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Neues aus dem Stadtarchiv

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Stadtarchivar Peter Pauselius und Gudrun Lob vom Redaktionsteam präsentierten in der Bahnhofstraße die ersten „Preetzer Blätter“ des Jahres. Die Straße wurde im 19. Jahrhundert nach dem Bau der Eisenbahnlinie 1864/65 neu angelegt: Wo sie in den Marktplatz mündet, musste 1866 ein altes Krankenhaus weichen und abgerissen werden.

Stadtarchivar Peter Pauselius und Gudrun Lob vom Redaktionsteam präsentierten in der Bahnhofstraße die ersten „Preetzer Blätter“ des Jahres. Die Straße wurde im 19. Jahrhundert nach dem Bau der Eisenbahnlinie 1864/65 neu angelegt: Wo sie in den Marktplatz mündet, musste 1866 ein altes Krankenhaus weichen und abgerissen werden.

Preetz (los). Die „Preetzer Extra Blätter“ sind da: Für vier Euro sind die ersten „News“ des Jahres aus dem Stadtarchiv jetzt nicht nur in der Tourist Info in der Mühlenstraße, bei Tabak-Müller im Fachmarktzentrum im Hufenweg, Lotto/Toto Korditschke in der Kührener Straße sowie der Gärtnerei Möller in der Wakendorfer Straße erhältlich, sondern auch im Edeka-Markt in der Kieler Straße. Bei einer Auflage von 250 Stück bietet das Heft auf 52 Seiten ein buntes Potpourri Preetzer Lesestoff.
 

Stadtarchivar Peter Pauselius hat sich der Geschichte des Sanitätswesens im Flecken Preetz angenommen und berichtet über die früheren Krankenhaus-Vorläufer des 19. Jahrhunderts auf 22 Seiten. Insgesamt 9 Einrichtungen zur Versorgung kranker oder verletzter Menschen habe es in der Schusterstadt beziehungsweise im Bereich der Klosteranlage gegeben. Unter ihnen hat Pauselius auch ein Gebäude ausfindig gemacht, das sich früher an Stelle der 1866 angelegten Bahnhofstraße auf Höhe ihrer Einmündung auf den Marktplatz befunden hatte. „Infolge des Baus der Eisenbahnlinie 1864/65 sollte diese Straße einen besseren Zugang zum Ortskern bieten“, informiert Pauselius, „es sollte so ein besserer Anschluss an das Leben geschaffen werden“. Das Krankenhaus habe aus diesem Grund abgerissen werden müssen. „Im Volksmund galt es als das erste Preetzer Krankenhaus.“
Peter Pauselius’ Text endet mit der Aufzählung im Lazarett Verstorbener, Opfer des Deutsch-Dänischen Krieges 1848 bis 1851, die in dem abgerissen Gebäude gelegen hatten. Ihnen ist ein Gedenkstein auf dem Alten Friedhof („Den Gefallenen“) gewidmet. Peter Pauselius gelang nach seinen Recherchen und Sichtung einer Kirchenliste der Beerdigten dieser Zeit erstmals eine Zuordnung von Namen zu dem Gedenkstein.

 
Die Verstorbenen erlagen ihren Kriegsverletzungen oder nahmen sich ihretwegen sogar das Leben, berichtet der Stadtarchivar. Peter Pauselius’ Recherchen werfen somit auch ein Licht auf die Kriegsgräuel jener Zeit, einschließlich der damals nur wenigen Möglichkeiten wirksamer medizinischer Behandlungen. „Die damaligen Krankenhäuser wären aus heutiger Sicht vermutlich nicht einmal zur Notaufnahme tauglich“, verdeutlicht er, „es waren eher Wohnhäuser, in denen Kranke aufgenommen wurden.“
Im nächsten Heft der „Preetzer Blätter“ will er sich dem „Krankenhaus am Mühlenweg“ widmen. Weitere Beiträge im aktuellen Heft unterhalten kleine und große Leser mit einem Märchen, das „Preetzer Blätter“-Autor Andreas Borchert verfasst und dafür geläufige Handlungsorte wie den Preetzer Friedhof gewählt hat. Die Reihe werde in lockerer Reihe fortgesetzt, kündigt Gudrun Lob vom Redaktionsteam an. Sie hat sich mit der Fastenzeit in Preetz beschäftigt und beschreibt, „wie und wo in Preetz gefastet wurde“. Fisch habe als Nahrungsmittel eine besondere Rolle gespielt, berichtet sie.
Der Artikel „Eine Freundschaft fürs Leben“ über einen Schüleraustausch 1966 rundet die „Preetzer Blätter“ mit einem persönlichen Bericht Gudrun Lobs ab.


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