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Ein würdiges Andenken an Pierre Schumann

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Elisabeth und Andreas Schumann, die Kinder des berühmten Künstlers Pierre Schumann, haben der Stadt Eutin die „Komposition 3 Vögel“ geschenkt – die Skulptur hat ihren Platz im Büro des Bürgermeisters gefunden.

Elisabeth und Andreas Schumann, die Kinder des berühmten Künstlers Pierre Schumann, haben der Stadt Eutin die „Komposition 3 Vögel“ geschenkt – die Skulptur hat ihren Platz im Büro des Bürgermeisters gefunden.

Eutin (t). Elisabeth und Andreas Schumann haben der Stadt Eutin heute die Skulptur „Komposition 3 Vögel“ geschenkt. Eutins Bürgermeister Carsten Behnk hat die 80 Zentimeter große Skulptur am Vormittag offiziell entgegen genommen. Das 80 Zentimeter große Kunstwerk wird künftig seinen Platz im Büro des Eutiner Verwaltungschefs finden. „Ich freue mich über dieses besondere Geschenk“, sagte Carsten Behnk dazu. „Pierre Schumann war einer der bedeutendsten bildenden Künstler des Landes. Er hat lange hier im Raum Eutin gelebt und gewirkt. Wir werden ihm und seiner Kunst ein würdiges Andenken bewahren.“ Elisabeth und Andreas Schumann sind die Kinder des bekannten Bildhauers Pierre Schumann. Die Wirkungsstätte des 1917 in Heide geborenen und 2011 in Eutin gestorbenen Künstlers war die ostholsteinische Kreisstadt – sein Atelier hatte er in der Alten Schule in Sagau eingerichtet und hier lange seine Skulpturen gefertigt. Pierre Schumann wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden – deshalb haben sich seine Kinder entschlossen, der Stadt die Skulptur aus Carrara-Marmor zu schenken. Pierre Schumann lernte den Beruf des Steinmetzes und studierte ab 1947 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Edwin Scharff und ab 1950 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Otto Baum. 1967 erhielt seine Madonna Nera den 1. Preis der Internationalen Biennale von Carrara. Er galt als einer der bedeutendsten Künstler des Landes und war ein international geschätzter Bildhauer der Klassischen Moderne. Sein bevorzugtes Arbeitsmaterial war Marmor – er suchte ihn sich in den Marmorsteinbrüchen von Carrara selbst aus und hatte die Gabe, Formen im Stein zu sehen und so herauszuarbeiten, dass die Eigenschaften jedes Steins erhalten blieben. Viele seiner Arbeiten hat der Künstler auch in Bronze umgesetzt. Sein wesentliches Schaffensprinzip waren die Reduktion und das Gleichgewicht zwischen Masse und Leere – eines seiner Lieblingsthemen waren Vögel, bevorzugt Möwen, denn er liebte die Ostsee und bezog bis ins hohe Alter seine Inspiration aus der Ostsee-Landschaft, an der sein Herz hing. 2007 erhielt er den Norddeutschen Kulturpreis. Die Skulptur stellt drei stilisierte Möwen dar, die wild durch die Lüfte fliegen und gemeinsam eine dynamische Form bilden. So wie sich auch für das menschliche Auge die Formen der fliegenden Vögel aufzulösen scheinen, sind auch in der Skulptur die Konturen nicht mehr trennscharf zuzuordnen. In der Komposition arbeitete der Künstler mit Überschneidungen und Verdeckungen der Körper, die sich zu einer einzigen Figur zusammenfügen. Passend dazu findet noch bis zum 3. September die Ausstellung „Pierre Schumann (1917 - 2011) – Marmor und Bronze“ im Ostholstein-Museum statt – sie zeigt die Bandbreite seines Schaffens auf besonders schöne und breit angelegte Weise.



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