Petra Remshardt

Nicht nur Senioren haben eine schwache Blase

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Menschen, die unter Inkontinenz leiden, können eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um die Erkrankung zu lindern.

Menschen, die unter Inkontinenz leiden, können eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um die Erkrankung zu lindern.

Foto: Foto: djd/Ontex Healthcare Deutschland/Getty Images/Hero Images

Vor lauter Lachen in die Hose machen: Für Millionen Frauen und Männer in Deutschland ist dies nicht nur eine Redewendung. Aber statt darüber mit einem Arzt und der Familie zu reden, schweigen sie aus Scham. Viele ziehen sich zurück. Auch für die Mehrheit der Bundesbürger ist Inkontinenz ein Tabuthema. Eine Umfrage im Auftrag der auf Inkontinenzprodukte spezialisierten Firma Ontex Healthcare ergab, dass die Hälfte der Befragten das unkontrollierte Wasserlassen für ein typisches Altersleiden hält. Ein Drittel glaubt sogar, dass dies nur im Alter von 65 plus auftritt.

Schwacher Beckenboden häufig die Ursache
Doch Blasenschwäche hat viele Ursachen und ist auch in jüngeren Jahren möglich. So können zum Beispiel Schwangerschaft und Entbindung bei Frauen zu Inkontinenz führen. Hier ist eine Schwächung des Beckenbodens der Grund. Ganz unabhängig davon kann ein schwacher Beckenboden in jedem Alter verantwortlich dafür sein, dass die Betroffenen bei schwerem Heben, Lachen oder Niesen ungewollt Urin verlieren. Auf der Seite www.inkontinenz.de gibt es viele zusätzliche Informationen zum Thema. Eine vergrößerte Prostata hingegen kann bei Männern auf die Blase drücken und zum „Überlaufen“ führen. Übergewicht, Stress, Nervenleiden, Blasenentzündungen und Diabetes sind weitere Ursachen, die auch in jüngeren Jahren eine Blasenschwäche begünstigen.
Die Inkontinenz gezielt lindern
„Ein Großteil der von Inkontinenz Betroffenen ist nicht bereit, die Erkrankung zu akzeptieren und sich helfen zu lassen“, sagt Ontex-Geschäftsführer Detlef Röseler. Schweigen und leiden müssten die Betroffenen aber nicht. Denn es gebe eine Reihe von Maßnahmen, die sie ergreifen können, um Inkontinenz zu lindern. So können Frauen und Männer etwa mit regelmäßiger Beckenbodengymnastik den Muskelkomplex im Inneren des Beckens stärken und wieder mehr Kontrolle über ihre Blase gewinnen. Eine Ernährung mit weniger harntreibenden Lebensmitteln und Getränken verbessert ihre Lebensqualität zusätzlich. Detlef Röseler ermutigt die Betroffenen zudem, mit anderen über das Tabuthema zu reden: „Sie sollten den ersten Schritt wagen und mit ihrem Arzt sprechen.“ Gemeinsam mit einem Mediziner können Patienten die Ursache der Inkontinenz abklären und bei Bedarf ein Rezept für Pflegeprodukte erhalten. (djd)


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