jo). „Von deutschem Boden wird nur noch Frieden ausgehen“ - dies wird die Aufschrift des Gedenksteins sein, der eigentlich am Dienstag, dem 1. September, dem Weltfriedenstag, im Eutiner Seepark eingeweiht werden sollte. Eingeladen hatten der Eutiner Friedenskreis und die Gewerkschaften ver.di-Regionalvorstand Eutin zusammen mit dem DGB-Kreisvorstand Ostholstein. Auch wenn der Stein selbst noch nicht aufgestellt werden konnte, kamen eine Reihe von Menschen um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen. Gemeinsam wurde gesungen, es wurden Reden gehalten und am Ende war Zeit für Gespräche. Auf eine Ansprache von Lutz Tamchina vom Friedenskreis, in der er für den Friedensbaum dankte, der vor einem Jahr an derselben Stelle gepflanzt worden war, folgte eine kurze Rede von Karen Genn, in der sie zu mehr Akzeptanz aufrief. „Frieden heißt nicht nur, dass kein Krieg herrscht, sondern Frieden ist eine Lebensweise.“, so die Vorsitzende des Friedenskreises. Mit „We shall overcome“, „Sag mir wo die Blumen sind“, „Der Traum vom Frieden“ und „Donna Donna“ sang Tina Benz Friedenshymnen mit historischem Hintergrund. Die Anwesenden ließen sich mitreißen und sangen kräftig mit. Ein ganz persönliches Beispiel dafür, welches Leid Krieg verursacht, hatte Wolfgang Schiller mitgebracht: Auf einem Tisch hatte der Eutiner Friedensaktivist den Brief mit der Todesnachricht seines Onkels, der im Zweiten Weltkrieg mit nur 18 Jahren ums Leben kam, ausgestellt.
Wann genau die Gedenktafel tatsächlich aufgestellt werden kann, steht noch nicht fest: „Die Politik wird noch einbezogen. Davon hängt der weitere Verlauf ab, so dass wir zeitlich noch nichts Konkretes sagen können“, teilte Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt dazu auf Nachfrage mit.
Die Initiatorinnen und Initiatoren hoffen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis der Gedenkstein neben dem Friedensbaum im Seepark steht. Die Aufschrift ist ein Satz des 2 4 Vertrages, der 1990 im Zuge der deutschen Wiedervereinigung zwischen der BRD und DDR, Frankreich, der Sowjetunion, Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika geschlossen wurde. „Das wurde in den letzten Jahren mehrfach missachtet“, sagte Holger Krause, ver.di-Bezirksvorsitzender, und nannte Waffenexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr als Beispiel. Künftig solle die Zeile vorbeigehende SpaziergängerInnen mahnen und sie zu Nachdenken und entschlossenem Handeln bringen.


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