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Eutiner Freibadeanstalt als Anziehungspunkt für Wasserratten

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Die Zeiten ändern sich (hier 1938), das Vergnügen ist geblieben.

Die Zeiten ändern sich (hier 1938), das Vergnügen ist geblieben.

Eutin (t). Lange gab es in Norddeutschland keinen Sommer wie diesen. Hitze tagsüber, Wärme nachts. Nicht allen gefällt dieses Wetter und doch sind die Einwohner der Holsteinischen Schweiz etwas besser dran als andere. Denn hier lebt man in einer glücklichen geographischen Situation, hat doch die letzte Eiszeit bei uns zahlreiche Seen hinterlassen. Und so haben die Eutinerinnen und Eutiner die Möglichkeit, in nur gut zehn Fußminuten vom Stadtzentrum in das kühle Nass des Großen Eutiner Sees einzutauchen.
Die historische Badeanstalt, deren Existenz wir weitblickenden Damen und Herren des frühen 20. Jahrhunderts verdanken, ist denkmalgeschützt. Auch wenn dieses Erbe nicht immer einfach zu verwalten ist – die dunkelgrüne Farbgebung ist ausgesprochen pflegeintensiv – so hat der Denkmalschutz das Gebäude doch vor entstellenden Veränderungen bewahrt. Gab es unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg große Diskussionen über die Notwendigkeit einer Badeanstalt – auch moralische Aspekte spielten bei den kontroversen Auseinandersetzungen eine Rolle – so stellt heute den Nutzen einer solchen Einrichtung niemand mehr in Frage. Und während andere Freizeitaktivitäten mehr oder weniger kostenträchtig sind, so ist der Besuch der Freibadeanstalt völlig eintrittsfrei. Die Eutiner Badeanstalt befindet sich im städtischen Besitz, seit den neunziger Jahren steht sie in der Obhut der Stadtwerke.
Die interessante Holzkonstruktion zählt zu den markantesten Baudenkmalen der Stadt. Bundesweit gibt es nur noch wenige vergleichbare Anlagen. Allerdings benötigt so ein historisches Holzgebäude erhebliche Anstrengungen. Abblätternde Farbe und marode Holzteile sorgten vor etlichen Jahren für Schlagzeilen und nicht nur die Bürgergemeinschaft, die sich seit über 40 Jahren in Eutin um Belange von Stadterhaltung und Stadtgestaltung kümmert, machte sich Sorgen um den Erhalt des Bauwerks.
Doch dann nahmen sich die Stadtwerke des seit 1985 unter Denkmalschutz stehenden Schmuckstücks an und sorgten für eine sukzessive Renovierung. Seitdem hört die Arbeit eigentlich nie auf - wie es bei betagten Holzgebäuden so ist, zumal dann, wenn diese auch noch mitten ins Wasser hinein gebaut worden sind. Viel Pflege ist notwendig, um das Kleinod für kommende Generationen zu erhalten.
Für das leibliche Wohl sorgt eine Kioskbesatzung und ebenso freundliche wie kompetente Mitarbeiter wachen über die Sicherheit der Badenden. Egal ob beim Sprungturm, auf der Liegewiese, an der Wasserrutsche oder auf den roten schlauchbootartigen Schwimmringen, die Eutiner haben ihren Badestrand direkt vor der Haustür in denkmalgeschützter Umgebung. „Ein Denkmal das allen Eutinerinnen und Eutinern gehört und von allen kostenfrei genutzt werden kann, ist ein Glücksfall für die Stadt“, so Regine Jepp, Sprecherin der Bürgergemeinschaft.



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