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Bürgermeisterwahl in Bad Schwartau: Dr. Kathrin Engeln ist die neue Rathauschefin

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Bad Schwartau. Bad Schwartau hat gewählt und schreibt damit Geschichte. Erstmals in der Stadthistorie führt eine Frau die Verwaltung im Rathaus. Mit großem Vorsprung hat Dr. Kathrin Engeln als Einzelbewerberin die Wahl um das Bürgermeisteramt gewonnen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 40 Prozent.
65 Prozent der Urnengänger votierten für die Herausforderin und erteilten Dr. Uwe Brinkmann damit eine klare Absage für eine zweite Amtszeit. In sämtlichen der insgesamt 15 Wahllokale zog der Amts­inhaber in der Stichwahl am Sonntag den Kürzeren. In vielen Bezirken erreichte Engeln zwischen 65 und 70 Prozent der Wählerstimmmen – mutmaßlich eine Quittung dafür, dass er sein 2016 gegebenes Wahlversprechen, mit seiner Familie von Hamburg nach Bad Schwartau ziehen zu wollen, nie, wie von den Wählern erwartet, in der Form verwirklicht hat.

 


Immerhin: Auch in der Stunde seiner Niederlage, als bereits feststand, wer die Wahl gewinnen wird, erschien Dr. Uwe Brinkmann im Sitzungssaal und dankte für die „sozial-liberale Unterstützung“ in seinem Wahlkampf. Er sei dankbar für sechs lehrreiche und erfüllte Jahre sagte er und wünschte Kathrin Engeln „ebenfalls viel Gelingen und viel Erfolg beim Führen einer Verwaltung.“ Seinen Mitarbeitern mit der büroleitenden Beamtin Mandy Treetzen an der Spitze dankte er für „sechs erfolgreiche Jahre“.
Bad Schwartaus Stadtpräsidentin Wiebke Zweig dankte den Kandidaten für den Wahlkampf, den beide mit vollem Herzblut geführt hätten, und Dr. Uwe Brinkmann „für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“. Dr. Kathrin Engeln beglückwünschte sie mit einer langen Umarmung und einem Blumenstrauß und wünschte ihr alles Gute für ihre Arbeit.

 


Als letztes trat dann die sichtlich überglückliche Wahlsiegerin Dr. Kathrin Engeln ans Rednerpult, die im Schlussspurt von der CDU unterstützt worden war: „Auch ich möchte mich herzlich bedanken bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die mir erneut ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich werde mit Zuversicht und mit allem, was ich zu geben habe, dieses Amt annehmen und mich für unsere Stadt einsetzen.“ Die Fraktionen, die sie nicht unterstützt hatten lud sie ein, in nächster Zeit ins Gespräch zu kommen.


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