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Junge Künstlerin unterstützt die Ostseestation: Mit einer Bildpatenschaft die Meere retten

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Travemünde-Priwall. „Es schwimmt einfach zu viel Müll im Meer!”, sagt die 27-jährige Künstlerin Inga Prasse aus Travemünde und initiiert ein Projekt zur Förderung der Ostseestation Travemünde. Dies soll helfen, neue Projekte zur Umweltbildung der Lübecker Kinder zu realisieren. Unterstützt wird sie dabei vom Museum für Natur und Umwelt in Lübeck.

Seit Anfang Oktober arbeitet die Künstlerin alle zwei Wochen öffentlich an ihrem Gemälde vor der Ostseestation in Travemünde. Darauf zu sehen ist eine Feuerqualle, die neben einer benutzten Einwegmaske im Meer treibt. Neben der Malerin steht eine Infotafel, auf der zu lesen ist, wie lange beides im Meer schwimmen wird: Die Feuerqualle wird maximal ein Jahr in der Ostsee verbringen, die Einwegmaske jedoch wird 450 Jahre brauchen, bis sie komplett verrottet ist.

Bei ihren öffentlichen Malaktionen legt Inga Prasse außerdem Schilder aus, auf denen die Abbauzeiten vieler anderer Dinge des täglichen Bedarfs stehen - Schilder, an denen die Blicke der Leute hängen bleiben. „Viele Menschen rechnen nicht damit, dass ein Kaugummi bis zu 5 Jahre braucht, bis er komplett verrottet ist.“, erzählt die junge Künstlerin.

Inga Prasse ist seit fünf Jahren hauptberuflich Künstlerin. Sie malt vor allem Portraits von Menschen und Tieren, hat aber auch schon Kinderbücher und Buchcover illustriert. Sie kam während eines Kescherausfluges mit ihrem Sohn, bei dem sie mehrere Einwegmasken aus dem Wasser fischten, auf die Idee, eine Qualle und eine Einwegmaske als Motiv für ihr neues Gemälde zu nehmen.

„Normalerweise möchte ich auf meinen Bildern die Einzigartigkeit eines Menschen oder eines Tieres festhalten. Bei diesem Gemälde ist es anders: hier bilde ich realistisch ab, was mittlerweile zur Normalität geworden ist.“

Bildpaten für mehr Umweltbildung gesucht

Mit ihrem Kunstwerk will sie auf die zu geringe Umweltbildung vieler Menschen aufmerksam machen, aber auch direkt vor Ort etwas bewirken. Dafür hat die Künstlerin die Aktion „Bildpaten für die Ostseestation Travemünde“ ins Leben gerufen. Mittels Patenschaften können Interessierte für einen selbstgewählten Betrag einen Teil des Bildes erwerben - sie werden Bildpaten für das Gemälde.

Die Gesamtsumme aller Bildpatenschaften spendet sie am 1. Januar an die Ostseestation Travemünde (www.ostseestation-travemünde.de), damit diese weitere umweltpädagogische Projekte verwirklichen kann, wie beispielsweise Workshops mit Kindern zum Thema Meeresschutz.

Die Aktion wird vom Museum für Natur und Umwelt in Lübeck unterstützt. Wenn die junge Künstlerin nicht an ihrem Bild malt, ist das Gemälde in der Ausstellung „Von Flüssen und Meer“ zu sehen.

Weitere Information über die Aktion „Bildpaten für die Ostseestation“ finden Interessierte auf der Homepage der Künstlerin unter www.inga-prasse.de.

Sie freut sich aber auch sehr über einen Besuch vor Ort, wenn sie das nächste Mal am Samstag, dem 6. November, ab 14 Uhr vor der Ostseestation auf der Priwallpromenade 29-21 in Travemünde malt. An diesem Tag kann man Inga Prasse nicht nur beim Malen über die Schulter schauen: Interessierte Kinder sind außerdem dazu eingeladen, mit der Künstlerin Vogelfutterzapfel herzustellen. Die Ostseestation befindet sich auf der Halbinsel Priwall direkt am Passathafen in Sichtweite der Viermastbark Passat.


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