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Holstein-Störche bereit für den Zweitligastart

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Kreis Plön (dif). Die KSV Holstein hat in Zell am See ihr Trainingslager in Österreich absolviert und geht nun gestärkt in die Spielzeit 2022/23. Trotz zahlreicher Corona Fälle im Vorfeld der Reise konnte die Vorbereitung vernünftig von statten gehen. Mitten in traumhafter Kulisse und begleitet von einigen Anhängern, wie etwa Ralf „Humpel“ Henningsen. Das Mitglied des KSV-Fanclubs „Die Elite“ hatte extra seinen Urlaub in diese Region gelegt, um seine Störche beobachten zu können. Gelebte Fankultur pur. Nicht nur er dürfte erfreut gewesen sein, dass sich Kapitän Hauke Wahl langsam wieder an die erste Elf heranbewegt und im Training ist. Vor über fünf Monaten erkrankte der Capitano am Pfeifferschem Drüsenfieber. Für Trainer Marcel Rapp quasi ein gefühlter Neuzugang. Im ersten Test in St. Ulrich am Pillersee gab es ein 2:2-Remis gegen Qarabag Agdam, Meister und Pokalsieger aus Aserbaidschan. Nach einem 0:2-Rückstand trafen Philipp Sander und Otschi Wriedt noch zum Ausgleich. Vergangenen Samstag war dann der Wolfsberger AC aus Kärnten der Test-Widersacher. Hier gab es einen 1:0-Sieg durch den neu gewählten Vize-Kapitän Lewis Holtby. Hauke Wahl bleibt bei der KSV Holstein in seinem Amt als Spielführer. Die letzte Station bevor es ernst wird heißt dann am 9. Juli Silkeborg. Danach startet auch schon die 2. Bundesliga. Erster Gegner ist gleich Bundesligaabsteiger Greuther Fürth. Anstoß ist am 16. Juli (13 Uhr) bei der Spielvereinigung. Das erste Heimspiel findet am 23. 7. 22, ebenfalls um 13 Uhr, im heimischen Mühlenweg-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern statt. Ein ehemaliger Erstligist und ein Traditionsverein, der als Aufsteiger nach Kiel kommt-eine mehr als interessante Auftaktkonstellation für die Rapp-Jungs. Man kann auf jeden Fall auf eine spannende Liga hoffen, in der der eine oder andere Holstein-Akteur sogar das Wort „Aufstieg“ in den Mund genommen hat.

 


Kader News Holstein: Jan Fiete Arp bleibt ein Storch. Der ehemalige Münchener unterschrieb bei der KSV einen Vertrag bis Sommer 2024. Trotz seiner sicherlich zu wenigen Spielanteile hat sich Arp in Kiel immer wohl gefühlt. Ein wichtiges Faustpfand, denn die Gelder, die er in München eingestrichen hat, wird er im hohen Norden nicht annähernd erhalten. Mit Patrick Erras dürfte wohl dieser Tage ein weiterer Spieler aus dem Storchennest fliegen. Der Ex-Nürnberger wird die Störche nach nur einem Jahr an der Förde wieder verlassen und in die 3. Liga und zu Absteiger Erzgebirge Aue gehen. Nach der Verpflichtung von Marvin Schulz aus Luzern sah der 27-jährige wohl keine Zukunft mehr in Kiel. Erras konnte sich erst spät in der vergangenen Saison Spielanteile sichern. Ist auch Fabian Reese auf dem Absprung? Nach seinen Worten reizt es ihn „den nächsten Schritt“ zu gehen. Diesen sieht der gebürtige Kieler wohl in der 1. Liga oder dem Ausland. Allerdings steht auch eine Vertragsverlängerung an der Förde im Raum. Fortsetzung folgt.

 


Holstein „antik“: Die Störche stehen anno 2022 vor einer erneuten Spielzeit in der 2. Bundesliga. Blicken wir einmal kurz zurück, wie es in Kiel vor gut 25 Jahren noch aussah. Vor der Saison 1997/98 hieß die Staffel „Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein“ und hatte so „namenhafte“ Teams wie Halstenbek-Rellingen, Bergedorf 85, Harburger TB, TSV Pansdorf oder Vorwärts Wacker in ihren Reihen. Die KSV kämpfte mit dem TSV Altenholz um die Rolle der Nummer eins in der Landeshauptstadt. Trainer der Störche war einst Dieter Bollow, der die KSV am Ende zum Titel führen sollte. Nach 34 Spieltagen hatten seine Elf 23 Siege, zwei Remis und fünf Niederlagen eingefahren und souverän Platz eins geholt. Bollow, der nach der Meisterschaft von den Fans den Zusatz „Otto“ (nach Coach Otto Rehagel erhielt) schaffte im Jahr darauf den Klassenerhalt. Doch anders als zu heutigen Zeiten machte man an der Förde damals den“ dritten Schritt vor dem ersten“, sprich man wollte zu viel. Die Verantwortlichen entließen den beliebten Dieter Bollow, holten teure Söldner und fanden sich im Jahre 2000 in der Oberliga wieder. Folge: Einmal mehr stand die KSV Holstein vor einem Neuaufbau.


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