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Am Rehsprung in Stockelsdorf: Ein neuer Waldkindergarten mit schmucker Schutzhütte

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Emilio (3, v.l.), Levina (4) und Maximilian (4) sind drei der ersten Kinder in der neuen Waldkindergartengruppe. Gemeinsam mit Einrichtungsleiterin freuen sie sich über ihre tolle neue Schutzhütte (im Hintergrund). (Foto: Setje-Eilers)

Emilio (3, v.l.), Levina (4) und Maximilian (4) sind drei der ersten Kinder in der neuen Waldkindergartengruppe. Gemeinsam mit Einrichtungsleiterin freuen sie sich über ihre tolle neue Schutzhütte (im Hintergrund). (Foto: Setje-Eilers)

Stockelsdorf. Bereits vor über zehn Jahren wurde das Gelände nördlich des Wohngebietes an den ehemaligen Schießständen von den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Bauen, Planung und öffentliche Sicherheit der Gemeinde Stockelsdorf erstmalig in Augenschein genommen, um hier eine Natur- und Waldkindergartengruppe zu schaffen. Am 5. Oktober 2009 hatte der zuständige Ausschuss daraufhin beschlossen, den Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) Ostholstein als Träger des Waldkindergartens einzusetzen.
Aber erst jetzt wurde der Betrieb aufgenommen und zugleich mit der Einweihung einer neuen Schutzhütte offizell Eröffnung gefeiert.
„Was lange währt, währt endlich gut“, befand dann auch Stockelsdorfs Bürgervorsteher Manfred Beckmann bei der kleinen Feierstunde und führte in Richtung Vertreter des DKSB und Jenny Tessin, die den neuen Waldkindergarten leitet, weiter aus: „Wir hatten niemals die Absicht, Euch zehn Jahre hier schmoren zu lassen. Aber der Druck kam von der anderen Seite. Es war der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Und dieser Rechtsanspruch hatte Vorrang vor Waldkindergarten.“
Zahlen, die das belegen, hatte er gleich mit in das kleine Waldgebiet am Rehsprung gebracht: Seit 2009 wurden in der Gemeinde Stockelsdorf zehn neue Krippenangebote mit insgesamt 150 Krippenplätzen geschaffen. Unter anderem haben fünf Kindertagesstätten neue Anbauten erhalten, drei sind neu entstanden. Rund sieben Millionen Euro hat dieses Gesamtpaket gekostet.
„Das war ein richtiger Kraftakt“, so Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben. Allerdings einer, der sich letztlich auch gelohnt hat. Aktuell sind in der Großgemeinde „nur noch“ sechs Kinder auf der Warteliste.
Nachdem sich dann abzeichnete, dass in der Gemeinde Stockelsdorf mehr Betreuungsplätze auch für Kinder von 3 bis 6 Jahren benötigt werden, wurde schließlich im September 2018 mit dem Bau der Schutzhütte des neuen Waldkindergartens begonnen.
Die Schutzhütte dient als Notunterkunft, die von den Kindern nur bei extremen Witterungsbedingungen genutzt werden soll, ansonsten wird sie zum Aufbewahren der erforderlichen Materialien, Kleidung und vielem mehr genutzt. Sie ist auch die zentrale Anlaufstelle der neuen Betreuungseinrichtung.
Die Kosten für die Schutzhütte, die unter anderem über fließend Wasser, eine Toilette und einen abklappbaren Schreibtisch verfügt, belaufen sich auf 245.000 Euro. Ursprünglich sollte ein Bauwagen für rund 60.000 Euro als Schutz vor Wind und Wetter dienen, was durch eine Gesetzesänderung jedoch verworfen werden musste.
„Und wenn man jetzt so sieht, was da entstanden ist. Das ist schon toll“, so Manfred Beckmann, der sich bei den Vertretern des DKSB für die gute Zusammenarbeit bedankte.
Den Dank gab DKSB-Geschäftsführer Martin Liegmann umgehend zurück: „Dieser Bau. Was sagt er aus? Er sagt aus, dass der Gemeinde Stockelsdorf Kinder viel wert sind. Hier werden die Kinder so behandelt, wie sie es verdienen, behandelt zu werden. Ich kann jungen Familien nur empfehlen, nach Stockelsdorf zu ziehen.“
Damit hat die Gemeinde Stockelsdorf nach dem Krumbecker Hof und dem Walderlebniskindergarten der Pfadfinder nun die dritte Freilufteinrichtung, in der Kinder betreut werden.
„Der neue Waldkindergarten ist eine Bereicherung für unsere Gemeinde. Die Wald- und Naturpädagogik ist eine Ergänzung zu den anderen in Stockelsdorf betriebenen Konzepten“, so Julia Samtleben.
Im Waldkindergarten wird der Versuch unternommen, Kinder mit der Natur vertraut zu machen. Dies bedeutet auch, sich nicht nur bei schönem Wetter in die Natur zu begeben.
Nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ soll das Naturverständnis der Kinder geweckt werden.
Um die Beeinträchtigung der Anwohner möglichst gering zu halten, erfolgt die Zufahrt zum neuen Waldkindergarten über den Rensefelder Weg.
Die Gruppengröße liegt bei 15 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren, die von Jenny Tessin und ihrer Kollegin Isabel Seifert montags bis freitags jeweils von 8 bis 14 Uhr betreut werden.
Es stehen noch freie Plätze zur Verfügung. Anmeldungen erfolgen unter der Rubrik „Leben & Wohnen“ über die Homepage der Gemeinde Stockeldorf: www.stockelsdorf.de.



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