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Historische Radwanderung nach Schmoel

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Schönberg/Schmoel (t). Das Probstei Museum in Schönberg bietet am kommenden Dienstag, 9. August eine historische Radwanderung nach Schmoel an. Die rüstigen Radler starten um 14 Uhr am Museum, Ostseestraße 8-10. Ziel ist das Gut Schmoel.
Die Teilnahme kostet Erwachsene 3 Euro, Kinder 1,50 Euro.
Nach einer kurzen Einweisung fahren die Teilnehmer auf dem Radweg entlang der Kreisstraße nach Krummbek.
Hier wird etwas über den Biolandhof Muhs erzählt und über den Baumeister Hermann Göttsch berichtet. Weiter geht es am Wasserwerk vorbei nach Bendfeld. Hier steht auf dem Hof Stoltenberg-Göttsch noch ein sehr gut erhaltener Bohlenspeicher aus dem 16. Jahrhundert. Von Bendfeld aus erreicht die Gruppe durch den Rögen, einen bewirtschafteten größeren Wald, den Gutsbezirk Schmoel. Aus dem Rögen heraus ist eine kurze aber heftige Steigung zu überwinden - auch schiebender Weise -, auf deren Gipfel sich die Teilnehmer aber zur Belohnung einen wunderschönen Rundblick über bereits abgeerntete Raps- und Getreidefelder bis zur Ostsee gönnen können.
An der Zufahrt des Gutes erinnert der Hexenstein an die Hexenprozesse des Gutsherrn Christoph von Rantzau in den Jahren 1666 bis 1686 (Nachzulesen in „Gut Schmoel in dunkler Zeit. Christoph von Rantzau und seine Hexenprozesse“ von Manfred Jacobsen).
Der Gutshof, auf dem zu dieser Zeit der Erntebetrieb in vollem Gange ist, empfängt die Teilnehmer mit seinem Torhaus aus dem Jahre 1699, erbaut von Detlef Reventlow und seiner Frau Dorothea.
Auf dem Hof selbst sind rechts die Haferscheune aus dem Jahre 1706 und links die Weizenscheune aus dem Jahre 1697 mit ihren neuen Reetdächern zu bewundern. Vom Gutshof geht es mit Blick auf die blaue Ostsee durch die Gutsfelder – auf denen mit etwas Glück die großen Erntemaschinen bei der Arbeit zu beobachten sind – zum Schmoeler Biotop. Dieses wird umrundet, der Grenzgraben zur Probstei überquert und nach kurzer Zeit der Ort Stakendorf erreicht.
In den Dörfern Bendfeld und Stakendorf ist die ursprüngliche Dorfanlage als Rundling noch sehr gut zu erkennen. Nach weiteren 4 Kilometern ist mit der „Villa Dietrich“ der wohl prachtvollste Bau des Probsteier Baumeisters Hermann Göttsch zu bewundern. Gegen 18 Uhr sind die Teilnehmer wieder am Ausgangspunkt in Schönberg angekommen.
Die Tour ist rund 25 Kilometer lang und kann von allen bewältigt werden. Ins Handgepäck gehören Getränke, gegebenenfalls etwas zu essen und ein Regenschutz. Eine Einkehrmöglichkeit besteht nicht.
Die nächste Radwanderung führt die Teilnehmer am Dienstag, 23. August 2021 nach Probsteierhagen.


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