Reporter Eutin

Eine Würdigung gemeinnützigen Einsatzes

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Plön (los). Zum 19. Mal hat der Kreis Plön die Ehrennadel an engagierte Bürger verliehen und sie damit für ihr Engagement für die Gesellschaft ausgezeichnet. Hintergrund der Ehrung ist der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember, den die Vereinten Nationen 1985 durch eine Resolution festgelegt hatten. Sieben „Kreisplöner“ nahmen am 1. Dezember im historischen Prinzenhaus im Plöner Schlossgebiet ihre Urkunden im Rahmen einer Feierstunde von Landrätin Stephanie Ladwig und Kreispräsident Stefan Leyk in Empfang.
Hans-Peter Stuhr aus Krokau wurde für vier Jahrzehnte ehrenamtlicher Tätigkeit in seiner Gemeinde gewürdigt. Der Probsteier hatte sich als Vorsitzender in der Schweinegilde, in der Spielplatz AG sowie im Mühlenverein engagiert. Stuhr vermittelte im Rahmen von Führungen die Funktionsweise der alten Krokauer Windmühle, war für die Technik des restaurierten Galerie-Holländers verantwortlich, schob Kinderfeste an, war in der Gemeindevertretung aktiv, stets hilfsbereit zur Stelle und somit „aus dem Dorf nicht wegzudenken“.
Auch Klaus Sydow hat die Ehrennadel für sein breit gefächertes Engagement erhalten, etwa als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, der er seit 1981 angehört, unter anderem in der Funktion des stellvertretenden Gemeindewehrführers bis hin zum Sprecher der Ehrenabteilung. Seit 1986 auch Mitglied im Heikendorfer Sportverein von 1924, sorgte er zudem als Trainer (Jugend- und Herrenbereich) für Fitness, als Schiedsrichter für faire Spiele, war Mitglied im Spielausschuss und in der Platzkommission sowie im Vorstand tätig. Aktuell ist er zweiter Vorsitzender des Heikendorfer Seniorenbeirats, dem Klaus Sydow seit 2013 angehört. 2014 wurde er dazu noch Vorstandsmitglied und 2018 Vorsitzender des SoVD Ortsvereins.
Annkatrin Mölln aus Barmissen hat sich 31 Jahre lang in der Kirchengemeinde Kirchbarkau engagiert, im Kirchenvorstand beziehungsweise im Kirchengemeinderat, zunächst als erste und einzige Frau. Jahrelang war sie stellvertretende Vorsitzende, einige Zeit auch Vorsitzende, und stets „mit einem offenen Ohr für ihre Mitmenschen“. Annkatrin Mölln übernahm viele Jahre die Vertretung des Kirchenbüros während der Urlaubszeiten sowie Küster- und Lektorendienste, kümmerte sich um das Gemeindehaus und wirkte bei Gemeindefesten, Gottesdiensten und Musicalprojekten (auf und hinter der Bühne) mit.
Auf Vorschlag der Stadt Lütjenburg erhielt Jürgen Blauert aus Vogelsdorf, Gemeinde Klamp die Ehrennadel des Kreises. Seit über 60 Jahren Mitglied im TSV Lütjenburg spielte Blauert in dem Sportverein zunächst Fußball, später Handball, wurde Handballobmann und Schiedsrichter. 2007 zum Vorsitzenden gewählt schob Jürgen Blauert viele Projekte wie die Teilsanierung des Sportlerheims, die 150-Jahr-Feier und die Integration von Flüchtlingen an. So wurde 2016 mit sportbegeisterten Flüchtlingen eine Fußballmannschaft gegründet, die im regulären Spielbetrieb in der B-Klasse angemeldet wurde und inzwischen in die A-Klasse aufgestiegen ist. Blauert kümmerte sich persönlich um die Ausstattung durch Einwerben von Sach- und Geldspenden. Zudem organisiert er in Lütjenburg regelmäßige Treffen von Vertretern aus Sport, Wirtschaft und Politik zwecks Gedankenaustausches. Darüber hinaus brachte er sich in der Städtepartnerschaftskommission Lütjenburg-Sternberg ein und unterstützt dabei insbesondere die Kontakte der Sportvereine untereinander.
Klaus Schildknecht bezeichnete Landrätin Stephanie Ladwig als „einen echten Helden, der sein Leben der Feuerwehr und damit der Hilfe seiner Mitmenschen in größter Not gewidmet hat“. Der Schellhorner verbucht 48 Dienstjahre in der Freiwilligen Feuerwehr Schellhorn, war 26 Jahre lang Wehrführer, danach Ehrenwehrführer und Ehrenmitglied seiner Wehr. Vom Großbrand im Kloster Preetz 1959 bis zu schweren Verkehrsunfällen auf der B76 war er bei zahlreichen Hilfs- und Rettungseinsätzen dabei, durch die viele Verletzte überleben konnten. Auch die Schneekatastrophe 1978/79 und große Orkanstürme wie 1976, 1989 und zu Beginn der 90-er Jahre forderten Einsätze bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Seit den 1970-er Jahren engagierte sich Schildknecht zudem als Gemeindevertreter und übte von 2000 bis 2008 das Amt des Bürgermeisters in Schellhorn aus.
Die Plönerin Martina Bläse hat die Ehrennadel für ihren umfassenden Einsatz bei der DLRG erhalten, deren Mitglied sie seit 1972 ist. Insbesondere das „Wach-Mini-Projekt“, das 2002 von Martina Bläse entwickelt worden ist, hob die Landrätin hervor. In diesem bildet die DLRG Jugendliche ab 10 Jahren zunächst zu Wachhelfern, anschließend zu Wachgängern aus. Das Konzept findet heute bundesweit Anwendung.
Martina Bläse ist als technische Leiterin für den Bereich Ausbildung zuständig, engagiert sich als Jugendleiterin, bietet spezielle Ausbildungen für Kindernotfälle an und führt das Inklusionsprojekt „Schwimmen für besondere Gruppen“ durch. Zudem kümmerte sie sich um Schwimmschulungen bei Feuerwehren, Kindergärten und vielen weiteren Einrichtungen sowie um die Sicherung auf dem Wasser im Rahmen von Festen wie dem Plöner Stadtbuchtfest, dem Fischerfest der Fischerei Lassner am Großen Plöner See in Ascheberg und bei Regatten.
Feuerwehr, Gemeindevertretung, Landwirtschaft sind die Bereiche, in denen sich Horst Blohm für seinen Wohnort Rendswühren eingesetzt hat. Als Gemeindevertreter ist er seit 1994 aktiv gewesen, war sechs Jahre lang stellvertretender Bürgermeister, fünf Jahre Vorsitzender des Finanzausschusses sowie 10 Jahre auch des Wegeausschusses. Der heutige Ehrenwehrführer war zudem 18 Jahre lang Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neuenrade/Rendswühren, außerdem 13 Jahre lang Vorsitzender des Betriebshilfsdienstes Bokhorst und Umgebung. Dieser Verein organisiert landwirtschaftliche Hilfe. Wenn etwa im Urlaubs- oder Krankheitsfall oder aufgrund familiärer Ereignisse Unterstützung im Betrieb nötig ist, kommen Helfer vom Betriebsdienst auf den Hof.


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