Marlies Henke

Ausbildungsberufe in der Apotheke

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Apothekerinnen und Apotheker sind Experten für Arzneimittel. Ihr Beruf ist anspruchsvoll und mit viel persönlicher Verantwortung verbunden. Voraussetzung für die Approbation als Apotheker ist der erfolgreiche Abschluss des Pharmaziestudiums. Neben den Apothekern gibt es aber auch Ausbildungsberufe in der Apotheke.
 
Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA)
PTA sind die rechte Hand des Apothekers. In der Apotheke informieren und beraten sie die Patientinnen und Patienten bei der Arzneimittelabgabe und stellen Arzneimittel her. Dabei arbeiten sie unter Aufsicht der Apotheker und unterstützen deren Tätigkeiten. Für diesen Beruf sind neben dem Fachwissen und einem hohen Verantwortungsbewusstsein vor allem Einfühlungsvermögen, Ordnungssinn und Kommunikationstalent gefragt.
Schwerpunkt der Tätigkeit der PTA ist die Anfertigung von Rezepturen, also individuell in der Apotheke angefertigte Arzneimittel, wie beispielsweise Salben, Tees oder Tinkturen. Die PTA informieren die Kundinnen und Kunden in der Apotheke aber auch über apothekenpflichtige Arzneimittel. Außerdem können sie beratend zur Seite stehen, wenn es um die Auswahl von Verbandsstoffen oder Krankenpflegeartikeln geht.
Wer sich als PTA ausbilden lassen möchte, sollte einen Realschul- oder gleichwertigen Abschluss mitbringen und Freude am exakten Arbeiten haben - absolute Bedingung für jemanden, der Rezepturen herstellt. Wichtig ist auch das Interesse an Naturwissenschaften wie Botanik und Chemie. Ebenso ist ein breites Wissen auf vielen Krankheitsgebieten nötig, das man während der Ausbildung erwirbt. Diese erfolgt über zwei Jahre an einer Schule mit anschließendem halbjährigem Praktikum in einer Apotheke.
 
Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte oder Angestellter (PKA)
PKA sind schwerpunktmäßig im kaufmännisch-organisatorischen Bereich der Apotheke beschäftigt. Sie kümmern sich vor allem um die Warenwirtschaft, den Einkauf und die Lagerung der Arzneimittel und der apothekenüblichen Waren.
Im Durchschnitt sind rund 10.000 verschiedene Arzneimittel in einer Apotheke vorrätig. Damit die Medikamente für die Patienten verfügbar sind, muss das Warensortiment beständig gepflegt und ergänzt werden. Neben diesen organisatorischen und kaufmännischen Aufgaben üben PKA weitere Tätigkeiten aus. Zwar dürfen sie keine Arzneimittel an die Kunden abgeben, doch ihre Ausbildung qualifiziert sie für die Bereiche apothekenübliche Waren, Kosmetik, Babynahrung und Pflanzenschutzmittel. Zu diesen Themen leisten PKA fachkundige Beratung. Außerdem dekorieren PKA das Apotheken-Schaufenster und kümmern sich um eine attraktive Präsentation des Angebots.
Wer eine Ausbildung zur PKA anstrebt, sollte mindestens den Hauptschulabschluss haben sowie über eine gute Allgemeinbildung, gute Kenntnisse in Deutsch, Mathematik und den Naturwissenschaften verfügen. Pharmazeutisches und kaufmännisches Interesse sind ebenso wichtig wie Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel aufgrund sehr guter Leistungen, kann sie auch verkürzt werden. (red/he)


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