Reporter Eutin

„MWSH - Wieder ein Schließungsantrag zur Unzeit!“

Laboe (t). Der Antrag der LWG sorgt für Unmut: „Was ist das für ein Zeichen für die eigenen Bürger und die Nutzer der Meerwasserschwimmhalle?“, fragt sich nun der Förderverein Hallenbad Laboe e. V., auch mit Blick auf die Schulkinder sowie unter anderem den TV Laboe mit seinen rund 300 Schwimmern.
Im Oktober 2019 hatte sich die Gemeindevertretung Laboe einstimmig (!) für eine Schwimmhalle in Laboe ausgesprochen. Nun – völlig überraschend und aus Sicht des Fördervereins Hallenbad Laboe e.V. zur Unzeit – der erneute Antrag der LWG auf Schließung aus Kostengründen und „als ein Zeichen für die Umlandgemeinden“. Bereits 2014 und 2017 hätten die Laboer der Politik gesagt was sie wollen: eine Schwimmhalle in Laboe. „Das war ein Auftrag, liebe Politik!“, macht der Förderverein deutlich. Seit 2012 werde über die Schwimmhalle diskutiert. Die Bürgerentscheide habe man „ausgesessen“, die Halle sei durch viele Maßnahmen der Kostenreduzierung immer unattraktiver geworden, es wurde keine Werbung betrieben, zählt der Förderverein auf. „Kein Wunder, dass Besucherzahlen und Einnahmen rückläufig sind.“
Der Förderverein Hallenbad Laboe habe über die Jahre etliche Vorschläge, Ideen und Konzepte eingereicht, die die Kosten auf mehrere Schultern verteilen und die Gemeinde entlasten sollten. „Nichts wurde ernsthaft geprüft oder weiter verfolgt“, erklärt Manfred Krutzinna für den Vorstand. Die Angelegenheit sei über Jahre verschleppt worden, die Kosten liefen weiter. „Und jetzt wirft die LWG Ihren eigenen Bürger*innen indirekt vor, durch die Bürgerentscheide Kosten in Millionenhöhe verursacht zu haben? Was sagt das über ihr Verständnis von Bürgernähe aus....“, moniert der Verein. „Nun haben wir endlich einen Bürgermeister, der sich beherzt der Sache angenommen hat, wenn auch der Prozess mehr als langatmig ist und anfangs Transparenz und Bürgerbeteiligung vermissen ließ. Transparenz wurde teilweise nun endlich hergestellt - da muss jetzt auch die Zeit sein, diese Diskussion zu führen. Mit der Kostenanalyse gibt es dann die Basis, auf der man diskutieren muss. Das Verfahren läuft, die Firma Drees und Sommer ist beauftragt. Es gibt also noch keinen Beschluss über einen zukünftigen Standort. Unstrittig ist aber der Bedarf für eine Schwimmhalle“.
Das sehe auch der Kreis Plön so, der die Standortsuche mit 50.000 Euro fördere. Insofern müsse auch die alte Halle solange es geht geöffnet bleiben, „ganz besonders in Coronazeiten, in denen während der Lockdowns keine sportliche Betätigung möglich ist.“ Die Zeit, in der keine Halle zur Verfügung stehe, müsse so gering wie möglich sein. Auch würde es keine wesentliche Einsparung bei den Personalkosten durch eine Schließung geben, da das Personal bei der Gemeinde verbleibe.
Ein ganz wichtiger Aspekt für den Förderverein sei die touristische Nutzung: „Laboe, das mit dem derzeitigen Meerwasserschwimmbad über ein Alleinstellungsmerkmal verfügt, würde sich doch ins eigene Fleisch schneiden, zumal mit verstärktem innerdeutschem Tourismus zu rechnen ist! Jetzt im Hauruck- Verfahren die Halle zu schließen, ist zu kurz gedacht und falsch! Dieser Antrag schadet den Nutzern - beschleunigt aber den Prozess nicht. Laboe braucht erst eine offene und transparente Diskussion Pro und Kontra und dann eine Entscheidung der Gemeindevertretung - nicht umgekehrt!“ Es bleibe zu hoffen, dass die anderen Fraktionen der Gemeindevertretung sich an Ihre bisherigen Aussagen für den Schwimmhallenstandort Laboe erinnern und einer Schließung nicht zustimmen.


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