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Start der Tafel-Challenge

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Preetz (tg). Mit der Übergabe einer bis oben hin gefüllten Kiste mit Lebensmittelspenden an die Verantwortlichen der Preetzer Tafel starten Bürgermeister Björn Demmin und Propst Erich Faehling vor kurzem symbolisch die aktuelle Preetzer-Tafel-Challenge.


„Wir möchten an die 2015 sehr erfolgreich gelaufene Nudel-Challenge anknüpfen und die Preetzerinnen und Preetzer mobilisieren, die Tafel mit haltbaren Lebensmitteln zu unterstützen“, betont Björn Demmin zum Start dieses besonderen Wettbewerbes. Die Idee dahinter: Jeder, der die Tafel mit Spenden unterstützt, nominiert zwei Freunde, Familienangehörige, oder Bekannte, die ebenfalls dann Lebensmittel für die Tafel spenden. Auch Unternehmen und sonstige Einrichtungen können mitmachen. Noch am gleichen Abend nominierten die beiden ersten Spender jeweils zwei weitere Personen. „Es ist ein Aufruf, an alle, die mit Herz geben wollen, - auch kleine Mengen sind willkommen“, erklärt Propst Erich Faehling, zugleich Schirmherr der Tafel. Die Idee für diese besondere Art des Spendenaufrufes hatte Bürgermeister Björn Demmin, der bei den Verantwortlichen der Preetzer Tafel mit seinem Vorschlag sofort auf offene Ohren gestoßen war. „Die Zahl der Bedürftigen nimmt zu und zeitgleich nehmen die Spenden ab“, berichtet Dorit Kuhnt, stellvertretende Vorsitzende, von der momentanen Problemlage der Tafel. Aktuell werden 280 Familien mit Lebensmitteln versorgt, hierzu zählen rund 400 Erwachsene und 320 Kinder.

 

„Vor zwei Jahren waren es noch 80 Familien“, so Kuhnt. Fast täglich gibt es Nachfragen, ob man noch aufgenommen werden kann. „Mehr können wir auch räumlich nicht leisten“, schildert die stellvertretende Vorsitzende weiter. Die Tafel sucht händeringend neue Räumlichkeiten, als Ersatz für den Standort in der Gasstraße 26, - leider bisher vergebens. Aktuell helfen 55 Ehrenamtliche beim Einsammeln der Lebensmittelspenden und der späteren Ausgabe. Aufgrund der starken Zunahme an Hilfebedürftigen ist es im September zu einem Aufnahmestopp für neue Bedürftige gekommen, zum ersten Mal in der Geschichte der Tafel. Die Lebensmittelspenden reichen nicht mehr aus, um die Kunden ausreichend zu versorgen; - erst recht nicht, um neue Kunden aufzunehmen. „Die Tafel benötigt dringend Lebensmittel, - alles, was haltbar ist, darf gerne gespendet werden!“, betont Björn Demmin.

 

Der Bürgermeister ist sich sicher, dass die nun begonnene Preetzer-Tafel-Challenge hier einen wichtigen Stein ins Rollen bringt. Der Bedarf an haltbaren Lebensmitteln ist nach wie vor groß. Benötigt werden vor allem Grundzutaten, wie Öl, Mehl, Zucker. „Wir brauchen auch Spenden, mit denen unsere Kunden eine vollwertige Mahlzeit zubereiten können, zum Beispiel Reis, Nudeln, Soßen usw.“, schildert Dorit Kuhnt den Bedarf. Abgegeben werden dürfen auch Konserven, wie zum Beispiel Fischkonserven. „Für unsere Kunden ist das schon etwas Besonderes, was sie sich sonst nicht leisten können“, berichtet Gudrun Knehler, vom Beirat der Tafel. Umso mehr freuten sich die Tafelverantwortlichen deshalb über die Weihnachtssüßigkeiten in den ersten Spendenkisten der Preetzer-Tafel-Challenge. „Das ist wunderbar in der Adventszeit, für unsere Nikolaustüten“, freute sich Dorit Kuhnt.

 

Die Challenge ist gestartet, die ersten Nominierungen laufen. Unter dem Hashtag #PreetzerTafelChallenge können weitere Personen nominiert werden, Lebensmittel zu spenden. Es ist aber keine Bedingung, um hierbei mitzumachen. Die Unterstützung muss nicht im SocialWeb dokumentiert werden, - es geht auch auf ganz klassische Art und Weise. Eine große Bitte haben die Tafelverantwortlichen: Die Annahmezeiten für die Abgabe von Spenden ist ausschließlich am Montag und Mittwoch, jeweils von 14-16 Uhr. Adresse: Gasstraße 26, 24111 Preetz (hinter dem AWO-Gebäude).


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