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Der richtige „Dreh“ für Sport im Alltag

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Plön (los). Hüpfen bis zum Abwinken: Mit dem Seilspring-Projekt Skipping Hearts will die Deutsche Herzstiftung Kindern präventiv den Spaß an einem bewegungsreichen Alltags vermittelt und ihnen so buchstäblich auf die Sprünge helfen. Übungsleiter Martin Curth aus Lübeck besuchte die Rodomstorschule für eine Trainingseinheit mit der Klasse 4b. Dabei zeigte sich, dass die Aktion für Ungeübte am Anfang gar nicht so einfach ist. „Um im Rhythmus zu bleiben, muss man den Körper gut in Bewegung halten“, erläutert Martin Curth. Und so zeigt sich: Wer seine Hopser nicht auf die Rotationsgeschwindigkeit seines Seils abstimmt, kämpft mit Unterbrechungen. Doch das ist nur eine Frage der Zeit. Sobald alle den „Dreh“ heraushaben, läuft in der 4b die Sache rund, ob im Einzel- oder Gruppensprung.
„Seilspringen erfordert Kondition und eine gute Koordination“, verdeutlicht der ehemalige Leistungssportler.

 

Aus diesem Grund trainierten sämtliche Sparten mit dem Springseil. Insbesondere Boxer führten das Training bis zu einer Stunde durch, um für das Tänzeln um den Gegner im Ring die nötige Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft und ein feineres Reaktionsvermögen zu entwickeln. Selbst Wassersportler profitierten vom Springseiltraining. Als Ruderer ist Curth mehrfach Weltmeister gewesen und kann auf jahrelange Erfahrungen als Trainer im Sportverein zurückblicken. Gerade das Springseil biete als besonders unkompliziertes Sportgerät viele Vorteile, sagt er. „Es kostet nicht viel Geld und man kann jederzeit und überall loslegen.“ Zudem sei es geeignet, zu mehreren Sport zu machen. „Sinn ist, dass die Kinder das fortsetzen und Spaß haben.“

 


Als Skipping Hearts Projektleiter besuchte Curth zahlreiche Grundschulen im Norden. Dabei stellte er bezüglich der Sportlichkeit Unterschiede fest: „Je größer die Städte, desto größer die Defizite“, sagt er. Denn bereits die Grundschulkinder säßen täglich mehrere Stunden am Computer oder Fernseher. Auch in Bezug auf Übergewicht seien die Auswirkungen dieser Lebensgewohnheiten deutlich. Doch ein schlagkräftiges Herz kann sich nur mit einem täglichen Maß körperlicher Anstrengung entwickeln. Es ist ein Muskel, der wie Wade oder Bizeps zum rennen und stemmen für seine Pumpleistung durch Training gepflegt werden will, lernen die Kinder. Und das ein Leben lang.

 


Das Projekt Skipping Hearts wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München wissenschaftlich untersucht. Mehr als 1.250.000 Kinder haben daran bundesweit schon teilgenommen.


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