Marlies Henke

Wer hat‘s erfunden? Eine kleine Geschichte vom Eis

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Mittlerweile ein Welterfolg: die Eiscreme.

Mittlerweile ein Welterfolg: die Eiscreme.

Foto: Maria Orlova/Pexels.

Der Sommer ist endlich da und am liebsten wollen wir jeden Tag Eis essen. Wie gut, dass es an der Küste und im Binnenland so viele tolle Eisdielen gibt. Dann müssen wir für die cremig-süße Erfrischung nicht ganz bis nach Italien fahren.

Seit 1920 erobern italienische Eisdielen die Genießerherzen in Deutschland. Doch entgegen der weit verbreiteten Meinung wurde das erste essbare Speiseeis nicht von Italienern erfunden, sondern im alten China. Dort nutzten die Menschen bereits vor 5.000 Jahren Schnee und Eis, um ihre Getränke zu kühlen. Zu einer italienischen Spezialität aus Wasser und Fruchtpüree wurde das Eis erst im 13. Jahrhundert, nachdem der venezianische Weltreisende Marco Polo es in China kennenlernte. Von Italien aus verbreitete sich das Speiseeis über Paris peu à peu über die gesamte Welt.
Heute besteht Eiscreme meistens aus Wasser, Milch, Sahne oder Joghurt und Zucker. Mit Fruchtsirup, Vanille, Schokolade oder anderen Aromen werden verschiedene Geschmacksrichtungen hergestellt. Das anschließende lange Rühren wurde früher per Hand gemacht. Diese Arbeit übernehmen heute elektrische Eismaschinen. Damit Konsistenz und Geschmack der Masse perfekt sind, braucht es allerdings viel Geduld und Erfahrung. Alles Weitere bleibt ein gut gehütetes Geheimrezept eines jeden Eismachers. (he)


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