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Ratekau: Mareike Baum folgt auf Bürgervorsteher Daniel Thomaschewski

Bisheriger Bürgervorsteher möchte Bürgermeister in Timmendorfer Strand werden: Mareike Baum folgt auf Daniel Thomaschewski

Birgit Sach, stv. Bürgervorsteherin (links), und Bürgermeister Dennis Jaacks (rechts) nehmen die neue Bürgervorsteherin Mareike Baum und ihren Vorgänger Daniel Thomaschewski in ihre Mitte.

Bild: René Kleinschmidt

Ratekau. Nach drei Jahren als Bürgervorsteher der Gemeinde Ratekau hat Daniel Thomaschewski sein Amt niedergelegt. Der 28-jährige Luschendorfer möchte bei der Bürgermeisterwahl in Timmendorfer Strand im April 2027 als parteiunabhängiger Kandidat antreten. Zu seiner Nachfolgerin wählte die Ratekauer Gemeindevertretung am Donnerstag, 8. Oktober 2026, einstimmig Mareike Baum (SPD). Sie war zuvor von allen Fraktionen für das Amt vorgeschlagen worden.

Den Anstoß für Thomaschewskis geplante Kandidatur gaben nach seiner Darstellung Freunde und Bekannte aus Timmendorfer Strand, die ihn Mitte August auf eine mögliche Bewerbung angesprochen hatten. Verbindungen in die Nachbargemeinde bestehen schon länger: Im Niendorfer Hotel Seehuus absolvierte der heutige Mitarbeiter im Stabsdienst der Marine seine Ausbildung zum Hotelfachmann.
Da die Timmendorfer CDU bereits ihren Ortsverbandsvorsitzenden Martin Potthast als Bürgermeisterkandidaten nominiert hatte, trat Thomaschewski Anfang September aus der Partei aus. Gegen einen anderen Christdemokraten wollte er als CDU-Mitglied nicht antreten. Nun möchte er sich den Bürgerinnen und Bürgern als unabhängiger Kandidat zur Wahl stellen.
Der Ratekauer Gemeindevertretung bleibt Thomaschewski weiterhin erhalten. Sein Mandat läuft bis 2028. Die kommunalpolitische Arbeit bereite ihm große Freude, wie er dem „reporter“ berichtet. Auch auf seine Zeit als Bürgervorsteher blickt er positiv zurück: Besonders die Begegnungen mit den Menschen und der Austausch mit anderen Gemeinden hätten seine Amtszeit geprägt. Er betonte, im Guten gegangen zu sein, und würdigte die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung.

Die Sitzung am Donnerstag wurde zunächst von der stellvertretenden Bürgervorsteherin Birgit Sach (BFG) geleitet. Nach ihrer Wahl bedankte sich Mareike Baum beim Gremium für das Vertrauen und bei ihrem Vorgänger für dessen Engagement.
Für die Übernahme des neuen Amtes hatte Baum ihren Vorsitz in der SPD-Fraktion niedergelegt. Dieser Schritt sei ihr nicht leichtgefallen, sagte sie in ihrer Antrittsrede. Nach sorgfältiger Abwägung habe sie sich jedoch aus voller Überzeugung entschieden: „Ich kann und will das Amt der Bürgervorsteherin übernehmen.“
Im Mittelpunkt ihrer Rede stand das politische Miteinander in Ratekau. Auch bei unterschiedlichen Positionen gelinge es, konstruktiv zu diskutieren und einen fairen Austausch zu führen – mit dem gemeinsamen Ziel, das beste Ergebnis für die Gemeinde zu erreichen. Diese Zusammenarbeit bezeichnete Baum als ein großes Gut, zu dessen Fortführung sie als Bürgervorsteherin beitragen möchte.
Die 46-Jährige lebt mit ihrem Mann und ihrem zwölfjährigen Sohn in Sereetz. Sie ist bei Baum Selection, einem Unternehmen für Weinhandel, Weinschulungen und Veranstaltungen, angestellt und betreibt nebenberuflich den „mare Büroservice“.

Bevor Baum die Sitzungsleitung übernahm, würdigte Bürgermeister Dennis Jaacks den Amtswechsel mit Dankesworten und überreichte sowohl Daniel Thomaschewski als auch Mareike Baum einen Blumenstrauß. Er bedankte sich bei Thomaschewski für sein Engagement in den letzten Jahren für die Gemeinde und wünschte ihm viel Erfolg für die anstehenden Herausforderungen sowie bei der Erreichung seiner persönlichen Ziele.
Bürgermeister Dennis Jaacks freut sich jetzt auf die Zusammenarbeit mit Mareike Baum und sagte: „Herzlichen Glückwunsch zu Deiner über alle politischen Fraktionen hinweg einstimmigen und damit überzeugenden Wahl zur Bürgervorsteherin der Gemeinde Ratekau. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe, die parlamentarische Arbeit unserer Gemeinde zu leiten und unsere Bürgerinnen und Bürger zu repräsentieren, wünsche ich Dir viel Erfolg, ein glückliches Händchen bei Deinen Entscheidungen sowie stets ein konstruktives Miteinander in der Gemeindevertretung. (rk)

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