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Umfassende Dokumentation zum Cap-Arcona-Friedhof Haffkrug vorgestellt

Ein bedeutender Beitrag zur Erinnerungskultur in der Gemeinde Scharbeutz: Erste umfassende Dokumentation zum Cap-Arcona-Friedhof Haffkrug vorgestellt

Probst Dirk Süssenbach (von links), Kreispräsidentin Petra Kirner, Autor Dr. Peter Wendt, Bürgermeisterin Bettina Schäfer und Helmut Kurth bei der Buchvorstellung im Bürgerhaus der Gemeinde Scharbeutz.

Bild: hfr

Haffkrug. Mit der Vorstellung der Publikation „Cap Arcona-Friedhof Haffkrug – Internationale Mahn- und Gedenkstätte“ von Dr. Peter Wendt ist ein bedeutendes Werk zur Aufarbeitung der Geschichte des Cap-Arcona-Friedhofs in Haffkrug erschienen. Erstmals wird die Entwicklung dieses besonderen Erinnerungsortes umfassend dokumentiert und seine überregionale Bedeutung als Mahn- und Gedenkstätte dargestellt.
Bürgermeisterin Bettina Schäfer würdigte die Veröffentlichung als einen wichtigen Meilenstein für die Gemeinde Scharbeutz und für die Erinnerungskultur weit über die Gemeindegrenzen hinaus. „Der Cap-Arcona-Friedhof ist weit mehr als ein Ort des Gedenkens. Er erinnert uns daran, wohin Hass, Ausgrenzung und Menschenverachtung führen können. Gleichzeitig mahnt er uns, Verantwortung für unsere Demokratie und unsere Menschlichkeit zu übernehmen. Erinnerung ist keine Aufgabe der Vergangenheit – sie ist ein Auftrag für die Zukunft.“
Ein besonderer Dank gilt Dr. Peter Wendt, der mit großer wissenschaftlicher Sorgfalt, Ausdauer und persönlichem Engagement die Geschichte des Friedhofs erforscht und in dieser eindrucksvollen Dokumentation zusammengetragen hat. Das Werk macht sichtbar, dass der Friedhof in Haffkrug nicht nur an die Opfer der Cap-Arcona-Katastrophe erinnert, sondern auch an weitere Verfolgte des NS-Regimes und damit einen besonderen Platz in der deutschen Erinnerungskultur einnimmt.
Unter den Gästen war auch Kreis­präsidentin Petra Kirner. Sie nahm nicht nur als Repräsentantin des Kreises Ostholstein an der Buchvorstellung teil. Als Haffkrugerin ist ihr die Geschichte dieses Ortes auch persönlich ein besonderes Anliegen. Sie engagiert sich für die Belange des Vereins „Zukunft braucht Erinnerung e. V.“, der aus dem Arbeitskreis „27. Januar“ hervorgegangen ist und die wichtige Erinnerungsarbeit in der Region fortführt.
Die Veröffentlichung wäre ohne zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer nicht möglich gewesen. Die Gemeinde Scharbeutz dankt insbesondere der Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung des Kreises Ostholstein sowie dem Landesverband der Evangelischen Kirche für ihre finanzielle Förderung und ihr Bekenntnis zur Bewahrung dieses wichtigen historischen Erbes. Der Landesverband war bei der Veranstaltung durch Dirk Süsel vertreten.
Ein ganz besonderer Dank gilt darüber hinaus Andrea Looks, der Archivarin des Gemeindearchivs Scharbeutz. Mit ihrer fachlichen Kompetenz, ihrer sorgfältigen Archivarbeit, ihrer großen Hilfsbereitschaft und ihrem persönlichen Engagement hat sie maßgeblich zum Gelingen des Projektes beigetragen.
Ebenso gilt dem Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz ein herzlicher Dank. Mit seinen umfangreichen Unterlagen und historischen Quellen hat das Museum einen wertvollen Beitrag zur Entstehung dieser Dokumentation geleistet. Dieses Zusammenspiel von wissenschaftlicher Forschung, Archiv­arbeit und regionaler Geschichtsarbeit zeigt eindrucksvoll, wie wichtig das gemeinsame Engagement für die Bewahrung unserer Geschichte ist.
Ebenso verdient der Verein „Zukunft braucht Erinnerung e. V.“ große Anerkennung. Mit seinem langjährigen und beharrlichen Engagement sorgt er dafür, dass die Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit gerät und das Gedenken in unserer Region lebendig bleibt.
Bürgermeisterin Bettina Schäfer betonte abschließend: „Erinnerung lebt nur, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dieses Buch ist weit mehr als eine historische Dokumentation. Es ist ein Zeichen gegen das Vergessen und ein Appell an uns alle, für Menschlichkeit, Respekt und Demokratie einzustehen. Ich wünsche dieser Publikation viele Leserinnen und Leser und vor allem, dass sie Menschen bewegt.“
Mit der Veröffentlichung der ersten umfassenden Dokumentation über den Cap-Arcona-Friedhof erhält dieser bedeutende Erinnerungsort die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. Die Publikation lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern aus ihr Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten.
Am Freitag, dem 14. August 2026, um 18 Uhr stellt der Autor Dr. Peter Wendt die Dokumentation im Haffhuus, Haffwiesenpark in Haffkrug, mit einem ausführlichen Vortrag vor. Dazu wird jetzt schon herzlich eingeladen. (PM/rk)


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