Reporter Eutin

Alles hat seine Zeit...

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Schönberg (los). Die „Mutteruhr“ der Schönberger Kirche hat das Zeitliche gesegnet. Doch ihre Auferstehung ließ nicht lange auf sich warten: Inzwischen hat die Kirchengemeinde mit finanzieller Unterstützung des Vereins zum Erhalt der evangelischen Kirche in Schönberg einen zeitgemäßen Ersatz der zentralen Schalteinheit für Turmuhr und Geläut beschafft. Und obwohl das ausgetauschte rund 30 Jahre alte Modell seiner Zeit technisch voraus war und computergestützt funktionierte – „Das Modernste, das man damals eingebaut hat“, fasst Küster Andreas Sass zusammen. Doch das Nachfolgemodell des digitalen Zeitalters ist wiederum deutlich aktueller. Die Vertreter des Fördervereins Antje Klein (Vorsitzende), Christine Nebendahl (Stellvertreterin) und Renate Thedens (Beisitzerin) stellten zusammen mit Andreas Sass, der als Küster die Umsetzung des Projekts begleitet hat, und Pastor Björn Schwabe die Neuanschaffung vor, mit der im Schönberger Gotteshaus zum Jahreswechsel quasi eine technische Zeitenwende eingeläutet wurde. „Die Uhr wurde in Neustadt in Ostholstein passgenau für die Schönberger Kirche angefertigt“, erklärt Antje Klein. Nur diese eine Firma biete diese Art Leistungen an. Insgesamt 3000 Euro habe der Förderverein für die vollständige Finanzierung des Projekts ausgegeben, eines von Vielen. Der 2011 gegründete Verein feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Schon vor einziger Zeit drohte die „Mutteruhr“, den Geist aufzugeben. „Sie hatte Wackelkontakte“, erklärt Andreas Sass. Der kleine, optisch unauffällig in einem Wandkasten installierte Computer schwächelte. Eigentlich würden alle nicht-regulären Termine – Beerdigungen etwa oder das „Hoffnungsläuten“ im Corona-Advent 2020 – in der „Mutteruhr“ einprogrammiert. Demgegenüber würde reguläres Läuten wie zum Gottesdienst in der Kirche üblicherweise von Hand ausgelöst.
Durch die zentrale Schalteinheit schlägt auch die Turmuhr ganz automatisch zur halben oder vollen Stunde, zeigen ihre drei Zifferblätter den Schönbergern die Zeit an.
„Einige Tasten der Mutteruhr funktionierten nicht mehr richtig“, berichtet Sass. Sogar das im Rahmen einer Beerdigung übliche Glockengeläut sei einmal ausgeblieben, der Programmierung der Uhr zum Trotz.Ein anderes Mal läuteten die Glocken für den Küster jedoch ganz überraschend. „Ich dachte schon, hast du einen Termin verpasst?’“, fragte sich Andreas Sass im ersten Moment. Dieses Missgeschick ging allerdings, wie sich herausstellte, nicht auf Kosten der alten Technik. „Da haben ein paar Lausejungen auf den Knopf gedrückt“, berichtet der Küster augenzwinkernd. Denn das Geläut sei unabhängig von der Programmierung der „Mutteruhr“ eben auch händisch zu bedienen. Vorausgesetzt, man weiß, wo der Schalter sich befindet... „Max und Moritz“ hatten dies offenbar herausgefunden und der Versuchung nicht widerstehen können. „Ich sah sie gerade noch um die Ecke verschwinden.“
In der neuen Ära der digitalen Technik angekommen, hat das Smartphone bei der Steuerung der Anlage seinen Anteil. „Die neue Mutteruhr ist auch über eine App, per Handy programmierbar“, erläutert Sass, der diese Dinge somit quasi „außer Haus“ regeln kann und dafür nicht extra an die Technik im Turm heran muss. Alles hat eben seine Zeit...


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