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Neue Jugend-Attraktion: Niendorf/Ostsee bekommt eine Pumptrack-Bahn

Niendorf/Ostsee. Viele fragen sich, was die Bautätigkeiten auf den ehemaligen Tennisplätzen in Niendorf/Ostsee auf sich haben. Auf dem Gelände am Ende der Dr.-Waßmund-Straße, direkt am Niendorfer Kurpark und gegenüber der Einfahrt zum Edeka-Parkplatz an der B 76 gelegen, lässt die Gemeinde Timmendorfer Strand derzeit eine große Pumptrack-Bahn sowie einen Hartplatz für Ballspiele bauen.
Herzstück der neuen Anlage ist die Pumptrack-Bahn – eine speziell angelegte Rundstrecke für Rollsportgeräte wie BMX-Räder, Mountainbikes, Roller, Skateboards oder Inline-Skates. Typisch für einen Pumptrack sind Wellen, Kurven und kleinere Sprünge, die es ermöglichen, allein durch gezielte Gewichtsverlagerung („Pumpen“) Geschwindigkeit aufzubauen.
Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange: Nach den vorbereitenden Arbeiten durch eine Garten- und Landschaftsbaufirma von Januar bis März erfolgte am 7. April der eigentliche Baubeginn der Pumptrack-Bahn durch die erfahrene Firma Schneestern aus dem Allgäu im Kurpark in Niendorf/Ostsee.
Auf einer Fläche von rund 1.200 Quadratmetern entstehen zwei Rundkurse mit Höhenunterschieden von bis zu 1,20 Metern. Die gesamte Anlage misst etwa 30 mal 70 Meter und wird barrierearm gestaltet. Ein kleinerer Rundkurs ist dabei speziell auf jüngere und weniger erfahrene Nutzer ausgelegt. Die Asphaltfläche umfasst rund 920 Quadratmeter.
Ergänzt wird das Angebot durch einen etwa 500 Quadratmeter großen Kunststoff-Hartplatz, der künftig für Streetball, Basketball und weitere Ballspiele genutzt werden kann. Zusätzlich wird eine Tischtennisplatte installiert, die allen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung steht.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 450.000 Euro. Davon werden 150.000 Euro durch Fördermittel der Aktivregion Innere Lübecker Bucht gedeckt. Weitere 25.000 Euro Fördermittel wurden beim Kreis Ostholstein beantragt.
Bestehende Freizeitangebote bleiben erhalten: Die bereits installierte Calisthenics-Anlage mit Fitnessgeräten wird weiterhin nutzbar sein. Auch die vorhandene Slackline und die Trampoline bleiben bestehen und werden im Zuge der Bauarbeiten lediglich versetzt.
Frühere Versuche, die Fläche als Treffpunkt für Jugendliche mit klassischen Sportangeboten wie Fußballtoren und Basketballkörben zu etablieren, fanden nur begrenzten Anklang. Mit der neuen Pumptrack-Anlage setzt die Gemeinde – nach inzwischen zehn Jahren – nun auf ein zeitgemäßes Konzept, das Bewegung, Trendsport und Begegnung miteinander verbindet.
Die Fertigstellung ist für Anfang Juli geplant. Dann soll die offizielle Eröffnung gefeiert werden. Bis dahin wird auf der Baustelle weiterhin intensiv gearbeitet und viel Erde bewegt. Auch die benachbarte Fahrradwerkstatt im ehemaligen Gebäude der Tennisanlage bleibt bestehen und ergänzt das Angebot vor Ort sinnvoll. (rk)

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