Reporter Eutin

„Halbzeit“ für die Badesaison

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Schwimmlehrer Michel Groth unterrichtet seine kleinen Schwimmschüler.

Schwimmlehrer Michel Groth unterrichtet seine kleinen Schwimmschüler.

Heikendorf (kas). Drei Tage vor Schulbeginn in Schleswig-Holstein steht Michel Groth als Schwimmlehrer seinen kleinen Schwimmschülern noch einmal zur Verfügung. Heute am Freitag ist für ihn der letzte Tag mit Schwimmunterricht in der Seebadeanstalt Heikendorf.
Bei einer Wassertemperatur von 20,4 Grad und der gleichen Lufttemperatur fühlen sich die Kinder pudelwohl.
Vier Kinder werden von ihm noch auf das Schwimmabzeichen, das begehrte „Seepferdchen“ getrimmt. Die Mütter haben sich zurückgezogen und klönen einen aus. So hat „Michel“ auch mehr Ruhe und die Kinder werden durch die Mütter nicht abgelenkt.
Insgesamt wurden 34 Schwimmabzeichen vergeben und das ist auch mit Blick auf das Wetter eine tolle Leistung.
Gerhard Schöler, Vorsitzender des Fördervereins der Seebadeanstalt Heikendorf, kommt auf seinem „Drahtesel“ angeradelt und freut sich, dass die ersten Schwimmbegeisterten schon eingetroffen sind. Heinz Potrafki hat sich für heute angemeldet, um den Verkauf im Kiosk zu übernehmen. „So - und nur so - geht es, wenn die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer den Vorstand während der Saison unterstützen“, berichtet Schöler, der für die „Halbzeit“ eine positive Bilanz zieht. In der laufenden Saison waren vergleichsweise mehr Kinder und Jugendliche in der Seebadeanstalt gewesen, als im Vorjahreszeitraum. Dennoch: „Die Sommer 2018 und 2019 kann man nicht miteinander vergleichen“, meint Schöler.
Im Laufe der Jahre habe sich in der Seebadeanstalt sehr viel verändert. „Aber nur zum Positiven hin“, so Schölers Fazit. Der maritime Charakter solle hier erhalten bleiben, denn die älteren Besucher – und gerade die alteingesessenen Heikendorfer – schätzten dieses Ambiente. „Auch viele Kieler Gäste sind bei uns“, hat Schöler festgestellt. Und das, obwohl sie bei dem Badebesuch „an den heißen Sommertagen teilweise Stopp and Go-Verkehr“ auf sich nehmen müssen. „Sie schätzen halt die Gemütlichkeit und die Ruhe auf diesem Fleckchen.“ Und auch die Rettungsschwimmer fühlten sich hier wohl, denn sie würden häufig in die netten Gespräche mit eingebunden.
Eine ganz begeisterte Schwimmerin unter den jungen Besuchern ist Natalie Suhren (12 Jahre) aus Heikendorf. Sie ist die gesamte Saison in der Seebadeanstalt anzutreffen und unterstützt auch schon mal die Rettungsschwimmer. Fast alle Schwimmabzeichen habe sie sich schon erschwommen, erzählt sie stolz, und im Oktober werde sie sich als Rettungsschwimmerin ausbilden lassen.
„Seit der Geburt bin ich schon hier“, berichtet sie, „einmal bin ich mit dem Krankenwagen abgeholt worden, als ich beim Sturz eine große Platzwunde am Kopf hatte.“
Natalie fühlt sich in der Seebadeanstalt besonders wohl, „weil alle so nett sind“, sagt sie. „Und mir bringt es Spaß, auch den ganz Kleinen zu helfen.“ Gerhard Schöler hofft, dass auch im kommenden Jahr wieder das ehrenamtliche Personal zur Verfügung stehen werde.
„Dann kann ich beruhigt in die Zukunft schauen“, meint der Vereinsvorsitzende. „Jetzt konzentrieren wir uns auf die zweite Hälfte: Ab dem 12. August bis zum 8. September ist die Seebadeanstalt von 13 bis 18 Uhr täglich geöffnet.


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