Reporter Eutin

Das „Team der Stunde” heißt Holstein Kiel

Kreis Plön (dif). Die KSV Holstein bleibt das Team der Stunde in der 2. Fußball Bundesliga. Auch der VfL Bochum, immerhin kürzlich souveräner Bezwinger des Hamburger Sport Vereins, konnte am Mühlenweg nicht punkten und wurde mit einem 1:3 Richtung Westen verabschiedet. Dabei war die Elf um den ehemaligen Erstligastürmer Simon Zoller (kickte früher beim 1. FC Köln) in Halbzeit eins das deutlich bessere Team und konnte auch nach dem Wechsel überzeugen. Doch die Punkte holte abermals die KSV. Die 90 Minuten an einem kalten Kieler Freitagabend waren fast ein Spiegelbild des Hannover-Spieltages vor einer Woche. Alexander Mühling traf mit seinem sechsten Ligatreffer erneut sicher vom Punkt zum 1:0 für seine Störche (31.). Nach einem Querschläger von Jae Sung Lee kamen die Gäste durch erwähnten Zoller fast im Gegenzug (33.) zum Ausgleich. Nach dem Wechsel dann einmal mehr ein Kieler Doppelschlag. Fin Bartels und Lee, der seinen Fehler damit mehr als wettmachte, schossen die Hausherren binnen zwei Minuten (63. und 64.) zum 3:1-Sieg. Wenig Kieler Chancen, maximales Resultat. So könnte man die 90 Minuten an der Förde für die Mannschaft von Ole Werner zusammenfassen. Im Tor präsentierte sich Ioannis Gelios erneut mehr als gut aufgelegt und hatte einen „Sahne Tag“ zu fassen. Auf der Minusseite stehen, auch Dank der beiden eingesetzten Keeper (Thomas Dähne präsentierte sich die ersten Spiele genauso stark), nun nach zehn Spieltagen nur ganze neun Gegentore. Fazit: Als neuer Spitzenreiter ging man ins Wochenende und konnte die Kicks der Konkurrenz vom heimischen Sofa aus begutachten. Diese spielte ausnahmslos für die Förde-Jungs. Nach einer erneuten Pleite vom Hamburger SV (0:1 gegen Hannover 96), der überraschenden Heimniederlage der bis dato so starken Greuther Fürther (der FC Heidenheim siegte mit 2:1) und dem 1:2 vom VfL Osnabrück im eigenen Stadion vs. Karlsruher SC, stand auch am Samstagnachmittag um 15 Uhr noch fest: Der aktuelle Spitzenreiter nach 10 Spieltagen kommt aus Kiel und heißt Holstein. Vielleicht fährt man am Mühlenweg mit einer Taktik nach dem Motto: „ Wir bleiben ja nicht lange da oben“ goldrichtig und nimmt so der Mannschaft jeglichen Druck. Unspektakulär und erfolgreich verlief die Spielzeit 2020/21 bisher in Kiel. Erste Stimmen werden nun sogar laut, die da sagen „Wo stünden wir nur, hätte man nicht daheim gegen Fürth mit 1:3 verloren oder in der 92. Minute noch den Ausgleich gegen Heidenheim eingefangen“. Für Holstein Kiel geht es am kommenden Samstag mit der Partie bei Jahn Regensburg weiter. Anpfiff im SSV-Stadion ist um 13 Uhr. Der Jahn spielt bisher eine eher durchwachsene Serie. Hier könnte die Werner-Truppe zu einem wichtigen Auswärtserfolg kommen. In den Reihen der Gastgeber steht auch Max Besuschkow, der für einige Spiele auch das Trikot der KSV trug. Der damalige Leihspieler von Eintracht Frankfurt konnte sich an der Förde aber nicht durchsetzen. Den Kielern spielt natürlich das Selbstvertrauen der letzten Wochen in die Karten. Wir tippen deshalb auch auf einen erfolgreichen Wochenendausflug nach Regensburg an dessen Ende ein 2:1-Auswärtssieg der Kieler stehen wird. Rückblick Hauke Wahl: Gleich 2000 Euro muss der Holstein-Capitano berappen. Wahl hatte sich nach dem Heidenheim-Spiel (2:2) kritisch gegenüber dem Video-Assistenten geäußert. Hierbei versteht der DFB keinen Spaß. Das Sportgericht stellte Unsportlichkeit fest. Der Verteidiger der Störche hatte kurz vor dem Ende ein Handspiel verursacht, das nach „Rücksprache mit dem Kölner Keller“ via Strafstoß für die Gäste geahndet wurde und zum 1:2-Anschlusstor führte. Minuten später verspielten die Kieler noch den Sieg gegen den 1. FC Heidenheim. Die Strafe beeinflusste Wahl aber in keiner Weise. Im Gegenteil: Er lieferte im Match gegen den VfL Bochum eine schon gewohnt starke Partie ab und bereitete sogar den Siegtreffer durch den „Kollegen Lee“ vor.


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