Reporter Eutin

Neuer Waldplatz für kleine Entdecker

Malente (vg). Im Malenter Bergengehölz sind auch weiterhin die Wichtel zu Hause: Nach der Fusion des „Waldkindergartens Malente“ und der Kindertagesstätte „Sonnenkinder“ musste zwar der alte, relativ weit vom Kita-Standort im Forstweg entfernte Waldplatz aufgegeben werden. Doch gemeinsam mit Förster Jörn Siemens von den Landesforsten wurde ein neuer Verweilplatz für die Kids gefunden – und am 5. Juni mit Bürgermeister, Kind und Kegel eingeweiht.

„Diese Ecke hat sich der Kindergarten aktiv ausgesucht. Wir haben die Grenzen des Bereiches zusammen definiert und werden ihn ständig auf seine Verkehrssicherheit überprüfen“, erzählt Siemens. Dabei hat auch das Kita-Personal immer ein Auge auf mögliche Gefahren unterm Blätterdach.

Bürgermeister Heiko Godow lobte das Konzept der Sonnenkinder: „Die Natur mit allen Sinnen zu erleben, ist unsagbar wichtig. Macht euch ordentlich schmutzig und nehmt auch die Bäume mal in den Arm“, empfahl der Verwaltungschef den kleinen Waldentdeckern. Er findet es klasse, dass in Malente ein so wertvolles Betreuungsangebot existiere. Godow dankte dafür den Landesforsten als Kooperationspartner und dem Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein als Kita-Träger.

Die zweizügige Kindertagesstätte setzt auf eine naturnahe Pädagogik und hat dafür ein eigenes Konzept entwickelt. „Seit diesem Kindergartenjahr sind wir offiziell eine naturnahe Kita. Mit dem neuen Waldplatz in der Nähe der Kita kann das Konzept nun ganzheitlich umgesetzt werden“, erläutert Einrichtungsleiterin Christine Erdmann. Kinderschutzbund-Vertreterin Maike Vogler würdigte, wie „außergewöhnlich schnell“ der neue Waldplatz freigegeben werden konnte.

Zweimal in der Woche geht es für die Elementar- und Krippengruppen jetzt hinaus in die Natur vor der Haustür. „Im Wald können die Kinder ihren Bewegungs- und Forscherdrang ausleben“, kündigt Christine Erdmann an. Der neu errichtete Unterstand bietet auch bei nicht ganz so schönem Wetter die Chance, länger auf dem Waldplatz zu verweilen. Bei Sturm und Gewitter allerdings ist das Bergengehölz tabu. Sicherheit wird – gerade in der Natur – großgeschrieben.


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