Reporter Eutin

Störche beginnen die Mission Klassenerhalt

Kreis Plön (dif). Die KSV Holstein hat das erste Spiel der Rückrunde in der Spielzeit 2025/26 am heimischen Mühlenweg überraschend souverän gegen den SC Paderborn mit 2:0 (1:0) gewinnen können. Steven Skrzybski (18.) und Lasse Rosenboom ließen die Anhänger der Sportvereinigung jubeln. Im fast ausverkauften Holstein-Stadion geriet die Rapp-Elf nur anfangs ein wenig unter Druck. Doch die Abwehr stand sicher und auch in Sachen Spielverständnis lief vieles besser als noch in der Hinrunde. Mit Jonas Meffert und Umut Tohumcu in der Startformation, später noch Aldin Jakupovic, kamen alle drei Neuzugänge zu ihren ersten Einsatzminuten. Kurz vor dem Spielende stockte vielen im Ground jedoch der Atem, als sich der Paderborner Calvin Brackelmann schwer verletzte. Der Defensivmann fiel unglücklich auf den Nacken und musste nach langer Behandlung in ein Kieler Krankenhaus gebracht werden. Sportlich aber ein ganz wichtiger Schritt für die KSV im Abstiegskampf und ein Sieg, den man so nicht unbedingt erwarten konnte. Die Gäste verpassten durch die Pleite einen möglichen Sprung auf Ligaplatz zwei, bleiben aber im Kampf um den Bundesligaaufstieg dabei. Für Holstein geht es nun schon am Freitag, 23. Januar (18.30 Uhr), auf der Bielefelder Alm weiter. Das Hinspiel konnte der Aufsteiger an Spieltag zwei im Holstein-Stadion für sich entscheiden. Hier haben die Störche also noch eine Rechnung offen. Nach gutem Start müssen sich die Arminen aber aktuell ebenfalls mit dem Abstiegskampf anfreunden. Zu verschenken haben beide Mannschaften also nichts. Ein Duell in etwa auf Augenhöhe, wobei wir die KSV immer noch in der leichten Favoritenrolle sehen und auf einen knappen 2:1-Sieg setzen. In der Vergangenheit gingen die Hausherren aus ihren Heimspielen gegen die Kieler meist als Sieger hervor. Zeit, dies in Richtung Holstein zu verschieben. Der gute Auftakt gegen Paderborn könnte für die nötige Sicherheit und weiteres Selbstvertrauen sorgen. Mit erneut drei Pluspunkten könnte man sich erst einmal „von unten“ verabschieden. Ausblick: Auch wenn es noch ein wenig früh für die Rückrunde der Ober-und-Landesliga ist, einen kurzen Blick wollen wir doch schon jetzt auf den Stand unsere Vereine werfen. In der Flens-Staffel liegt die U23 der KSV Holstein auf Position zwei, hat aber auf Ligaprimus Todesfelde schon sieben Pluspunkte Rückstand. Dass hier weiter trotzdem an den Aufstieg geglaubt wird, zeigt die Winterverpflichtung von Kjell Knaak aus Hohenwestedt. Der Torjäger konnte beim Ligarivalen gleich 13-mal knipsen und soll die Aufholjagd möglich machen. Zusammen mit Louis Köster (11 Tore) bildet er nun eine echte Waffe für die Elf von Trainer Willi Weiße. Meister Kilia Kiel findet sich nach einer kleinen Durststrecke auf Rang fünf wieder. Hier ist der Rückstand auf den Titel wohl ein wenig zu groß. Trotzdem wird man bei den Kilianern am Ende einen Platz in der gehobenen Spitzengruppe geschafft haben. Sorgen muss man sich um Neuling Inter Türkspor machen. Die Kieler rangieren mit nur vier Siegen auf dem vorletzten Platz und haben im Vergleich zur Konkurrenz schon bis zu drei Spiele mehr absolviert. Allerdings ist hier noch lange nichts verloren, auch weil Inter viele Spiele unglücklich abgeben musste. Momentan befindet sich das rettende Ufer nur einen Zähler entfernt. Wir springen in die Landesliga Schleswig, wo mit Rot Schwarz Kiel eine Elf noch gute Chancen auf den Relegationsplatz hat. Der Titel scheint, angesichts der drückenden Überlegenheit, schon an TSB Flensburg vergeben zu ein. Der Spitzenreiter hat bis dato alle (!) 18 Vergleiche für sich entscheiden können. Kaum zu glauben, dass sich dies in der Rückrunde großartig ändern wird, die Flensburger einen derartigen Einbruch erleben. Der TSV Klausdorf spielt eine solide, aber keine starke Runde. Platz acht mit 28 Punkten lassen einen hohen Vorsprung (zwölf Pluspunkte) auf die Abstiegszone, aber auch einen Rückstand (sieben auf Platz zwei) auf die Spitze erkennen. Hier geht nur noch bei einem optimalen Verlauf etwas. Ähnlich wie in der Oberliga, so hat auch die LL Schleswig ein Sorgenkind. Hier ist es Aufsteiger SVE Comet. Die Kieler bilden das Schlusslicht der Staffel, haben nur ganze acht Zähler auf der Habenseite. Das Team vom Ostufer muss schon eine ganz, ganz starke Rückserie erwischen, will man den Rückstand noch aufholen. Dieser liegt nicht nur bei acht Punkten, die Ostuferkicker müssen auch noch drei Vereine hinter sich lassen. Ende Februar werden wir die ersten Erkenntnisse haben, in welche Richtung es für unsere Teams geht. 

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