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Bürgermeister-Wahl: Sven Markus Kockel tritt noch einmal zur Wahl an

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Der Timmendorfer Rechtsanwalt Sven Markus Kockel kandidiert - nach 2018 - ein zweites Mal für die Bürgermeister-Wahl.

Der Timmendorfer Rechtsanwalt Sven Markus Kockel kandidiert - nach 2018 - ein zweites Mal für die Bürgermeister-Wahl.

Foto: René Kleinschmidt

Timmendorfer Strand. Am 16. Mai findet die Bürgermeister-Wahl in der Gemeinde Timmendorfer Strand statt. Neben den vier bisher vorgestellten Kandidatinnen und Kandidaten tritt auch Rechtsanwalt Sven Markus Kockel zur Wahl an.

„Ich bin 45 Jahre jung, glücklich vergeben und seit 1983 hier zu Hause. Ich bin parteilos und unabhängig und danke an dieser Stelle allen Bürgern, die mir durch ihre Unterstützungsstimme diese Kandidatur ermöglicht haben,“ so der Timmendorfer Bürgermeister-Kandidat.

„Nach einigen touristischen Selbstständigkeiten und der Universität nahm ich das Referendariat auf. Durch ein halbes Jahr beim Verwaltungsgericht und eine Station bei der Gemeinde Scharbeutz habe ich Verwaltungskenntnisse auf Höchstniveau erlangt. Die Verwaltung einer touristischen Gemeinde ist mir also vertraut. Meine juristische Ausbildung zur Laufbahn im höheren Dienst mit der Befähigung zum Richteramt stellt die höchstmögliche Beamtenlaufbahn dar und beinhaltet die Bürgermeisterfachkompetenz. Zudem habe ich an der Universität die Schlüsselqualifikation Mediation erlangt und mit dem Schwerpunkt KMU-Unternehmensrecht die Befähigung und das Verständnis, einen Betrieb mit den Kennzahlen unserer Gemeinde zu führen und die Gewerbetreibenden zu verstehen. In meinen über 20 Jahren Selbstständigkeit hatte ich viele Mitarbeiter und es gab keinen Ärger. Es ist kein Geheimnis, dass ich von meinen Mitarbeitern Leistung erwarte, dabei setze ich einen Maßstab an, der auch für mich gültig ist.“

Sven Markus Kockel sagt: „Als Ihr zukünftiger Bürgermeister stehe ich dafür, dass der durchschnittliche Erstwohnsitzbürger in einer ökologisch nachhaltigen und sozial verantwortungsvoll handelnden Gemeinde leben und im Zentrum jedes gemeindlichen Wirkens stehen soll.“

Zum Tourismus sagt Kockel: „Zwar ist der Tourismus die Lebensader unserer Gemeinde und einige von uns profitieren von ihm, aber er ist auch nicht alles. Natürlich gilt es, vorhandene touristische Kapazitäten zu optimieren, aber ein nur auf Maximalprofit ausgelegter Übertourismus zu Gunsten weniger Profiteure und zu Lasten der Mehrheit der Bürger und der Natur geht nicht mehr.“

Nach seinem weiteren Wahlprogramm gefragt, antwortete er: „Ich kämpfe besonders für die Stärkung des Erstwohnsitzortes inklusive Strand- und Parkplatzgarantie, den Schutz unserer Natur, die Förderung der Vereine, eine starke Feuerwehr, Plätze für Senioren, Perspektiven für unsere Jugend, den Erhalt eines direkten Bahnanschlusses, ein nachhaltiges ökologisches Verkehrs- und intelligentes Radfahrkonzept, die Vermeidung touristischer Müllmassen, die Bereitstellung leerer Liegenschaften für die Bürger und die Sicherheit unserer Kindergärten und Schulen.“ Sven Markus Kockel weiter: „Ich stehe für eine gerechtere, und ehrlichere Zukunft, die den guten Ist-Zustand im Tourismus fördert und sichert, in der die kleinen Betriebe entlastet, gefördert und vor illegalen Marktteilnehmern geschützt werden. Wer hier lebt, der soll auch nicht seine Heimat verlieren, weil der illegale Nutzer mehr Geld bringt. Das Wohnungsangebot ist durch illegale Nutzung eingebrochen, die Preise explodieren. Die Politik konnte keine Versprechen halten. Das ETC wartet immer noch auf seine Sanierung, der Bahnhof ist schäbig, das Kurmittelhaus seit 17 Jahren ungenutzt. Abseits vom Strand ist die Infrastruktur ein Desaster, dem Laubenpieper nimmt man den Strom weg, den Anwohnern die Parkplätze vor der Haustür und am Hundestrand. Ich will, dass man zukünftig mit kleinen Mitteln aus dem Haushalt unserer wohlhabenden Gemeinde mehr für den Bürger aufwendet. Anstatt jeden Euro in den Tourismus zu investieren, muss zukünftig auch ein fairer Teil für die Belange der Menschen, die hier fest leben und für die Natur eingeplant werden. Nur so wird es möglich sein, dass zukünftig alle Menschen hier in Harmonie leben. Wir brauchen daher einen echten Neuanfang. Den kann es nicht mit Akteuren geben, die seit Jahren für Streit, Spaltung und Selbstdarstellung oder Stillstand und Klüngel stehen. Diesen kann es nur mit einem unbelasteten Bürgermeister geben, der die Kompetenz mitbringt und der sich vorrangig den Bürgern und seinen Mitarbeitern und nicht Freunden, Lobbyisten oder einer Partei verpflichtet fühlt.“

Zum Schluss bittet Kockel insbesondere auch „die unbelasteten Neubürger sowie die Jung- und Nichtwähler“, ein „Teil dieses Neuanfanges“ zu werden: „Machen auch Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und geben Sie mir bitte Ihre Stimme, damit zukünftig die Bürger mehr Berücksichtigung finden. Bei Fragen schreiben Sie mir einfach eine E-Mail an info@tdf-strand-buergermeister.de.“ Das komplette Programm von Sven Markus Kockel ist online unter www.strandbuergermeister.de zu finden. „Da ich wegen Corona keine Wahlstände mache, dürfen die Bürger mich gerne für einen Einzeltermin kontaktieren,“ so Sven Markus Kockel abschließend. rk


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