Reporter Eutin

Ein Hoch auf die Freiwillige Feuerwehr!

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Eutin (sh). Stofftiere, Bücher, Hüte, CDs, Spiele, Platten, Lampen, Gemälde, Schuhe, Möbelstücke, Blusen, Musikinstrumente, Babykleidung, Tennisschläger ... Wenn man durch die Reihen der rund 120 Flohmarktstände geht, gibt es eigentlich nichts, das nicht zum Verkauf angeboten wird.
Immer am ersten Sonntag im August ist es soweit: Der Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Eutin e.V. veranstaltete – mit der tatkräftigen Unterstützung der ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen- und -männer – ein großes Straßenfest mit Flohmarkt und Unterhaltungsprogramm rund um die Feuerwehrwache Am Priwall in Eutin.
Zwischen 10 und 16 Uhr wird auf rund 800 Metern alles verkauft, „was der Keller so hergibt. Nur Weihnachtssachen laufen nicht so gut“, verrät Christian aus Süsel. Zusammen mit Nicole und den beiden Mädchen Lea und Theresa ist er schon zum zweiten Mal mit einem Stand beim Straßenfest dabei. „Am besten gehen Bücher, CDs und Spielsachen“, resümiert Nicole.
Über ein großes Plüschtier freuen sich Felicitas, Elke und Ben Luca aus Ahrensbök. Der Kuschelbär ist eigentlich ein Geschenk für eine Freundin, aber der Kleine möchte den Teddy gar nicht mehr loslassen.
Vor vielen Ständen bilden sich Trauben. Es wird geguckt, verglichen, gehandelt und verkauft. Familien, Paare, Jugendliche – über den Tag verteilt genießen bei gutem Wetter geschätzt 4.000 bis 5.000 Besucher das Straßenfest.
Plötzlich tauchen in der Menschenmenge zwei große knallgelbe „Figuren“ auf. Dominic Petz und Maja Hirner von der Freiwilligen Feuerwehr tragen spezielle Chemikalienschutzanzüge, die zum Beispiel bei Unfällen mit Gefahrengütern zum Einsatz kommen. Dennis Doll begleitet die beiden, die man durch die schweren Anzüge kaum verstehen kann, und klärt die Besucher auf dem Fest darüber auf.
Das bunte Straßenfest ist nämlich auch gleichzeitig ein Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr. Man hat zum Beispiel auch die Möglichkeit, sich die Wache von Innen anzuschauen und somit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Und vor der Wache darf man eine ausgefahrene Drehleiter genauer bestaunen.
Direkt nebenan kann man üben, wie ein kleines Feuer gelöscht wird. Löschmeisterin Karin Lefens zeigt bei einer kontrollierten Feuerstelle, wie man die Flammen mithilfe von Wasser und Druckluft erstickt. Das Interesse der Besucher ist groß. Auch Mia-Sophie aus Eutin möchte mit ihrer Patentante Swenja das Feuer löschen. So ganz geheuer ist es der Kleinen nicht, aber gemeinsam schaffen sie es.
„Unser Stand liegt direkt gegenüber und nun wollten wir das auch mal ausprobieren“, erzählt Swenja. Sie war früher bei der Jugendfeuerwehr – wer weiß, vielleicht hat ihre Nichte jetzt Lust bekommen, da auch mal mitzumachen?
Neben der Kinderfeuerwehr und Jugendfeuerwehr umfasst die Freiwillige Feuerwehr Eutin rund 70 aktive Mitglieder. „In diesem Jahr hatten wir schon 213 Einsätze“, berichtet Jörg Böckenhauer, Ortswehrführer Eutin. „Im gesamten letzten Jahr waren es 288 Einsätze.“ Ohne das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute wäre die Feuerwehr nicht einsatzfähig.
Auch den ganz Kleinen wird schon bewusst, wie wichtig die Feuerwehr für uns alle ist: Im Gerätehaus ist die Feuerwehr-Handpuppenbühne Fassensdorf aufgebaut. Unter der Leitung von Edwin Schultz wird den Kindern spielerisch vermittelt, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. Am Ende der Vorstellung ruft der Kasper: „Wenn ich irgendwo Feuer sehe, dann renne ich zum nächsten Telefon und wähle ...“ Und die kleinen Zuschauer ergänzen im Chor: „1-1-2!“


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