Reporter Eutin

„So haben Sie ‚Cabaret‘ noch nicht gesehen!“

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Eutin (wh). „Willkommen, bienvenue, welcome!“ heißt es am Freitag, dem 2. Juli um 20 Uhr, zum Auftakt des Musicals „Cabaret“ auf der Eutiner Freilichtbühne am See. Regisseur Tobias Materna zieht nach über der Hälfte der Probezeit sichtlich zufrieden Bilanz: “Wir stehen im Zeitplan da, wo wir stehen wollen!“ Die Grundstruktur des Stückes steht, die Szenen sind gestellt, die Orchesterproben beginnen, die Darsteller wissen, was sie zu tun haben, und wenn am Donnerstag Musiker und Ensemble erstmals zusammen proben, beginnt die Feinarbeit.
Die Darsteller müssen teilweise in winterlichen Kostümen proben, was bei der derzeitigen Temperatur bestimmt anstrengend ist. Dass sie sozusagen fast täglich Silvester feiern müssen, liegt an der Handlung, die um den Jahreswechsel 1932 spielt. Ein Wendepunkt in der Geschichte der Weimarer Republik. So bilden private und gesellschaftliche Probleme und die Nazi-Dämmerung den historischen Hintergrund des überwiegend heiteren und unterhaltsamen Musicals. Verweise auf Parallelen in der heutigen Zeit erfolgen „ohne Zeigefinger“, sagt Tobias Materna, der eine Reihe von Überraschungen in petto hat. So spielt die Handlung auf der Eutiner Bühne nicht in einem Berliner Nachtclub, sondern in einer Zirkusmanege, wo private Realität und Club-Atmosphäre miteinander „verschwimmen“ sollen.
 

Das Orchester wird als eine Club-Band agieren, und zwar statt im Graben oben auf der Bühne, flankiert von „Clubgästen“, links und rechts an Cafétischen sitzend. Der “verwaiste” Orchestergraben wird jedoch als Nachtclubkeller in die Handlung einbezogen. Wie, bleibt noch Geheimnis, doch eine weitere Überraschung wurde schon verraten: Dass es keinen Dirigenten im erwartbaren Sinne geben wird, sondern der musikalische Leiter Christoph Bönecker wird seine zehnköpfige Band eigenhändig und ohne Stab-Schwingen am Klavier begleiten.
Regisseur Materna ist die Vorfreude anzusehen, wenn er auf der Pressekonferenz verkündet: „So haben Sie Cabaret noch nicht gesehen!“ Wie Materna sind auch der musikalische Leiter Christoph Bönecker und Choreograf und Co-Regisseur Vanni Viscusi vom Teamgeist und der Spielfreude der international besetzten Darsteller, Tänzer und Musiker begeistert.
 

Durch Corona hat sich zwar manches in Planung und Organisation erschwert. Doch auf der Bühne soll das C-Wort weder fallen noch auffallen; in der Freiluft-Manege gibt es keinen Abstand, keine Maske. Doch alle an der Produktion direkt oder indirekt Beteiligten, ob Künstler, Bühnentechniker, Mitarbeiter in der Opernscheune und drumherum, alle werden jeden Tag getestet. In den Innenräumen werden die Corona-Vorschriften allerdings eingehalten, erklärt Geschäftsführerin und Produktionsleiterin Anna-Luise Hoffmann.
Zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Proben mit der Buchung von bisher 15.000 Karten zeigt sich Festspiel-Geschäftsführer Falk Herzog. Er bittet Kunden um Verständnis, dass nicht alle speziellen Platzwünsche erfüllt werden könnten. Max Raabe und „Eutin singt“ seien bereits komplett ausverkauft. – Bleibt zu hoffen, dass in diesem Jahr das Wetter „mitspielt“, sobald es am 2. Juli im “Cabaret”-Zirkus heißt: Manege frei!


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