Reporter Eutin

Faschingsferien mit Gänsehautmoment

Bilder

Kreis Plön (dif). Dass die Anhänger des Handballbundesligisten THW Kiel über ganz Deutschland verstreut sind, ist sicherlich keine neue Meldung und auch nicht gerade verwunderlich. Die Spieler des Rekordmeisters zeigten in der Vergangenheit durch viele Aktionen immer wieder, wie sehr sie- trotz aller ihrer nationalen und internationalen Erfolge- bodenständig und Allüren frei geblieben sind. Gerade in diesen doch eher dunklen Zeiten konnten die Zebras nun kürzlich einen kleinen Jungen aus der Nähe von Fürth mehr als glücklich machen. Doch der Reihe nach: Eigentlich sollte es für den 11-jährige Henri aus Roßtal ein ganz normaler Faschingsausflug zur Verwandtschaft aus dem hohen Norden werden.
 
Schon vorab hatte seine Mutter ihn mit einer Karte für das Bundesligaspiel zwischen dem THW und dem HC Erlangen in der Kieler Wunderino-Arena überraschen können. Als Sahnehäubchen oben drauf gab es sogar noch ein Trikot des amtierenden Meisters von der Förde. Für den Jungen, selbst aktiver und begeisterter Handballer beim heimischen TSV, schon das „high-light“ des Jahres. Doch es sollte noch besser kommen, viel viel besser. Seine Tante nahm über Instagram Kontakt zu Hendrik Pekeler auf, dem absoluten Kieler Lieblingsspielers ihres Neffen. Ziel war die vage Hoffnung ein Treffen mit dem Kreisläufer zu ermöglichen. Der Ex-Nationalspieler antworte sofort und schlug gleich als Treffpunkt das Leistungszentrum des THW vor. Nach einer vor Aufregung schlaflosen Nacht konnte sich der komplett perplexe Teenie nicht nur auf Liebling „Peke“ freuen, sondern traf weitere 13 Zebra-Spieler, die alle gerne und völlig entspannt mit ihm die gewünschten Bilder machten. Natürlich erhielt er auch von jedem seiner Stars ein Autogramm und streichelte dabei glücklich sein neues Trikot. Unter den Akteuren war auch Patrick Wiencek, der ja kurz danach seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündete. Im Laufe der Foto-Session stellte sich für den kleinen Henri heraus, dass die Eltern Weinholds, gebürtiger Fürther, nur acht Kilometer vom Hause seiner Familie beheimatet sind. Natürlich kennt der langjährige THW-Akteur und Ex-Nationalspieler Weinhold auch Henris TSV Roßtal. Ein ungewolltes aber schönes Treffen mit einem „Nachbarn“ also.
 
Fazit: Die Spieler des THW haben wieder einmal gezeigt, wie „normal“ auch so genannte Sport-Stars sein können und haben einem Jungen aus dem Landkreis Fürth einen Gänsehautmoment in Kiel beschert. Der kleine Handballfan ist nach Information seiner Eltern immer noch komplett aus dem Häuschen (O-Ton beim nächsten Spiel war dann: „Ich kann es immer noch nicht fassen, habe die alle persönlich gesehen und jetzt sind die im Fernsehen“) und wird seinem THW im Meister-und-Pokalendspurt jetzt noch mehr als zuvor die Daumen drücken. Und wahrscheinlich kann sich auch aus Henris Handballteam niemand damit rühmen vom Deutschen Rekordmeister Fotos und Unterschriften zu besitzen. Diese haben in seinem Zimmer nun einen Ehrenplatz erhalten. Schließlich kennt man sich ja nun von „Foto-Shootings und auch aus der Nachbarschaft“. Also THW und Familie-alles richtig gemacht.


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