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Bundesligareif? Ja! Holstein schlägt auch Hannover 96 und geht als Herbstmeister in die Winterpause

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Alles andere als in Schieflage liegt aktuell die KSV Holstein. Auch Pyro kam im Kieler Fanblock wieder zum Einsatz.

Alles andere als in Schieflage liegt aktuell die KSV Holstein. Auch Pyro kam im Kieler Fanblock wieder zum Einsatz.

Foto: D. Freitag

Kreis Plön (dif). Die KSV Holstein hat es tatsächlich geschafft und geht als Herbstmeister in die Rückrunde der 2. Fußballbundesliga 2023/24. Mit einem 3:0 (3: 0) -Heimerfolg über Hannover 96 beendeten die Störche eine mehr als erfolgreiche Hinserie. Kurz vor dem ersten (TV-)Top-Spiel Holsteins in der laufenden Spielzeit hatten der Hamburger SV (2:0 in Nürnberg) und auch Fortuna Düsseldorf (3:2 beim 1. FC Magdeburg) ihre Hausaufgaben gemacht, waren also den Störchen wieder im Nacken. Und so verlief das letzte Zweitligaspiel der KSV Holstein im Jahre 2023: Top-Spiel am Samstagabend, live auf zwei Kanälen, Flutlicht und ein Gegner aus der Spitzengruppe. Fußballherz was willst du mehr. Frohe Kunde schon vor dem Anpfiff, als Torhüter Timon Weiner und Lewis Holtby ihre Vertragsverlängerungen bekanntgaben. Während Weiner gar bis zum Jahre 2027 bleibt, wird Holtby mindestens noch ein Jahr ein Storch sein. Das Spiel war mit etwas mehr als 13.000 Besuchern überraschenderweise nicht ganz ausverkauft. Diejenigen, die nicht im Stadion waren, haben aber definitiv etwas verpasst. Eine noch bessere Atmosphäre am Mühlenweg verhinderte nur der 45-minütige Stimmungsboykott beider Fangruppen. Grund war der bekannte „Investorendeal“ für die 1. und 2. Liga. In anderen Stadien hatte man sich auf zwölf Minuten geeinigt, in Kiel blieb es die gesamte erste Halbzeit still.
Gejubelt wurde aber trotzdem – und wie. Als Schiedsrichter Florian Exner einen Elfmeter für die KSV via VAR („Videobeweis“) zurücknahm (Abseitsstellung), drehten die Störche erst richtig auf. Timo Becker schoss die Hausherren nach 26 Minuten in Front, Fiete Arp traf nur Sekunden später zum 2:0. Es war dann auch das Duo Becker/Arp, das sich mit dem Halbzeitpfiff für den dritten Kieler Treffer verantwortlich zeigte. Flanke Becker, Tor Arp. Damit waren die drei Punkte verteilt. Danach musste Fiete Arp verletzt in der Kabine bleiben. Eine Diagnose stand vor dem Redaktionsschluss noch aus. Nach Wiederanpfiff – und nun „Megastimmung“ – fiel nach 69 Minuten das „4:0“. Doch auch hier war der VAR kein Kieler Freund. Der Treffer wurde wegen einer erneuten Abseitsstellung nicht gegeben. Hierzu musste man im Stadion fünf(!) Minuten warten, was erneut Diskussionen über den Einsatz eines Videoassistenten hervorrief. Kurz zuvor hatten sich die Niedersachsen durch eine gelb-rote Karte für Max Christiansen selber dezimiert. Das Match war zu dieser Zeit längst zu Gunsten der Rapp-Elf entschieden, denn die 96er kamen zu keiner Phase des Spieles richtig an. Am Ende herrschte nur noch Kieler Jubel. Nach der Ehrenrunde ließ sich das Team dann auch gebührend in den Fanblöcken H und I feiern, in denen auch Pyrozündungen zum Einsatz kamen. Alles blieb aber friedlich. An diesem Freitagabend übernahm die KSV Holstein erstmalig in der laufenden Saison die Tabellenführung und sollte diese auch nach dem Spiel des FC St. Pauli gegen Wehen-Wiesbaden (1:1) nicht mehr hergeben.
Das simple Fazit: Holstein Kiel macht wieder richtig Spaß. Trainer Marcel Rapp ist es gelungen die vielen Neuzugänge schnell zu integrieren und einen schönen, ansehnlichen Fußball spielen zu lassen. Nun geht es für die Herbstmeister erst einmal in die Winterpause. Das nächste Spiel wird wieder ein Heimspiel unter Flutlicht sein. Am 19. Januar 2024 wartet Eintracht Braunschweig ab 18.30 Uhr auf der anderen Spielhälfte. Das Hinspiel ging dank des Treffers von Holmbert Fridjonsson kurz vor dem Ende mit 1:0 für die Kieler aus. Auch im zweiten Duell sind die Störche klarer Favorit und sollten ihr Heimspiel in einen Sieg ummünzen können. Träumen ist also weiter erlaubt.

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