Reporter Eutin

Wehrbeauftragte Eva Högl zu Besuch in Laboe

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Laboe (t). Mit einer Pinasse der Deutschen Marine fuhr die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags Dr. Eva Högl gestern vom Marinestützpunkt Kiel über die Kieler Förde nach Laboe, um dort das Marine-Ehrenmal zu besuchen. Nach einer offiziellen Begrüßung durch Heinz Maurus, Präsident des Deutschen Marinebundes e.V. (DMB) nahm Dr. Högl eine feierliche Kranzniederlegung in der unterirdischen Gedenkhalle vor. Durch die anschließende Führung vom Marine-Historiker des DMB Dr. Jann M. Witt erhielt sie umfassende Einblicke in die Geschichte der Gedenkstätte und das Technische Museum U 995.
Als Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen sowie offizielle Gedenkstätte der Deutschen Marine und Mahnmal für eine freie Seefahrt auf freien Meeren war es Dr. Högl ein besonderes Anliegen, im Marine-Ehrenmal einen Kranz niederzulegen. „Es ist wichtig, an die Soldatinnen und Soldaten zu erinnern, die in den beiden Weltkriegen gefallen sind oder im Dienst für Frieden und Freiheit ihr Leben gelassen haben, und die Geschichte der Deutschen Marinen darzustellen, ihre wechselhafte Vergangenheit kritisch zu erläutern und die Zukunft in den Blick zu nehmen. Laboe ist dafür ein guter Ort. Ich danke dem DMB für sein Engagement und wünsche alles Gute“, so die Wehrbeauftragte.
Begleitet wurde Dr. Högl von Flottillenadmiral Christian Bock, Oberregierungsrat Kai Mühlstädt und Referent Matthias Jüngst. Auf Seiten des DMB nahmen neben DMB-Präsident Maurus und DMB-Historiker Dr. Witt Vizepräsident Karl-Dietrich Haase und Bundesgeschäftsführer Mike Brach an der Kranzniederlegung teil.
Dr. Witt erläuterte Dr. Högl die Einzigartigkeit des Marine-Ehrenmals, dessen Grundstein im Jahre 1927 gelegt wurde. 1936 erfolgte die feierliche Einweihung. Dem Bauwerk lag der Gedanke zugrunde, eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg zu schaffen. Den damaligen aktiven und ehemaligen Marineangehörigen, den Mitgliedern der Marinevereine sowie dem DMB, dem Marine-Offizier-Verband (MOV) als Initiatoren, aber auch weiteren Unterstützern war dies eine Herzensangelegenheit, sodass die Neubaukosten in Höhe von 700.000 Reichsmark ausschließlich durch Spenden gedeckt werden konnten. Für eine notwendig gewordene Sanierung in den 1990er Jahren wurden ebenfalls Mittel in Höhe von 4 Mio. DM durch Spenden aufgebracht.
In diesem Zusammenhang wies DMB-Präsident Maurus auf die kürzlich gestartete Spendenkampagne „Rettungscrew gesucht! Marine-Ehrenmal erhalten“ hin, durch die die nun anstehende Sanierung des Turmes der Anlage finanziert werden soll. Von den rund 4,6 Mio. Euro, die die Instandsetzung voraussichtlich kosten wird, konnte der DMB bereits etwa 3,5 Mio. Euro durch Unterstützung von Bund, Land und durch Eigenmittel aufbringen. Die rund 1,2 Mio. noch fehlenden Euro sollen durch die Spendenkampagne gesammelt werden. „Das ist ein ‚Alle-Mann- und Alle-Frau-Manöver‘, das wir hier gestartet haben. In fünf Wochen sind bereits 110.000 Euro gespendet worden. Dafür allen einen herzlichen Dank. Wir hoffen, dass wir das Delta von 1,1 Mio. Euro in den nächsten beiden Jahren auch noch durch weitere Spenden und Aktionen decken können“, sagt Maurus.
Zum Abschluss ihres Besuchs tauschten sich Wehrbeauftragte und DMB über aktuelle Angelegenheiten der Deutschen Marine und des DMB bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Heimathafen aus.
Der Deutsche Marinebund e.V. ist mit rund 10 000 Mitgliedern in ca. 250 Mitgliedsvereinen der größte maritime Interessenverband Deutschlands. Der DMB bietet allen mit dem Meer und der Seefahrt verbundenen Menschen ein Forum. Er richtet sich an jeden, der sich für Schiffe und Seefahrt begeistert oder für Themen wie Meeres-Umweltschutz oder maritime Wirtschaft interessiert. Ebenso fördert der DMB in enger Zusammenarbeit mit Marine und Handelsschifffahrt alle Bereiche der deutschen Seefahrt und informiert deutschlandweit über die Bedeutung und Notwendigkeit der Seefahrt für die Bundesrepublik. Der DMB beteiligt sich partei-politisch neutral an der Diskussion über aktuelle maritime Themen und ist Ansprechpartner für die maritimen Entscheidungsträger in unserer Gesellschaft.


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