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„inside out“ im Freya Frahm Haus

Bilder

Laboe (t). Unter dem Titel „inside out“ präsentieren die Künstler Corinna Kraus-Naujeck, Cornelia Patz-Nahm, JanKB und Renate Löding vom 26. August bis 11. September ihre Arbeiten im Rahmen einer neuen Ausstellung im Freya Frahm Haus, Strandstraße 15 in Laboe. Eine Besichtigung ist freitags und sonnabends von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr möglich.
„inside out“ drückt den künstlerischen Prozess vom Gedanken zur Gestaltung aus: Landschaftszeichen schieben sich durch Blau und Zeichnung; die menschliche Figur ist Anlass, einen Augenblick festzuhalten; scharfe Horizontlinien und Wasser in Bewegung deuten Traumorte an; geheimnisvolle Objekte verbinden Innen und Außen.
Malen und Zeichnen bedeuten für Corinna Kraus-Naujeck das Einsammeln von künstlerischen Erfahrungsschichten, die sich als Ablagerungen des Erinnerns einbringen und Wirklichkeitsbezüge nur in Linien und Binnenzeichnungen erkennen lassen. Eine atmosphärische Räumlichkeit ergibt sich oft aus Farbschichtungen auf filigranem Untergrund - entscheidend ist dabei die Durchlässigkeit im Licht, die das Verborgene hinter dem Sichtbaren zum Thema macht.
Auch in der Malerei von Cornelia Patz-Nahm sind es einzelne Momente, die in ihren Bildern Geschichten aus dem Leben erzählen. Dabei steht ein kleiner Augenblick, ein ganz bestimmter Blick, der etwas über die Person und deren Leben erzählt, im Mittelpunkt. Seien es Schwarz-Weiß-Fotografien aus dem Familienalbum der 50er Jahre oder aktuelle Schnappschüsse – sie sind immer der Ausgangspunkt ihrer Malerei. Das Eintauchen in die Zeit und ihre Farben lassen Erinnerungen als intensive Momente auf verschiedenen Ebenen aufleben. Die Balance von Ähnlichkeit und Flüchtigkeit ist ein immer wiederkehrender Dialog. Die Essenz einer Persönlichkeit darzustellen motiviert sie beim Malen.
JanKB spürt in seinem Projekt „Ansicht von Insel“ einer Annäherung nach. Sie beruht auf einem simplen Grundgedanken: Wenn man sich mit einem kleinen Segelboot einer Insel nähert, hat man sehr viel Zeit darüber nachzudenken, wo man wohl landen wird. Bis man den Hafen erreicht und festen Boden betritt, ist alles Vorstellung und Erwartung. Damit begann seine erste Serie zu diesem Projekt. Weitergesponnen ist „Insel“ auch ein Wunschort. Allerdings hat JanKB auf vielen Reisen und Aufenthalten zu und auf Inseln die Grenzen dieses Ideals erleben können. Im weitesten Sinne sind die Arbeiten dieses Projektes Überlegungen zu einer äußeren und inneren Heimat.
Renate Lödings fragile Objekte entstehen aus einem besonderen Material. Sie versetzt Porzellan mit Papierbrei, Paperclay genannt. Diese Masse, die sie immer selbst herstellt, kann sehr dünn und trotzdem stabil verarbeitet werden. Die Risse und Unebenheiten in ihren Arbeiten sind gewollt und werden besonders betont. Offene Ränder, Ein- und Durchblicke der entstehenden Skulpturen assoziieren Unendlichkeit und Gebrochenheit. Oft arbeitet sie in Serien, um die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten und Variationen eines Themas zu ergründen und auszuschöpfen.


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