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Schlecht abgestellte Fahrzeuge erschweren Rettungskräften die Arbeit

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Kein Durchkommen: Der in der Kurve abgestellte Pkw macht es der Drehleiter unmöglich, in die Hohlbeinstraße einzubiegen.

Kein Durchkommen: Der in der Kurve abgestellte Pkw macht es der Drehleiter unmöglich, in die Hohlbeinstraße einzubiegen.

Foto: Stefan Setje-Eilers

Stockelsdorf. Gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Stefan Köhler, Michael Bergmann, Leiter der Polizeistation Stockelsdorf, und Vertretern der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Stockelsdorf hat sich Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben kürzlich in der Dürrer Straße vor Ort ein Bild davon gemacht, was vielen Rettungskräften und insbesondere den Feuerwehren bei ihren Einsätzen vor große Probleme stellt: Die ohnehin platztechnisch schmalen Straßen werden oftmals zugeparkt. Im Ernstfall wäre für die Fahrzeuge der Retter kein durchkommen.

„Damit haben wir fast bei jedem Einsatz zu kämpfen. Vor allem in den Seitenstraßen“, berichten die Feuerwehrleute Dean Kage, Paul-Hennry Wolf (beide FF Mori), und Christoph Dornheim (FF Stockelsdorf).

„Wir haben in der Dürrer Straße bei einer Befahrung im Sommer mit der Feuerwehr festgestellt, dass die Straßenbreite so gering ist, dass die Feuerwehr bei einem Einsatz hier gar nicht hinkäme. Wir haben diese Straße beispielhaft ausgesucht. Es gibt viele Straßen in Stockelsdorf, in denen das genauso ist“, berichtete die Verwaltungschefin. Teilweise sei von den Anwohnern dennoch mit Unverständnis reagiert worden.

Michael Burmester: „Mindestbreite, um überhaupt keine Engstelle zu haben, sind 3,05 Meter. 2,55 Meter dürfen Fahrzeuge breit sein und 50 Zentimeter Sicherheitsabstand. Dann sind wir bei 3,05 Meter.“

Julia Samtleben: „Unser Ziel ist es, die Anwohner zu sensibilisieren, dass sie künftig ,besser parken‘, und vielleicht auch Möglichkeiten schaffen, dass sie mehr auf ihren Grundstücken parken können. Bei Neubauten gilt da schon unsere Stellplatzsatzung. Die gilt aber nicht für Altbestand. Aber eigentlich sollte jeder, der es verhindern kann, nicht im öffentlichen Raum parken.“

Erschwerend käme hier (in der Dürrer Straße; Anm. d. Red.) die neue Parksituation mit der verringerten Anzahl an Parkflächen in der benachbarten Morierer Straße hinzu.

Neben einem Pkw, der so in einer engen Kurve abgestellt war, dass ein für den Besichtigungstermin mitgeführtes Feuerwehrfahrzeug keine Möglichkeit gab, in die Hohlbeinstraße einzubiegen, erklärte sie weiter. „Uns geht es jetzt darum, zu informieren. Wir werden dazu zunächst einmal mit entsprechenden Zetteln an derart schlecht geparkten Fahrzeugen auf die Situation aufmerksam machen und dann vielleicht auch Knöllchen verteilen“, sagte sie und deutete auf den in der Kurve geparkten Pkw: „In diesem Fall müssten wir sogar sofort abschleppen.“ Das war allerdings nicht notwendig, weil die Fahrzeughalterin ihren Pkw nach einem belehrendem Gespräch mit Ordnungsamtsleiter Stefan Köhler umgehend entfernte.

Das Schreiben, das die Gemeinde nun erst einmal an „schlecht abgestellte“ Fahrzeuge verteilen will, sieht vier Schwerpunkte vor:
- In jeder Straße muss eine Durchfahrbreite von mindestens 3,05 Meter vorhanden sein (Am besten Spiegel einklappen).
- Der Abstand zwischen versetzt parkenden Fahreugen muss so groß sein, dass ein Lkw ungehindert duchfahren kann. 10 Meter Abstand sind ein guter Richtwert
- Vor Kurven sind 5 Meter (gerne auch etwas mehr) Abstand Pflicht, damit größere Fahrzeuge überhaupt um die Kurve kommen, ohne rangieren zu müssen.
- In engen und unübersichtlichen Kurven ist das Parken generell nicht erlaubt.


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