Reporter Timmendorf

Neue Krippengruppe „Wölkchengruppe“ eingeweiht

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Ratekau. Lang ist die Geschichte des Ev-luth. Kindergartens „Sonnenstrahl“ Ratekau. Und sie ist längst nicht zu Ende geschrieben – im Gegenteil!

Ein kurzer Überblick in Auszügen: Alles beginnt im Jahre 1950 mit der Übergabe eines Holzhauses im skandinavischen Baustil durch die Stiftung „Redd Barna“ aus Oslo und der Norwegischen Europahilfe an die Gemeinde Ratekau. Das Haus am Westring wird schon damals zunächst als Kindergarten, später als Kinder- und Jugendheim genutzt. 1971 übernimmt die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ratekau die Trägerschaft für einen Kindergarten, der hier eröffet wird – der Ev.-luth. Kindergarten ist gegründet. Zum 25-jährigen Jubiläum erhält er seinen heutigen Namen „Sonnenstrahl“. Erweiterungen und Ausbauten begleiten die Historie der Einrichtung, die auch jetzt wieder in einem mehrstufigen Plan in den nächsten Jahren ihr Gesicht verändern wird.

So wurde Ende vergangener Woche im Rahmen eines ersten Baubschnitts ein neuer Anbau eingeweiht, in dem künftig zehn Kinder der neuen Krippengruppe „Wölkchengruppe“ betreut werden.

„Die Kinder sind begeistert und haben die neuen Räumlichkeiten schon voll in Beschlag genommen“, ließ Kindergartenleiterin Bianca Thielke bei der Begrüßung der Gäste wissen.

Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller wies darauf hin, dass die Gemeinde mit der Fertigstellung des Ortszentrums, der Sportplatzsanierung und der Einweihung dieses Anbaus gleich drei große Vorhaben in diesem Jahr zum Abschluss gebracht habe und bedauerte, dass man die Einweihungen aufgrund der Corona-Situation nicht in größeren Rahmen habe feiern können. Dies sei zwar schade. „Aber wir bauen ja nicht, um Feste zu feiern. Sondern wir bauen, um unsere Infrastruktur zu verbessern. Und das ist uns, glaube ich, bei allen drei Maßnahmen gut gelungen.“

Keller erklärte, dass die Kirchengemeinde zwar Träger des Kindergartens sei, die Liegenschaft sich aber auf einem Grundstück befinde, das der Gemeinde gehöre und somit auch die Gemeinde zuständig für die Erweiterung sei. Gemeinsam und konstruktiv habe man ausgearbeitet, wie ein möglicher Ausbau aussehen könnte, betonte er in Anwesenheit von Pastorin Anke Dittmann. Ebenso lobte der Verwaltungschef den „gelungenen Anbau“ und bedankte sich bei Architekt Jörn Jahnke für die gute Bauausführung und Einhaltung des Kostenrahmens.

Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt waren mit 680.000 Euro veranschlagt worden – tatsächlich liegen sie mit 656.000 Euro ein gutes Stück darunter. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Bundesinvestitionsprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ mit knapp 50.000 Euro gefördert. „Wir hoffen, hier eventuell noch einen Nachschlag zu bekommen“, so Ratekaus Verwaltungschef. In Begleitung von Bürgervorsteherin Gaby Spiller und den zuständigen Mitarbeitern aus dem Rathaus wies er passend zum Anlass auch noch einmal auf die guten Quoten in der Kinderbetreuung sowohl im U3- als auch im Ü3-Bereich in der Gemeinde Ratekau und auf die „sagenhaft günstigen und von der Politik auch so gewollten Betreuungskosten“ hin.

Für die Ausstattung der neuen Krippengruppe stellt die Gemeinde Ratekau bis zu 12.000 Euro zur Verfügung.

Durch den Anbau gibt es im „Sonnenstrahl“ nunmehr Plätze für 101 Kinder, die in drei Elementargruppen mit jeweils 22 Plätzen, zwei Krippengruppen (10) und einer altersgemischten Gruppe (15) je nach Bedarf montags bis freitags jeweils von 7 bis 17 Uhr betreut werden.

Errichtet wurde der Anbau monolithisch aus Kalksandsteinmauerwerk, die Fassade ist mit Faserzement-Platten verkleidet worden. Im Rahmen der Klimaschutzmaßnahmen der Gemeinde Ratekau wurde die Wärmeversorgung mittels Nahwärmeleitung von der Pelletheizung der benachbarten Hannes-Zobel-Halle realisiert.

Im diesjährigen Haushalt sind bereits die Planungskosten für den nächsten Bauabschnitt bereitgestellt worden. Im Rahmen dieses zweiten Bauschnittes ensteht ein weiterer Anbau, in den die Nutzungseinheiten des jetzigen Holzgebäudes umziehen. Baubeginn soll 2021 sein.

Anschließend erfolgt der Abriss des baufälligen Holzgebäudes. An dieser Stelle entsteht dann das neue Außengelände des Kindergartens „Sonnenstrahl“.


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