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„Lauf ins Leben“ als privater Spendenmarathon

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Preetz (tg). Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen im Sportbereich konnte auch in diesem Jahr der landesweite „Lauf ins Leben“ nicht als großer Laufevent an einem zentralen Ort stattfinden, mit tausenden von Sportlern und buntem Rahmenprogramm. Nach 2020 fand deshalb in diesem August wieder eine dezentrale Variante des bekannten Spendenlaufs statt. Die Freizeitsportler sammelten dadurch wieder Spendengelder für einen guten Zweck: für die regionalen Beratungs- und Unterstützungsangebote der schleswig-holsteinischen Krebsgesellschaft. Sie zeigten auf diese Weise vor allem Solidarität, mit den vielen krebserkrankten Menschen. In Preetz nahmen wieder die Familien Heisinger, Waldner und Fechner das Heft in die Hand und organisierten, wie auch 2020, wieder eine Preetzer „Lauf ins Leben“-Variante. Sönke Waldner hatte 2019 mit seiner Familie am letzten großen Laufevent in Eckernförde teilgenommen. Sein Arbeitgeber hatte Teilnehmer für ein eigenes Sportteam gesucht und er hatte sich seinerzeit sofort gemeldet. „Wir sind nur 2-3 Stunden mitgelaufen, aber das ganze Event, mit dem ganzen Drumherum, hat uns sehr emotional berührt“, blickt der Familienvater zurück. Deshalb stand für ihn schnell fest, auch in diesem Jahr vor der eigenen Haustür wieder einen „Lauf ins Leben“ zu organisieren. „Ohne die tolle Hilfe meiner Freunde hätte ich das aber nicht geschafft“, betont er anerkennend. Nach einem wahren Hitzelauf im letzten Jahr gab es an diesem Samstagnachmittag für die rund 40 großen und kleinen Hobbysportler fast perfektes Laufwetter. Gestartet wurde in verschiedenen Gruppen und zu festgelegten Startzeiten. Zu absolvieren war ein Rundkurs von 1 km, quer durch das Wohngebiet Schwebstöcken. Christine und Jan Hoppe waren zusammen mit Hund „Puschel“ am Start, - ihre erste Teilnahme beim „Lauf ins Leben“. Beide gehen regelmäßig joggen und auch bootcampen, somit entfiel eine spezielle Vorbereitung. „Der eine Kilometer ist eher eine kleine Aufwärmrunde für uns“, erzählt Jan Hoppe schmunzelnd. Umso wichtiger nehmen sie aber den Zweck, der hinter diesem speziellen Lauftag steht. „Mein Bruder ist an Krebs gestorben, deshalb ist alles wichtig, was Bewusstsein für diese Krankheit schafft“, erklärt Christine Hoppe. „Sportförderung ist generell wichtig und auch das Spendensammeln für einen guten Zweck“, ergänzt Jan Hoppe. Annalena Jantzen und Lukas Kähler sind über Familie Waldner auf den privaten Laufevent aufmerksam geworden. „Wir gehen heute einfach, dafür braucht man keine große Vorbereitung“, erklärt Annalena Jantzen. Die Kielerin ist mit dem Thema Krebs ebenfalls in ihrer Familie in Berührung gekommen, als ihre Tante erkrankt ist. „Krebs ist immer allgegenwärtig, nicht nur privat“, so Jantzen. Gleiches empfindet auch Elke Johannsen. Sie ist an diesem Samstag mit ihrer Familie, Tochter und Enkelkinder, mit dabei. Auch hier war und ist das Thema Krebs und seine Folgen in der Familie präsent, durch eine Erkrankung. „Ich unterstütze diesen Lauf aus ganzem Herzen“, so Johannsen. Die Familie hatte sich vorgenommen, die Strecke im schnelleren Schritt zu absolvieren. „Wir walken immer sehr viel“, berichtet Elke Johannsen. Dank der Lauffreude der vielen großen und kleinen Sportler und der sonstigen Unterstützer sind an diesem Lauftag insgesamt rund 1.300 Euro an Spendengeldern zusammengekommen. „Dank unserer Sponsoren, die die Fixkosten abdecken, können wir die Laufspenden zu 100% an die schleswig-holsteinische Krebsgesellschaft weitergeben“, freut sich Mitorganisator Sönke Waldner.


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