Petra Remshardt

Ölheizung - was nun? Klimaschutzpaket verunsichert Hausbesitzer

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Eine Modernisierung lohnt sich: Im Vergleich zu einer älteren Ölheizung spart moderne Brennwerttechnik eine Menge Energie ein, bindet auf Wunsch erneuerbare Energien wie Solarenergie ein und ist für künftige, zunehmend treibhausgasreduzierte Heizöle geeignet.

Eine Modernisierung lohnt sich: Im Vergleich zu einer älteren Ölheizung spart moderne Brennwerttechnik eine Menge Energie ein, bindet auf Wunsch erneuerbare Energien wie Solarenergie ein und ist für künftige, zunehmend treibhausgasreduzierte Heizöle geeignet.

Foto: Foto: djd/IWO - Institut für Wärme und Oeltechnik

Seit Bekanntwerden des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung stellen sich zahlreiche Hausbesitzer die Frage: Was passiert mit meiner Ölheizung? Manche Meldungen erwecken den Eindruck, sie müsste 2026 abgeschafft werden. Doch das stimmt nicht. „Nach derzeitigem Stand ist es so, dass bestehende Ölheizungen auch über das Jahr 2026 hinaus betrieben und modernisiert werden dürfen“, erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO).

Ölheizungen dürfen weiter betrieben, modernisiert und eingebaut werden
Bis einschließlich 2025 können Heizkessel auch ohne weitere Maßnahmen gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden. „Das lohnt sich, denn ein effizientes Öl-Brennwertgerät kann den Heizölbedarf gegenüber einem alten Kessel deutlich reduzieren“, betont Willig. Auch ab 2026 sollen effiziente Öl-Brennwertgeräte weiter eingebaut werden dürfen. Etwa dann, wenn sie erneuerbare Energien wie Solarenergie mit einbinden oder wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden ist und keine erneuerbaren Energien anteilig integriert werden können. Ist die Ölheizung bereits mit einer Solaranlage kombiniert, soll der Austausch des alten Kessels gegen ein Öl-Brennwertgerät auch künftig ohne weitere Anforderungen möglich sein. Andere Regeln gelten nur in Baden-Württemberg: Hausbesitzer müssen bei einer Modernisierung einer Gas- oder Ölheizung schon jetzt mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien einbinden.
Fördergelder und Forschung an alternativen flüssigen Brennstoffen
Für den Einbau neuer Öl-Hybridanlagen gibt es weiterhin staatliche Fördergelder. Finanziell unterstützt wird die Integration der erneuerbaren Komponenten, etwa einer Solaranlage, mit 30 Prozent der Investitionskosten. Zusätzlich gibt es zudem nichtstaatliche Förderaktionen, zum Beispiel von Heizgeräteherstellern. Und die erneuerbaren Energien können auch unabhängig von der eigentlichen Heizungsmodernisierung in einem zweiten Schritt integriert werden. Mit Hochdruck wird zudem an alternativen, treibhausgasreduzierten beziehungsweise -neutralen flüssigen Brennstoffen geforscht. Dazu gehören fortschrittliche Bio-Brennstoffe, abfallbasierte Brennstoffe und E-Fuels. Durch sie sollen ölbeheizte Gebäude künftig klimaneutral betrieben werden können. Bereits heute werden ausgewählte Häuser mit klimaschonenderem Heizöl versorgt. Das IWO etwa betreut mehrere solcher Modellprojekte, die ihren CO2-Ausstoß deutlich reduziert haben. Unter www.zukunftsheizen.de gibt es alle Infos zum Klimaschutzpaket und Ölheizungen sowie den Modellprojekten. (djd)


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