Reporter Eutin

Für Andreas Mösch wird Helfen seit 40 Jahren groß geschrieben

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Schwentinental-Klausdorf (t). Zu seiner 125. Blutspende wurde Andreas Mösch von Klausdorfs DRK-Ortsvorsitzender Birgit Dieckmann um kurz vor 17 Uhr in der Schwentinehalle erwartet und mit den Worten „er ist einer unserer zuverlässigsten Spender“ begrüßt. Seine erste Blutspende leistete der gelernte Werkstoffprüfer als 18-Jähriger, 40 Jahre später konnte er nun bei der ersten Klausdorfer Blutspendeaktion dieses Jahres sein Jubiläum begehen. Eine größere Ehrung seines langen Engagements muss in diesem Jahr pandemiebedingt zunächst einmal ausbleiben.
Zur Blutspende motivierte Mösch damals die Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr seiner Heimatgemeinde Klausdorf. „Es war üblich, in der Gruppe der Kameraden gegen Ende des Blutspendetermins zu kommen, im Anschluss saß man noch mit den DRK-Teams zum Klönschnack zusammen. Da hat sich in den letzten Jahren Einiges geändert, aber eine Blutspende ist und bleibt eine gute Sache, tut keinem weh und hilft anderen Menschen“, so Möschs Begründung für seinen Einsatz als Spender. Ein „Helfersyndrom“ habe er, das gelte für sein Engagement in der Feuerwehr genauso wie bei der Blutspende.
Für die Zukunft würde er sich wünschen, dass wieder mehr junge Leute die Blutspendetermine besuchen und sich dadurch solidarisch zeigten. Möschs Beobachtung nach gebe es immer weniger junge Menschen, die Blut spendeten. Harald Hinz, beim DRK-Blutspendedienst für die Terminorganisation im Kreis Plön zuständig, bestätigt, dass mit Blick auf die demografische Entwicklung in der Bevölkerung die Blutversorgung auf lange Sicht auf wackligen Füßen stehe. „Natürlich möchten wir noch viel stärker auch junge Menschen von der Wichtigkeit des Blutspendens überzeugen. Die jüngere Generation sprechen wir auch mit unseren digitalen Angeboten wie dem Spenderservice oder unserem digitalen Blutspende-Magazin an.“ Beispielhaft nennt Hinz hier auch den Terminreservierungsservice, der pandemiebedingt für alle DRK-Blutspendetermine im letzten Frühjahr eingeführt worden sei. Neben der klassischen Anmeldung zur Blutspende per Telefon, werde vor allem auch die digitale Variante über die App oder die Website genutzt. Beim Spendetermin in der Klausdorfer Schwentinehalle wären übrigens noch freie Plätze vorhanden gewesen. Insgesamt kamen 33 vorangemeldete Spenderinnen und Spender – für rund 50 wäre Platz gewesen.
Auch Spendejubilar Andreas Mösch lobte die Vorab-Buchung einer festen Spendezeit. Den Imbiss nach geleisteter Spende vermisse er zwar, habe jedoch volles Verständnis für die Einführung unterschiedlicher Schutzmaßnahmen bei den Blutspendeaktionen, die die Minimierung des Infektionsrisikos zum Ziel haben. Er selber wolle auf jeden Fall die 150. Spende noch schaffen. Eigentlich keine schwierige Aufgabe – bis zum 73. Geburtstag kann man, gute Gesundheit vorausgesetzt, eine Blutspende leisten. Sechs Spenden pro Jahr sind für Männer maximal möglich…
Zum Hintergrund – Mit Sicherheit Blut spenden
Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, gelten bereits seit dem Frühjahr 2020 zahlreiche Schutzmaßnahmen auf allen DRK-Blutspendeterminen. Unter anderem ist eine Terminreservierung vorab erforderlich, um alle aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln gewährleisten zu können. Die gewünschte Spendezeit kann bis zu sechs Stunden vor Terminbeginn bequem online gebucht werden, und zwar über den vom DRK-Blutspendedienst angebotenen digitalen Spenderservice unter www.spenderservice.net, oder über die Website des Blutspendedienstes unter https://terminreservierung.blutspende-nordost.de/ .
Wer lieber zum Telefon greift, kann die bevorzugte Spendezeit bis zu einem Zeitpunkt direkt vor Terminbeginn über die kostenlose Hotline 0800 11 949 11 reservieren lassen.
Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!


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