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Modenschau an der Heineschule

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Foto: hfr

Heikendorf (t/los). Die Heinrich-Heine-Schule, das Aktionsforum für Nachhaltigkeit und die Gemeinde Heikendorf als Fairtrade Town laden zu einer etwas anderen Modenschau in die Aula am Schulredder 7-9 ein. Nachhaltige, faire Produktion und Vertriebswege sollen dabei in den Blickpunkt gerückt werden. Die zugleich informative wie unterhaltsame Veranstaltung findet am morgigen Donnerstag, 29. September statt und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Hintergrund: In der zweiten Septemberhälfte ruft die Organisation Fairtrade Deutschland schon seit vielen Jahren die Faire Woche aus. Für 2022 wurde das Thema Textilien unter dem Motto „Fair steht dir - #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ herausgestellt.
Tatsächlich können die Menschen der wohlhabenden Länder durch ihre Kaufentscheidungen sehr viel zur Förderung von Menschenrechten beitragen. Dazu ist es erforderlich, sich über die komplexen Zusammenhänge in der Textilproduktion zu informieren. Die schöne bunte Modewelt bringt in kurzen Abständen immer neue Kollektionen heraus. Diese werden aufwändig beworben. Die Bewerbung der Mode bringt Hunderte Millionen Menschen rund um aden Globus zum Kauf der neuesten Kreationen. So kauft auch jeder und jede Deutsche durchschnittlich 60 neue Textilien pro Jahr für sich ein.
Doch ein erheblicher Teil der Neuanschaffungen liegt danach unbenutzt im Kleiderschrank und wird kaum oder gar nicht getragen beziehungsweise genutzt. Solche mit dem Begriff „Fast Fashion“ bezeichnete Kleidung hat via Werbung große Auswirkungen, sowohl in Bezug auf das Konsumverhalten als auch auf die Umwelt.
Denn der Wasserverbrauch ist immens. Zudem werden viele Giftstoffe in der Produktion eingesetzt. Darüber hinaus entstehen riesige Berge an Altkleidern.
In sozialer Hinsicht zeichnen sich noch mehr Probleme ab, zumal in den ärmeren Ländern: Die Baumwoll-Pflücker, die in der Spinnerei, Färberei und Näherei Tätigen verdienen zu geringe Löhne und arbeiten unter schlechten Bedingungen, auch und insbesondere im Hinblick auf den Kontakt mit den eingesetzten Giftstoffen. Wie geht Mode nachhaltig und fair? Dieser Frage wollen die Fairtrade-Gemeinde Heikendorf, das Heikendorfer Aktionsforum für Nachhaltigkeit und die Heinrich-Heine-Schule an diesem Abend nachgehen. Dabei soll nicht nur über die Schattenseiten des Modethemas informiert werden. Vielmehr wollen die Organisatoren auch bessere Wege aufzeigen, die in der Textilproduktion möglich sind und bereits eingeschlagen werden. Abschluss und gleichzeitiger Höhepunkt ist die Modenschau mit einer Auswahl „fairer“ Kleidung, die mit deutlich nachhaltigerer Textilproduktion einhergeht. Unterstützer sind die Geschäfte Blaues Wunder in Heikendorf sowie Tofte und Heinrich Knievel in Kiel. Die Schüler und Schülerinnen der Heinrich-Heine-Schule werden als Models in Aktion sein und die Mode auf dem Laufsteg präsentieren. Die Besonderheiten der Kleidungsstücke sowie fairer und nachhaltiger Textilien im allgemeinen werden dabei sachkundig erläutert.


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